Q, , » X Spec. Ins., II, 337, 1781. Cimex clielifer Geoffroy-Fourcroy, Ent. Paris., I, 202, 1785. Acantliia crassipes Fabricius, Mant. Ins., II, 279, 1787. Cimex erosiis Roemer, Genera Ins., Tab. 36, Fig, ir, 1789 (nee descr.!). » crassipes Gmelin, Syst. Nat., XIII, 1(4), 2126, 1789. Annalen des k. k. naturhistorisdien Hofmuseums, Bd. XII, Heft 2, 1897. l3 148 Ant. Handlirsch. Phymata Syrtis Phymata Syftis Phymata Syrtis Phymata Syrtis Phymata Acanthia crassipes Rossi, Fauna Etr., II, 226. 1790. !• » Panzer, Faun. Germ., Fase. XXIII, Fig. 24, 1794. » » Fabricius, Ent. Syst., IV, 74, 1794. » » Schellenberg, Geschl. der Land- u. Wasserw., 21, Taf. 6, Fig. 3, 1800. » » Wolff, Icones Cimic, Fase. 3, 88, Taf. 9, Fig. 82, 1802. » » Walckenaer, Faune Paris., II, 338, 1802. Latreille, Hist. Nat., lli, 247, 1802. Fabricius, Syst. Rhyng , 121, i8o3. Latreille, Hist. Nat., XII, 245, 1804. » Gen. Crust., III, i38, 1807. Lamarck, Hist. Nat., III, 506, 1816. Latreille, Encycl. Method., PI. 373, 1818. St. Fargeau et Serville, Encycl., X, 120, 1825. Dufour, Recherches anat., 53, i833. Hahn, Wanzenart. Ins., III, 58, Taf. 90, 1835. Herrich-Schäffer, Nomencl., I, 57, 1835. Burmeister, Handbuch, II, 251, i835. Brülle, Hist. Nat., 347, 1835. Costa, Cim. Nap. Cent., 19, l838. Blanchard, Hist. Nat., III, 114, 1840. Rambur, Faun. Andal., II, 167, 1842. Westwood, Trans. Ent. See. Lond., III, 21, Fig. 2, 1843. » » Guerin, Iconogr., Taf. 56, Fig. 11, 1843. > » Amyot et Serville, Hist. Nat., 290, 1843. {» » Flor, Rhynch. Livl,, I, 402, 1860. » coarctata » » » » 404, » ! » crassipes Fieber, Eur. Hem., iio, 1861. » coarctata » Wien. ent. Monatschr., VII, 57, l863. {» crassipes Stäl, Enumeralio, V, l32, 1876. » coarctata » » » » » ! » crassipes Puton, Synopsis, II, 127, 187g. Ziemlich flach und schlank. Kopf von oben gesehen mit Einschluss des Stirn- fortsatzes mindestens i^/^mal so lang als breit. Stirnfortsatz gut entwickelt und vorne meistens deutlich gegabelt. Stirnfurche und Höckerchen ober und vor den Ocellen nicht sehr auffallend. Fühler lang und schlank, ihr zweites und drittes Glied fast ganz gleich, das vierte beim cf 1^/2 mal so lang als das zweite und dritte zusammen, beim 5 um beiläufig '/^ kürzer als das zweite und dritte zusammen. Der Prothorax ist beiläufig 1^/2 mal so breit als lang; seine stark comprimirten, aber nicht ausgeschnittenen Seitenränder aufgebogen, mit abgerundeter Contour; eine flache wulstartige Erhebung zieht schief neben dem seitlichen Rande vom Vorderrande bis auf die Höhe; Mittelkiele gut erhalten, bis zum Hinterrande deutlich und nicht in deutliche Höcker empor- gerichtet; Seitenecken mehr oder minder abgerundet, oft jedoch deutlich ausgeschnitten. Das ganze Pronotum erscheint concav, und seine Hinterrandläppchen sind gut ent- wickelt. Scutellum spitz dreieckig, gerandet und mit einem gut entwickelten granulirten Mittelkiel versehen. Ecken der Vorderbrust sehr stark gekörnt, Mittelbrust auf der Fläche kaum granulirt. Pronotum nur vorne und an den Rändern zerstreut granulirt, sonst grob und fast runzlig punktirt. Corium ohne Körnchen, im Costalfelde mit einigen mehr||oder minder undeutlichen Querrunzeln (? Adern). Membran schwach beraucht, ihre .-Xdern bräunlich, manchmal etwas anastomosirend oder hie und da durch eine Querader verbunden. Vorderbeine ziemlich schlank, ihre Hüften vorne mit einem Dorn, die Schenkel doppelt so läng als breit, aussen verhältnissmässig schwach gewölbt, ausser an der oberen Kante kaum granulirt. Mittel- und Hinterschenkel mit deutlichen Körnchen, unten mit einigen unregelmässigen Zähnchen. Hinterleib im Monographie der Phymatiden. 149 Verhältniss zum Thorax gross, stark verbreitert und oben sehr concav, im Umrisse fast birnförmig. Das Connexivum des vierten Segmentes tritt mehr oder weniger stark bogenförmig oder eckig hervor, die Connexiva des ersten bis dritten Segmentes sind hinten oft in kleine Spitzen ausgezogen, die folgenden Connexiva fast ganzrandig, nicht oder kaum ausgebuchtet; Hinterende nicht ausgeschnitten. Auf der Mitte jeder Ventral- platte des ö^ zwei nach hinten etwas divergente Kieichen und neben denselben unregel- mässige kleine Furchen. Im weiblichen Geschlechte zieht über die Mitte des Bauches ein einfacher, ziemlich flacher Längskiel. Granulirung des Hinterleibes massig ent- wickelt. Grundfarbe des kahlen, nicht behaarten Körpers braun, der Rand der Con- nexiva I — 3 gelblichweiss, durchscheinend. Basalhälfte des Hinterleibes meist dunkel- braun, ebenso die Oberseite des Kopfes und des Thorax — beim (j manchmal fast schwarz. Fühler mehr oder minder dunkelbraun, Beine bräunlich, Corium mehr oder minder dunkelbraun. 7 — g Mm. Ph. crassipes ist nicht sehr variabel. Die Form mit stärker erweitertem Thorax und eckigen Connexiven wurde coarctata genannt; es sind jedoch von dieser Form bis zur normalen alle Uebergänge vorhanden. Ich untersuchte über 200 Exemplare aus den verschiedensten Gegenden. Die Art ist wohl über die gemässigten und warmen Theile der ganzen paläarktischen Region verbreitet. Im äussersten Norden fehlt sie, und selbst in England wurde sie noch nicht beobachtet. Von besonders interessanten Fundorten möchte ich die folgenden hervor- heben: Tunis (Mus. Caes. Vindob.), Algier (Mus. Paris.), Caucasus und Sarepta (Mus. Vindob.), Amur (Coli. Montandon). Die Synonymie ist bei dieser Art gar nicht verwickelt und bedarf daher keiner weiteren Erklärung. Bezüglich der Lebensweise verweise ich auf den allgemeinen Theil. 2. Phymata monstrosa Fabricius. Taf. IV, Fig. 4; Taf. IX, Fig. i. Acanthia monstrosa Fabricius, Ent. Syst., IV, 74, 1794. Syrtis » » Syst. Rhyng., 122, iSo3. » » Hahn, Wanzenart. Ins., III, 57, Taf. 90, Fig. 273, 1835. » » Burmeister, Handbuch, II, 251, 1835. K H errich-Schäf fer, Nomencl., I, 57, 1835. Phyntjta > Brülle, Hist. Nat., 347, 1835. Syrtis » Germar, Faun. Ins. Europ., XVIII, Taf. 21, i836. Phymata » Blanchard, Hist. Nat., III, 114. 1840. Syrtis » Rambur, Faun. Andal., H, 168, 1842. Phymata » Fieber, Europ. Hemipt., iio, i86i. » » Stal, Enumeratio, V, i32, 1876. » »I Puton, Synopsis, II, 127, 1879. Mit Ph. crassipes F. sehr nahe verwandt, etwas kleiner und zierlicher. Kopf ähnlich wie bei dieser Art, meist stärker dornig. Fühler noch schlanker, das vierte Glied des o (Taf. IX, Fig. i) fast doppelt so lang als das zweite und dritte zusammen, beim 5 ebenso lang wie diese zwei Glieder. Thorax in der Grundform ähnlich, aber am Rande stärker gezackt, die vordere Partie des Seitenrandes doppelt ausgebuchtet, daher zweispitzig, ebenso die Seiten- lappen. Wie bei crassipes ist auch hier neben dem Rande ein flacher Wulst vorhan- den. Die Längskiele sind fast immer in einen oder in zwei deutliche Dornhöcker aus- gezogen. Scutellum ganz ähnlich wie bei der genannten .\rt, die Ecken der Vorderbrust stärker bewehrt. Beine ähnlich, die Vorderhüften vorne mit einer .\nzahl deutlicher i3* 150 Ant. Handlirsch. Dörnchen. Mittel- und Hinterschienen mit zahlreichen zäpfchenartigen Wärzchen be- setzt. Hinterleib mehr rhombisch, die Connexiva der ersten drei Segmente in der hinteren Ecke stark vorgezogen. Connexivum des vierten Segmentes eckig, des fünften und sechsten seitlich stark ausgebuchtet und hinten eckig vorragend. Hinterende nicht ausgeschnitten. Bauch ähnlich wie bei crassipex. Corium fast wie bei der genannten Art, Membran hyalin, mit blassen Adern. Granulirung, abgesehen von den Beinen, gleichfalls ganz ähnlich. Grundfarbe bräunlichgelb (n) oder graugelb (ö), Con- nexiva der ersten drei Segmente licht gefleckt. Vordere Partie des Abdomen, oft auch einige Flecken in der hinteren, im männlichen Geschlechte dunkelbraun oder schwarz, im weiblichen mehr oder minder dunkelbraun. Kopf und Thorax beim Weibe oft gebräunt, beim Manne meistens schwarz. Fühler häufig theilweise dunkel, ebenso die Beine (cT). Corium der Hinterleibsbasis entsprechend gefärbt. 6-5 — 85 Mm. Pli. monstrosa wurde bisher ausserhalb des Mediterrangebietes nicht beobachtet; in diesem Gebiete scheint sie hauptsächlich im Westen weit verbreitet zu sein: Süd- frankreich, Spanien, Corsica, ganz .Mgerien und Marocco. Ein Exemplar in Signoret's Sammlung soll aus Syrien stammen. Im Ganzen habe ich circa 80 Exem- plare untersucht. 3. Phymata vicina n. sp. Taf. VIII, Fig. 27; Taf. IX, Fig. 6, 7. Mit den beiden europäischen Arten crassipes F. und monstrosa F. nahe ver- wandt, der letzteren täuschend ähnlich. Kopf (Taf. VIII, F'ig. 27) ganz ähnlich wie bei monstrosa F., die Fühler jedoch verschieden; das vierte Glied d-es Mannes (Taf. IX, Fig. 6) nur um ein Viertel länger als das zweite und dritte zusammen, im weiblichen Geschlechte (Taf. IX, Fig. 7) ist es etwas kürzer als diese zwei Glieder. Thorax gleichfalls ganz ähnlich wie bei der ge- nannten An, der Seitenwulst vielleicht minder deutlich, die Zacken an den Seiten etwas kürzer. Kiele des Mannes mit kleinen Höckern. Vorderhüften mit einem Dorn, Vorderschenkel nicht stark gewölbt, Mittel- und Hinterschenkel einfach granulirt, nicht wie bei monstroca F. mit auffallenden Zäpfchen besetzt. Flügel ganz ähnlich, die Membran mit den Adern sehr licht. Auch das Abdomen ist ähnlich; die ersten drei Connexiva hinten in Spitzen ausgezogen, das vierte eckig vortretend, das fünfte und sechste ausgebuchtet. Hinterende nicht ausgeschnitten. Bauch wie bei den zwei europäischen Arten, ebenso die Sculptur. Die zwei mir vorliegenden Exemplare sind fahlgelb, mit einer dunkelbraunen Fleckenbinde über die Mitte des Abdomen, ausser- dem noch mit einigen kleinen Flecken auf den Connexiven; bei dem ö^ sind die Ecken des Pronotum dunkel. 6-5 — 7-5 Mm. i cT, i 9 aus Florida (H. H. Ashmead in Coli. Montandon). Es ist interessant, dass eine Art, die mit den beiden europäischen so nahe ver- wandt ist und mit ihnen zusammen eine eigene Gruppe bildet, in Nordamerika vor- kommt. Die drei Arten stammen wohl aus einer Zeit, in welcher die zwei Faunen- gebiete noch in engerer Verbindung standen, denn von einer nachträglichen Einwande- rung, sei es von Westen nach Osten oder umgekehrt, kann bei diesen mit geringer activer und passiver Verbreitungsfähigkeit begabten Thieren kaum die Rede sein. Wären die Phymaten arktische Formen, ,so dürfte man sich nicht darüber wundern, so nahe verwandte Formen in der alten und neuen Welt anzutreffen, bei ausgesprochen südlichen Formen aber ist dieser Fall viel seltener. Monographie der Phymatiden. 15 I 4. Phymata albopicta n. sp. Taf. IV, Fig. 2; Taf. VIII, Fig. 3"; Taf. IX, Fig. 3. Zart gebaut und in vielen Punkten an die drei vorhergehenden Arten erinnernd. Kopf (Taf. VIII, Fig. 37) i'/^mal so lang als breit, Stirnfortsatz gut ausgebildet, gross und am Ende stark gegabelt. Dornhöcker ober und vor den Ocellen meistens gut entwickelt. Fühler zart, beim d' (Taf. IX, Fig. 3) das vierte Glied fast um die Hälfte länger als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen, beim § um ^/^ — '/^ kürzer. Thorax in der Grundform ähnlich wie bei den drei vorhergehenden Arten, die Seitenränder stark comprimirt und aufgebogen, nicht tief ausgeschnitten, sondern nur flach doppelt ausgebuchtet und dadurch jederseits mit drei Spitzchen. Seitenecken stärker ausgebuchtet, daher zweispitzig, aufgebogen. Kiele stärker ausgebildet als bei crassipes und deren Verwandten, aber nicht mit Höckern versehen. Ein Wulst neben dem Seitenrande kaum zu bemerken. Scutellum spitz dreieckig, mit gut entwickeltem, granulirtem Mittelkiel. Ecken der Vorderbrust bewehrt. Läppchen am Hinterrande des Pronotum deutlich. Mittelbrustseiten kaum, das Pronotum nur vorne granulirt, hinten massig grob und dicht punktirt. Corium zerstreut gekörnt. Membran be- raucht, mit braunen, vielfach netzartig verschlungenen Adern. Vorderbeine ver- hältnissmässig lang, die Hüften vorne mit einem Dorn, der Schenkel gross und flach, doppelt so lang als breit und nur oben deutlich granulirt. Mittel- und Hinterschenkel sind ähnlich wie bei moiistrosa F., mit zahlreichen zapfenartigen Wärzchen besetzt. Auch der Hinterleib zeigt eine gewisse Aehnlichkeit mit jenem von monstrosa F., wird aber gegen das vierte Segment zu ganz unvermittelt breiter. Die Connexiva der drei ersten Segmente hinten in Spitzen ausgezogen, verhältnissmässig schmal; Con- nexivum des vierten Segmentes sehr verbreitert und eckig vortretend, des fünften sanft ausgebuchtet, des sechsten (o'), respective sechsten und siebenten (9) abgerundet. Ventralplatten mit feiner Mittelfurche, die durch zwei sehr feine und sehr dicht anein- anderliegende Kiele begrenzt wird. Diese Kiele sind oft scheinbar verschmolzen, und die Segmente erscheinen dann (namentlich beim 9) stärker, aber einfach gekielt. Hinterleib spärlich granulirt. Grundfarbe braun, Connexiva der drei ersten Segmente und die Basalhälfte des Coriums zum grossen Theile oder fast ganz weisslich. Mittel- binde des Hinterleibes nebst der Oberseite des Kopfes und des Thorax oft dunkel, selten aber schwarz. Beine und Fühler braun. 7 — 9 Mm. Ich untersuchte 16 Exemplare aus Georgia in Nordamerika, Orizaba, Guanajuato, Morelia und Guerrero in Centralamerika, Eigenthum der Museen in Wien, Stockholm, Brüssel sowie der Herren Montandon und Godman. Die Art erinnert wohl einerseits in vielen Punkten (Kopf, Thorax etc.) an mon- strosa F. und vicina m., ist aber anderseits wieder durch die nicht divergenten Kiel- chen der Ventralplatten und die Form des Hinterleibes hinlänglich verschieden, um sie nicht in dieselbe Gruppe mit den genannten Arten zu stellen. Jedenfalls dürfte sie auch Beziehungen zu den folgenden, mit annulipes Stäl verwandten Formen haben. 5. Phymata annulipes Stäl. Taf. VIII, Fig. I ; Taf. IX, Fig. 8. ! Phymata annulipes Stäl, Stett. Ent. Zeit., XXIII, 439, 1S62. ! » » » Enumeratio, V, l32, 1876. cT. Schlank gebaut. Kopf kurz, Stirnfortsatz verhältnissmässig kurz und schmal, gegabelt; die OccUenhöcker sehr gross, Schläfen und Genae erscheinen infolge der 152 Ant, Handlirsch. Reduction des Stirnfortsatzes mehr vorgequollen. Zweites und drittes Fühlerglied kurz (Taf. IX, Fig. 8), zusammen nur halb so lang als das vierte. Thorax kaum breiter als lang, nach hinten stark ansteigend, mit starken, in Höcker ausgezogenen Kielen. Seitenränder etwas wulstig gerandet, in der Mitte tief ausgebuchtet, vor der .Ausbuch- tung mehr nach aussen, hinter derselben mehr nach oben gebogen und durch einen flachen Ausschnitt stumpf zwfeispitzig erscheinend. Analläppchen sehr deutlich. Scu- tellum sehr klein, mit stark erhabenem, fast glattem und sehr dickem Kiel. Ecken der Vorderbrust sehr stark granulirt. Meso- und Metapleuren auf der Fläche nur schwach gekörnt. Vorderbeine auffallend gross, ihre Hüften vorne kaum bewehrt, die Schenkel sehr gross, aussen fast flach und nur an der oberen Kante mit einigen Körnchen besetzt. Mittel- und Hinterschenkel mit groben Körnern schütter besetzt, unten etwas gesägt. Corium spärlich granulirt, Membran stark gebräunt, in der Mitte mit zwei grösseren glashellen Flecken; Adern dunkel, nicht netzartig verschlungen. Hinterleib in der Mitte plötzlich erweitert; die ersten drei Segmente mit schmalem, an der hinteren Ecke etwas knopfartig vortretendem Connexivum; das vierte Segment (^Taf. VIII, Fig. i) viel breiter als die drei vorhergehenden, am Rande doppelt ausgeschnitten und dadurch dreispitzig. Von diesen drei Spitzen ist die mittlere am grössten, die vordere etwas kleiner und die hintere viel kleiner. Connexivum des fünften Segmentes mit sehr schwach geschwungenem Aussenrande. Hinterende nicht ausgeschnitten. Ventral platten mit feiner, durch zwei unscheinbare, fast parallele Kielchen begrenzter Mittelfurche, reich- lich und grob granulirt. Prothorax vorne etwas granulirt, hinten undeutlich und ziemlich fein punktirt. Körper schmutzig braun, Kopf, Thorax und Basis des Hinter- leibes, sowie dessen Ende dunkler, Connexiva gefleckt, Ende der Fühler und die Vorder- beine gleichfalls dunkel, die Mittel- und Hinterbeine mit braunen Ringen. 8 Mm. Ein einzelnes d" mit der Bezeichnung Mexico aus Signoret's Sammlung, die Type Stjll's und jetzt Eigenthum des Wiener Hofmuseums. In der Form des Hinterleibes erinnert annidipes St. an albopicta m., durch den eigenthümlichen Thorax und den kurzen Kopf ist sie aber hinlänglich verschieden und kaum zu verwechseln. 6. Phymata reticulata n. sp. Taf. Vm, Fig. 3; Taf. IX, Fig. 5. cT. Der Ph. annulipes St. sehr ähnlich und bei Untersuchung einer grösseren Individuenzahl vielleicht nicht als eigene .\rt aufrechtzuerhalten. Kopf ganz ähnlich wie bei annidipes St., ebenso die Fühler; diese vielleicht etwas derber. Das vierte Glied (Taf. IX, Fig. 5) ist auch hier doppelt so lang als das zweite und dritte zusammen. Thorax gleichfalls sehr ähnlich, die Kiele etwas weniger vorragend. Brustseiten und Beine fast ganz gleich. Auf dem Corium sehe ich keine Granulirung, die Membran ist stark gebräunt und wie bei annidipes in der Mitte mit zwei lichten Stellen. Alle Längsadern sind durch reichliche Queradern netzartig verbunden. Der Hinterleib ist sehr ähnlich, das Connexivum des vicjten Segmentes (Taf. VIII, Fig. 3) aber etwas verschieden; die vordere Spitze ist nämlich nicht so lang und oben ausgebuchtet, die mittlere länger und nach hinten gerichtet, die letzte endlich kaum angedeutet. Bauchplatten fast ganz wie bei annulipes St., die Färbung etwas lichter. Beine gleichfalls geringelt. 8-5 Mm. Der auffallendste Unterschied von annulipes St. liegt wohl in dem netzartigen Flügelgeäder, doch fehlt mir in Bezug auf die Constanz dieses Merkmales vorläufig ein Monographie der Phymatiden. . 'S^ Urtheil, denn ich konnte nur ein einzelnes o" aus Bogota — Eigenthum des Pariser Museums — untersuchen. 7. Phymata laciniata n. sp. Taf. VIII, Fig. 2; Taf. IX, Fig. 12. Auch diese Art ist mit annulipes St. sehr nahe verwandt. d. Kopf fast ganz gleich, viertes Fühlerglied (Taf. IX, Fig. i3) etwas kürzer, nur i^/ mal so lang als das zweite und dritte zusammen. Thorax ganz ähnlich, seine Kiele nicht deutlich höckerartig erhaben; von den zwei Spitzen der Seitenecken ist die vordere etwas stärker. Pleuren nur an den Rändern sehr grob granulirt, sonst sehr glatt. Vorderbeine gleichfalls ganz ähnlich; an den Hüften bemerke ich keinen Dorn, die Schenkel sind vielleicht im Verhältnisse noch etwas grösser als bei annulipes St., nicht granulirt. Membran gebräunt, mit lichten Mittelflecken und dunklen Adern, die nur hie und da anastomosiren, aber nicht wie bei rgticuhita m. durch Queradern zu einem Netzwerk verschlungen sind. Hinterleib gleichfalls ähnlich, das Connexivum des vierten Segmentes (Taf. VIII, Fig. 2) jedoch nur mit zwei Spitzen, von denen die hin- tere sehr lang ist. Ventralplatten mit ähnlicher Mittelfurche, aber nur äussert spärlich granulirt, fast glatt. Farbe beinahe wie bei reüculata m., die Vorderbeine lichtbraun, die folgenden Paare geringelt. Thorax oben fast ganz licht. 8 Mm. 2 d aus San Carlos in Columbien, Eigenthum des Pariser Museums. 8. Phymata Noualhieri n. sp. Taf. IV, Fig. 3; Taf. VIII, Fig. 4; Taf. IX, Fig. 9. Kopf ähnhch wie bei den drei vorhergehenden Arten, die Fühler kürzer (Taf. IX, Fig. 9), das vierte Glied des o'' kaum mehr als i ^3 mal so lang als das zweite und dritte zusammen, beim 9 um ^/^ kürzer als diese zwei Glieder. Thorax nach hinten etwas mehr verbreitert; Ausbuchtung der Seitenkante nicht so gross, aber sehr deutlich; Seitenecken vor der flachen Ausbuchtung nicht in eine scharfe Spitze ausgezogen. Kiele gut entwickelt, nicht deutlich höckerig. Scutellum mit fast knopfartig verdicktem, granulirtem Kiel. Thoraxseiten auf der Fläche nicht deutlich granulirt. Ecken der Vorderbrust sehr stark gekörnt. Vorderhüften deutlich bewehrt, Vorderschenkel ganz ähnlich wie bei annulipes St. Mittel- und Hinterschenkel unten deutlich bewehrt, oben nur sehr spärlich granulirt. Corium höchstens spärlich granulirt, Membran braun, mit lichten Mittelflecken und braunen, stark netzartig verschlungenen Adern. Hinterleib ähnhch wie bei den vorhergehenden Arten, das Connexivum des vierten Segmentes (Taf. VIII, Fig. 4) nach Art der annulipes St. in drei Spitzen ausgezogen, von denen die hintere am kleinsten und die mittlere am grössten ist. Ventralplatten zer- streut grob granulirt, beim cT mit feiner Mittelrinne, beim $ mit feinem Mittelkiel. Sculptur im Ganzen ähnlich wie bei den vorhergehenden Arten, ebenso die Färbung, o' dunkler, 9 lichter braun. Hinter- und Mittelbeine undeutlich geringelt, Kopf, Thorax und Vorderbeine manchmal fast schwarz. 8—9 Mm. 4 ö", 2 9 aus Pensylvanien (Coli. Noüalhier), Nordamerika (Mus. Halle), Georgia (Wiener Museum), Guerrero in Mexico und Guatemala (Coli. God- man). Auch diese Art gehört in dieselbe Verwandtschaftsgruppe wie die drei vorher- gehenden. Ich widme sie Herrn M. Noüalhier als Zeichen meiner Dankbarkeit für 154 . ^"*- Handlirsch. die mir in liebenswürdigster Weise durcii das reiche Materiale seiner Sammlung ge- währte Unterstützung. g. Phymata Handlirschi Champion. Tat". VllI, Kig. 5, 36. ] Pliyiiijta Hiiitdlirsclii Chmta » > » 122. » Phymata erosa Latreille, Hist. Nat., XII, 245, 1S04. » » Lamarck, Hist. Nat., 111,507, 1816. Syrtis » Latreille, Tabl. Encycl. Meth., Taf. 374, Fig. 6, 1818. Phymata » St. Fargeau et Serville, Encycl. Meth., X, 120, 1825. Syrtis fascidta Gray in Griffith, Class. Ins., II, 242, Taf. 93, Fig. 3, l832. . l6o Am. Handlirsch. Discomerus erosus Laporte, Essai, Tat". 51, Fig. 4, l8j2. Phvmata erosa Westwood, Trans. Ent. Soc. Lond., III, 21, Tat'. 2. Fig. 3, 1843. » » Guerin, Iconogr., Taf. 56, Fig. 12, 1843. » » Amyot et Serville, Hist. Nat., 290, 1843. » » Herrich-Schäffer, Wanzen, Taf. 222, Fig. 694, 1S44. » carinata Blanchard, Gay's Hist. de Chile, VII, 207, Taf. 2, Fig. 12, 1852. Syrtis (Phymata) erosa Guerin. Sagra's Hist. Cuba, 406, 1857. Phymata fasciata Stäl, Rio Jan. Hemipt., 59, 1860. » carneipes Mayr, Verh. zool.-bot. Ges. Wien, XV, 442, 1865. » eroia Sanborn, Amer. Nat., I, 329, Fig. 5, 1867. » carinata Stäl, Hemiptera Fabric, I, 93, 1868. » erosa (L.) Stäl, Enumeratio, V, i33, 1876. » » (Guer.), Stäl, ibid., i33, 1876. fasciata Stäl, ibid., i33, 1876. Wolfß » » , » erosa (H.-S.) Stäl, ibid., i33, 1876. brericeps Stäl, ibid., i33, 1876. acutangula Stäl, ibid., l33, 1876. carinata Berg, Hern. Argent., 141, 1879. fasciata » ibid., 142, 1879. erosa Cook, Canad. Ent., XI, 18, 1879. Guerini Lethierry et Severin, Catal., III, 28. 1896. In Bezug auf Grösse, Gestalt, Färbung und Sculptur ausserordentlich variabel. Kopf mehr oder minder kurz, von oben gesehen immer wenigstens etwas länger als breit, nie mehr als i '/^ mal so lang als breit. Stirnfortsatz mehr oder weniger weit vorragend, oft kaum über das Ende des ersten Fühlergliedes hinausreichend, oft wieder viel weiter und dann meistens sehr deutlich gegabelt. Oberseite des Kopfes mit deut- licher Längsfurche, ober und vor den Ocelien meistens mit deutlichen dornigen Höcker- chen. Fühler etwas variabel, ihr zweites und drittes Glied fast gleich, das dritte nur wenig länger, das vierte beim ö' je nach der Subspecies verschieden lang, im Minimum um. Y^ kürzer als die zwei vorhergehenden zusammen, im Maximum i '/, nial so lang als diese zwei Glieder. Im weiblichen Geschlechte ist das vierte Glied immer etwas kürzer als die zwei vorhergehenden, meistens sogar um V^ — ^3 kürzer. Thorax scheinbar sehr verschieden gestaltet, aber immer gleich geformt, wenn man von den gelappten und ausgebuchteten Seitenrändern absieht. Das Pronotum steigt nach hinten immer stark an und trägt stets zwei deutliche, nach hinten divergente und in der Regel bis zum Endrande reichende Kiele. Hinterrand itnmer mit deutlichen Läppchen. Seiten- ränder nur selten schwach, meistens sehr stark comprimirt und erweitert, mehr oder minder stark ausgeschnitten, der Theil hinter dem Ausschnitte in verschiedenem Masse aufgebogen und an den Ecken mehr oder weniger stark ausgebuchtet oder in Spitzen ausgezogen. Scutellum immer spitz dreieckig, mit gut entwickeltem, oft mächtigem Mittelkiel. Ecken der Vorderbrust immer bewehrt. Vorderschenkel etwas variabel, i^/^ — 2^3 mal so lang als breit, immer aber im Verhältniss zum Körper kurz und dick, aussen stark gewölbt. Mittel- und Hinterschenkel unten etwas gezähnelt. Corium im Costalfelde ohne Queradern, Membran mehr oder weniger beraucht, mit zahlreichen, nicht durch Queradern netzartig verbundenen bräunlichen Längsadern. Hinterleib mehr oder weniger breit. Die Connexiva meistens ganzrandig, höchstens an den drei bis vier ersten Segtnenten hinten in kleine Spitzen vorgezogen. Der Hinterleib wird bis zum vierten Segmente ziemlich gleichmässig breiter und ist hinten abgerundet, nie ausgeschnitten. Die Ventralplatten in beiden Geschlechtern mit feiner, einfacher Miitelfurche. Granulirung sehr verschieden, ebenso die Punktirung der hinteren Monographie der Phyraatiden. l6l Hälfte des Pronotum. Grundfarbe gelb, bisweilen mehr grünlich oder bräunlich; die dunklen Zeichnungen sehr verschieden und auch innerhalb einer Subspecies meistens sehr variabel. Manchmal (namentlich bei weiblichen Individuen) ist fast der ganze Körper licht, manchmal der grösste Theil schwarz oder dunkelbraun (cT). In der Regel ist die hintere Partie des Thorax und ein breites Querband über die Mitte des Hinter- leibes dunkel. Nur bei einigen Unterarten treten am Rande und in der vorderen Partie des Thorax deutliche kurze Börstchen auf. Die Grösse variirt zwischen 6 und 12 Mm. So lange ich noch verhältnissmässig wenige Exemplare vor mir hatte, schien es leicht, dieselben in mehrere Arten zu vertheilen. Mit dem Anwachsen des Materiales verwischten sich aber die ursprünglich scharf gezeichneten Grenzen zwischen diesen »Arten« immer mehr. Trotzdem wäre es gewiss unrecht, Ph. erosa L. als eine einfache variable Art hinzustellen, denn es bleibt immerhin die Möglichkeit, gewisse Formen innerhalb der Art zu charakterisiren. Ich nenne diese Formen Subspecies. Freilich bleiben immer einzelne Individuen übrig, bei denen man nicht recht sagen kann, zu welcher Subspecies sie gehören. Die Seltenheit dieser vermittelnden Formen beweist wohl, dass die Trennung in mehrere Arten angebahnt, aber nicht vollendet ist. Von Interesse scheint auch der Umstand zu sein, dass sich gewisse Variationen, wie die stärkere Erweiterung und Ausbuchtung der Seitenränder des Prothorax, bei mehreren Subspecies wiederholen. Einzelne von den Subspecies, die ich unterscheide, könnten auch als locale Racen bezeichnet werden, andere aber kommen in demselben Gebiete beisammen vor. Ich will auch keineswegs behaupten, die von mir angenommenen Subspecies seien alle gleichwerthig. Obwohl ich Hunderte von Exemplaren untersucht, gezeichnet, gemessen und verglichen habe, war ich doch nicht im Stande, diese Fragen endgiltig zu lösen, doch hoffe ich, meine Untersuchungen werden immerhin einige Ordnung in das Chaos bringen und einem späteren, mit noch reicherem und rationeller gesammeltem Materiale, schärferem Blick und mehr Geduld ausgestatteten Bearbeiter einige Mühe und Vorarbeit ersparen. Pli. erosa L. s. 1. ist über ganz Nord- und Südamerika, mit Ausnahme der kälteren Gebiete, verbreitet und scheint häufig zu sein. a) Ph. erosa, suhspec. fasciata Gray. Taf. V, Fig. 8; Taf. VllI, Fig. 29; Taf. IX, Fig. 21, 22. : Acantliia erosa Wolff, Icones, Fase. 3, 89, Taf. 9, Fig. 83, 1802. 'tSyrtis » Latreille, Tabl. Encycl., Taf. 374, Fig. 6, 1818. Phymata » St. Fargeau et Serville, Encycl. Meth., X, 120, 1825 pp, Syrtis fasciata Gray in GriffitVi, Class. Ins., ü, 242, Taf. 93, Fig. 3, i832. \ Phymata erosa Westwood, Trans. Ent. Soc, Lond., lil, 21, Taf. 2, Fig. 3, 1843. ! » » Guerin, Iconogr., Taf. 56, Fig. 12, 1843. •' » » Amyot et Serville, Hist. Nat., 290, 1843. » » Herrich-Schäffer, Wanzen, Taf. 222, Fig. 694, 1844. » » Sanborn, Amer. Nat., 1, 329, Fig. 5, 1867. |! » Wolffi Stäl, Enuraeratio, V, i33, 1876 pp. i » erosa (H.-S.) Stäl, ibid., V, i33, 1876. » » Cook, Canad. Ent., XI, 18, 1879. "* Kopf (Taf. VIII, Fig. 2g) ziemlich lang, von oben gesehen immer viel länger als breit. Stirnfortsatz immer deutlich über das Ende des ersten Fühlergliedes hinaus- ragend, am Ende getheilt, oben mit deutlicher Mittelfurche und gut entwickelten, dornigen Höckern ober und vor den Ocellen; weder Schläfen noch Genae erscheinen vorgequollen. Fühler etwas variabel, das vierte Glied des d" (Taf. IX, Fig. 2O selten 102 Ant. Handlirsch. und dann höchstens um ' ^ seiner Länge kürzer als die zwei vorhergehenden zusam- men, meistens fast ebenso lang wie diese. Im weiblichen Geschlechte (Taf. IX, Fig. 22) ist das vierte Glied in der Regel um '/^, seltener um '/j kürzer als das zweite und dritte zusammen. Pronotum nach hinten stark ansteigend, durchschnittlich um '/^ breiter als lang. Längskiele mehr oder minder deutlich, oft auch sehr undeutlich in Höcker ausgezogen. Comprimirte Seitenränder in der Mitte immer deutlich tief ausgebuchtet, dahinter in verschiedenem Grade erweitert, aufgebogen und manchmal etwas vorge- zogen; Seitenecken in zwei Spitzen ausgezogen. Mittelkiel des Scutellum gut ent- wickelt, aber nicht wulstig oder knopfartig und immer deutlich granulirt. Pleuren auf der Fläche nicht deutlich, an den Rändern dagegen sehr deutlich gekörnt. Vorder- schenkel dick, kaum doppelt so lang als breit, meist nicht sehr stark granulirt, Mittel- und Hinterschenkel mittelmässig granulirt. Corium kaum oder nur spärlich mit Körn- chen besetzt, Membran intensiv gebräunt. Hinterleib immer viel breiter als der Thorax, die hinteren Ecken der Connexiva an den drei ersten Ringen oft in kleine Spitzen aus- gezogen. Connexiva und Ventralplatten schwach granulirt. Oberseite des Prothorax grob runzelig punktirt, an den Kanten und vorn mehr oder weniger reichlich gekörnt. Grund- farbe gelb, stellenweise etwas röthlich oder, bei frischen Exemplaren, grünlich. Dunkel — ■ braunroth bis schwarz — sind: fast immer ein breites Band über die Mitte des Hinterleibes, seitlich über die Kante auf die Ecken der Ventralseite übergreifend, die hin- tere Partie des Prothorax, oft auch die vordere, manchmal sogar fast der ganze Thorax, die Basis des Coriums, manchmal auch ein Theil der Vorderbeine und einige Flecken auf den Connexiven, die Oberseite des Kopfes (meistens), ebenso fast immer das End- glied der Fühler. Es kommen oft auch ganz lichte cf vor, nie aber sehr dunkle 5. Fasciata Gray bewohnt ganz Nordamerika, mit Ausnahme der kälteren Re- gionen und der westlich des Felsengebirges und nördlich von Californien ge- legenen Theile und geht auch weit südlich nach Centralamerika. Ich untersuchte eine sehr grosse Zahl (über 3oo!) aus den verschiedensten Theilen des Verbreitungs- gebietes: Colorado, Canada, Virginia, Baltimore, Südcarolina, Wisconsin, Jowa, Minnesota, Indiana, Georgia, Missouri, Texas, Louisiana, New- Orleans, Mississippi, New-Mexico, Florida, Californien, Mexico, Guatemala. Am schönsten entwickelt sind die Exemplare aus Colorado, und dort scheint diese Subspecies auch am häufigsten zu sein. Die Individuen aus dem südlichen Theile des Verbreitungsgebietes, also aus Guatemala und Mexico, haben fast ausnahmslos den Rand des Prothorax stärker entwickelt, mehr gelappt oder zackig und den Hinter- leib stärker verbreitert; ähnliche Exemplare finden sich jedoch auch in Georgia, Loui- siana, New-Orleans und Texas. Wohl alle biologischen Notizen über Ph. erosa, die in der nordamerikanischen Literatur enthalten sind, beziehen sich auf die Subspecies fasciata Gray. Ph. crosa Wolff kann sich auf diese oder die nächste Subspecies beziehen, erosa Latr., 1818, viel- leicht auch auf eine südamerikanische Subspecies. Erosa St. Farg. et Serv. hx fasciata -\- communis m. Gray's Abbildung lässt diese Subspecies ganz gut erkennen, und ich habe deshalb den 'Hame.h fasciata Gray beibehalten; St^Vs fasciata bezieht sich auf eine Form aus Südamerika. Was Westwood unter erosa versteht, lässt sich ohne Typen nicht nachweisen, denn er sagt nichts über den Fundort seiner Exemplare, und seine Ab- bildung des Fühlers passt auf mehrere Subspecies. Guerin's Abbildung bezieht sich wohl -düi fasciata, denn ich habe ein von ihm bestimmtes Exemplar dieser Subspecies (aus New-Orleans) vom Pariser Museum bekommen. Ebendort wird auch ein von Monographie der Phymatiden. l63 Fabricius als erosa bestimmtes Exemplar aus Carolina (Coli. Bosc.) aufbewahrt, welches zu fasciata Gray gehört. In seinen Publicationen gibt aber Fabricius Suri- nam als Fundort an und wir können daher das Pariser Exemplar nicht als Type be- trachten. Amyot's erosa ist enlwtdär fasciLita Gray odsr peiisylvaiiica m., Herrich- Schäffer's erosa )eden(ä\h fasciata Gray und Stal's Ph. Wolffi nach den Typen ein Gemisch xonfasciata Gray, pensj'b'aiiica m. und granulosa m. b) Ph. erosa, subspec. pensylvanica m. Taf. Vlll, Fig. 10 ; Taf. IX, Fig. 19, 20. } Acantbia erosa Wolff, Icones, Fase. 3, 89, Taf. 9, Fig. 83, 1802. ''. Syrtis ■» Latreille, Tabl. Encycl. Meth., Taf. 374, Fig. 6, 1818. ! Pliy'mata » Amyot et Serville, Hist Nat., 290, 1843. ! » Wolffi Stäl, Enumeratio, V, i33, 1876 pp. Mit der S\ihs-ptc\ts fasciata Gray sehr nahe verwandt, im Allgemeinen aber etwas kleiner und schlanker. Kopf und Thorax (Taf. VIII, Fig. 10) sind ganz ähnlich, die Fühler aber entschieden schlanker. Das vierte Glied des o (Taf. IX, Plg. ig) ist fast 1^/2 mal so lang als das zweite und dritte zusammen, bei weiblichen Individuen (Taf. IX, Fig. 20) ist es fast so lang als diese zwei Glieder. Die Pleuren sind wie h€i fasciata Gray fast glatt, der Kiel des Scutellum massig entwickelt und deutlich granulirt. Fär- bung ganz ähnlich wie hs\ fasciata Gray. 9 — 11 Mm. Diese Subspecies bewohnt hauptsächlich den nordöstlichen Theil der Ver- einigten Staaten. Ich untersuchte ungefähr 100 Exemplare aus Pensvlvani en, Lancaster, Washington, Long-Island, New-York, Buffalo, Connecticut und einzelne Stücke aus Missouri, Indiana, Illinois und Florida. Die letzteren nähern sich in Bezug auf die F'ühlerbildung schon etwas mehr der Subspecies /aicia/a Gray und haben, so wie die südlicheren Exemplare jener Subspecies, auch einen stärker ge- lappten Thorax und breiteres Abdomen. Man kann die Subspecies pensylvanica m. nicht einfach als eine typische Local- form bezeichnen, denn sie kommt miX. fasciata Gray in manchen Gegenden gemein- sam vor. Wolff's Ac. erosa bezieht sich entweder &u[ fasciata Gray oA&v pensylvanica m., Latreille's Syrtis erosa kann auch auf irgend eine südliche Subspecies bezogen werden, und Stäl hat unter Ph. Wolfß fasciata Gr., pcnsj-lvanica m. und granulosa m. zu- sammengefasst. c) P/i. erosa subspec. granulosa m. Taf. Vm, Fig. II. \ Phymata Wolffi Stäl, Enumeratio, V, i33, 1876 pp. Sehr ähnlich gebaut wie Subspecies fasciata, meist etwas gedrungener als die Mehrzahl der Individuen dieser Form. Der Kopf ist ganz ähnlich wie hei fasciata Gray und pensj-lvanica m., meistens unbedeutend kürzer, die Fühler fast ganz w'ie bei fasciata Gray, ihr Endglied meistens noch etwas kürzer, also viel kürzer als bei pen.ylvanica m. Thorax ganz ähnlich wie heX fasciata Gray, bei der Mehrzahl der Exemplare etwas gedrungener (Taf. Vlil, Fig. 11) und so wie bei den breitesten Stücken jener Subspecies. Die Pleuren sind immer auf der ganzen Fläche grob granulirt, die Vorderschenkel stark gekörnt und meistens mit deutlichen Börstchen besetzt; Pro- notum vorn und namentlich an den Seitenrändern stark granulirt, häufig mit kleinen Annaleii des k. k. naturliistorischen Holmuscums, Bd. Xll, Heft 2, 1S97. 14 1^4 Ant. Handlirsch. Börstchen besetzt. Auch bei dieser Subspecies gibt es, wie erwähnt, Exemplare mit mehr oder weniger stark verbreitertem Thorax und Abdomen. Färbung ähnlich wie bei fasciata, meist nicht so hell. 8 — 12 Mm. Eine ausschliesslich cen tralamerikanisch e P'orm, aber doch nicht als Local- race aufzufassen, weil sie mit den südlichen Exemplaren der fcisciata Gray und einigen anderen Subspecies an denselben Orten vorkommt. Ich untersuchte ungefähr 200 Exem- plare aus Orizaba, Guanajuato, Cornuvacca und vielen anderen Orten Mexicos. Wie schon erwähnt, hat Stäl ausser den zwei vorhergehenden Formen auch Exemplare von granulosa m. als Ph. Wolfß bestimmt. d) Ph. erosa L. subspec. Guerini Leth. et Severin. Taf. VIII, Fig. 12, 28. Syrtis (Phrmata) erosa Guerin, Sagra's Hist. Cuba, 406 (excius. var.), 1857. iPhrmata erosa (Gu^r.) Stäl, Enumeratio, V, i33, 1876. ! » acutangula Stäl, Enumeratio, V, i33, 1876, » Guerini Lethierry et Severin, Catal., III, 28, 1896. Der Subspecies granulosa m. sehr nahestehend und ähnlich, aber etwas schlanker. Kopf kürzer, nur wenig länger als breit (Taf. VIII, Fig. 28), der Stirnfortsatz kaum vortretend und kleiner, die Schläfen und Genae daher, von oben gesehen, deutlicher hervortretend. Fühler ganz ähnlich wie bei granulosa m., beim cf das vierte Glied etwas kürzer als das zweite und dritte zusammen, beim J um '/j kürzer als diese zwei Glieder. Pronotum (Taf. VIII, Fig. 12) ähnlich wie bei granulosa m., seine Seitenränder stark und tiefer ausgeschnitten, hinter dem Ausschnitte sehr stark auf- gebogen und in zwei sehr scharfe Spitzen ausgezogen. Kiele stark entwickelt, etwas höckerartig vortretend. Der ganze Thorax sowie der Kopf sehr rauh, stark granulirt und namentlich an den Seitenkanten reichlich mit kleinen kurzen Börstchen besetzt. Mesopleuren auf der ganzen Fläche rauh, grob und dicht gekörnt. Kiel des Scutellum stark erhaben, sehr rauh granulirt. Hinterleib sehr scharf eckig, im Ganzen ähnlich gebaut wie be\ fasciata Gray, die ersten drei Connexiva meistens in kleine Spitzchen ausgezogen. Membran stark beraucht. Beine reichlich granulirt, sehr rauh; Vorder- schenkel dick, kaum doppelt so lang als breit. Färbung ganz ähnlich wie bei granu- losa m., respective he\ fasciata Grav, variabel. 8 — 10 Mm. Im Ganzen sah ich 16 Exemplare dieser Form aus den Sammlungen der Museen in Wien, Berlin, Stockholm und des Herrn Noualhier, darunter einige von Stäl als acutangula Guerin bestimmte. Alle Exemplare stammen aus Cuba, und man könnte daher diese Form als eine insulare Localrace bezeichnen; bis jetzt ist wenigstens keine andere Form der erosa aus Cuba bekannt geworden. Es wundert mich sehr, dass Stäl diese Subspecies als acutangula Guerin gedeutet hat, denn sie stimmt gar nicht mit Guerin's Beschreibung dieser Art überein, dagegen aber ganz gut mit jener der cubanischen Exemplare von erosa Guerin. Was Guerin von einer Varietät der erosa aus Nordamerika sagt, bezieht sich &ui fasciata Gray. e) Ph. erosa L. subspec. Sei'erini m. Taf. VIII, Fig. i3, 3i. Kleiner und entschieden schlanker, zarter gebaut als die vorhergehenden Unter- arten. Kopf (Taf. VIII, Fig. i3) ähnlich wie he\ fasciata Gray, der Stirnfortsatz immer Monographie der Phymatiden. 165 deutlich vorragend und meistens am Ende deutlich getheilt. Viertes Fühlerglied des o" ungefähr um ' ^ kürzer als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen, beim (^ ent- sprechend kürzer. Prothorax etwas flacher als bei fjscicita Gray, seine Kiele deut- lich, aber nicht stark höckerig; Seitenkanten mit deutlichem, tiefem Ausschnitt, dahinter lappig abgerundet, etwas aufgebogen und in der Regel an der seitlichen Ecke in eine kurze undeutliche Spitze ausgezogen. Mittelbrustseiten reichlich und sehr unregel- mässig, aber fein granulirt. Scutellum mit granulirtem, verhältnissmässig schwach ent- wickeltem Kiel. Corium sehr schütter gekörnt, Membran leicht gebräunt. Vorder- schenkel länger als bei den meisten anderen Formen von erosa L., a'/^raal so lang als breit, ebenso wie die übrigen Schenkel sehr deutlich granulirt. Hinterleib ähnlich geformt wie btifi.TSciata Gray, bis zum vierten Segmente allmälig verbreitert. Conne- xiva der ersten Segmente hinten oft in Spitzchen ausgezogen. Pronotum in der vor- deren Partie zerstreut granulirt, in der hinteren ganz besonders grob und scharf runzlig punktirt. Färbung mehr oder minder dunkelgelb; über die Mitte des Hinterleibes zieht eine breite dunkle Binde, welche oft auf die Ventralseite übergreift und häufig lichte Flecken einschliesst; ausserdem ist die Oberseite des Thorax, des Kopfes, selten auch ein Theil der Beine und der Brustseiten verdunkelt. An den Connexiven treten gleichfalls hie und da dunkle Flecken auf. Corium gelb, an der Basis und oft auch am Ende verdunkelt. Bei den männlichen Individuen sind die Zeichnungen meist sehr dunkelbraun oder schwarz, bei den weiblichen lichtbraun. 6 — 7 Mm. Auch Severini m. variirt in Bezug auf die Breite des Thorax und der Hinterleibsränder. Ungefähr 40 Exemplare aus Centralamerika: Mexico (Guanajuato, Cuer- navacca), Panama, Guatemala. Ich widme diese Subspecies Herrn G. Severin, durch dessen gütige Vermittlung ich die ersten Exemplare aus dem Brüsseler Museum erhielt. f) Ph. erosa L. subspec. parva m. ; Cimex erosiis Linne, Syst. Nat., X, 448, 1758. ? » » Sulzer, Kennz. d. Ins., 27 (nee figura!), 1761. ? » » Linn^, Syst. Nat., XII, 718, 1767. ? » (scorpio) ovat. depress., Degeer, Memoires, III, $50, Tat'. 35, Fig. i3, 1773. ? » erosus Müller, Linne's Natursystem, V (i), 483, 1774. ''. Aca>ithia erosa Fabricius, Spec. Ins., II, 337, 1781. ? » » » Mant. Ins., II, 279, 1787. t Cimex erosus Roemer, Gen. Ins., 15 (nee figura!), 1789. ? » » Gmelin, Syst. Nat., XIII, 1 (4), 2126, 178g. ! Syrtis erosa Fabricius, Syst. Rhyng., 121, l8o3. '! Phymata erosa LatreiUe, Hist. Nat., XII, 245, 1804. ? » » Lamarck, Hist. Nat., Ill, 507, 18 16. r » » St. Fargeau et Serville, Encycl., X, 120, 1825. t Discomeriis erosus Laporte, Essai, Taf. 51, Fig. 4, i832. '> Phymata erosa Westwood, Trans. Ent. Soc. Lond., 111, 21, Taf. 2, Fig. 3, 1843. ? » » (L.) Stäl, Enumeratio, V, l33. 1876. Unter dem Namen parra m. vereinige ich ungefähr 100 Exemplare aus verschie- denen Theilen Centralamerikas und des nördlichen Südamerika. Ich glaube selbst nicht, dass man hier von einer einheitlichen Subspecies reden kann, denn ein Theil meiner Exemplare nähert sich mehr der Subspecies Severini m., ein anderer Theil mehr der carneipes Mayr, parviceps m., cinnamomea m. und bogotana m. Es ist mir aber vorläufig ganz unmöglich, Grenzen aufzufinden, und ich müsste die oben genannten, verhältnissmässig gut charakterisirten Subspecies zusammenwerfen, wenn ich die Ab- trennung der kleinen variablen Formen vermeiden wollte. Gerade die vorläufig unter 14* l66 Ant. Handlirsch. dem Namen parva vereinigten Individuen scheinen mir recht klar zu beweisen, dass die grosse Art ei'osa erst in der Theilung begriffen ist und dass man daher die schein- bar gut charakterisirten Formen: Severini, carneipes, Bagotana etc. nicht als Species, sondern nur als Subspecies auffassen soll. Es ist möglich, dass sich die Beschreibungen von Linnc und folglich auch jene der anderen oben citirten Autoren auf meine Subspecies parva beziehen, denn die meisten von ihnen scheinen selbst gar keine Exemplare untersucht und nur die ersten Beschreibungen von Linne und Degeer zu ihren Diagnosen benützt zu haben. Die von Laporte und Westwood abgebildeten Exemplare gehören möglicherweise auch hieher. Die Exemplare dieser Subspecies sind im Allgemeinen ähnlich gebaut wie Seve- rini m., aber, namentlich im weiblichen Geschlechte, etwas gedrungener. Kopf meistens bei den südlicheren Exemplaren so kurz wie bei parviceps m. und carneipes Mayr, bei den nördlichen etwas länger, mehr wie bei Severini m., doch existirt zwischen beiden Formen keine scharfe Grenze. Der Stirnfortsatz tritt nie sehr stark, aber immer deutlich vor. Fühler ganz ähnlich wie bei Severini m., das vierte Glied des cf etwa um ^/^ kürzer als die zwei vorhergehenden zusammen, im weiblichen Geschlechte entsprechend kürzer. Thorax verschieden geformt; bei den nördlichen Exemplaren mehr wie bei Severini m., seitlich stärker ausgeschnitten, hinter dem Ausschnitte aber meist ganz ab- gerundet, nicht in deutliche Spitzen ausgezogen, bei den südlicheren Formen dagegen oft mehr eckig und in der Mitte meistens nicht so tief ausgeschnitten. Seitenecken nie sehr stark vortretend und massig aufgebogen. Scutellum immer mit deutlich granu- lirtem, nicht knopfartig verdicktem Mittelkiel. Pleuren bei den nördlichen Exemplaren meistens weniger granulirt, bei den südlichen meistens stärker, manchmal (Stücke aus Columbien!) sogar sehr stark. Pronotum nie so stark und grob punktirt wie bei Severini m., nicht so rauh wie bei Guerini L. et S., nicht borstig und den Pleuren ent- sprechend mehr oder weniger stark gekörnt. Membran schwach gebräunt. Vorder- schenkel nur bei den Männchen der nördlichen Exemplare etwas mehr wie doppelt so lang als breit, sonst meistens doppelt so lang als breit oder noch kürzer. Hinterleib nicht auffallend verbreitert, an den Seiten eckig; Connexiva der ersten Segmente hinten nicht oder nur schwach spitzig vortretend. Färbung ganz ähnlich wie bei Severini, serh variabel. 6 — S'^j^ Mm. Die von mir untersuchten Exemplare stammen aus Mexico (Orizaba, Guana- juato, Morelia etc.), Guatemala, Costarica, Columbien (Chiriqui etc.) und Venezuela. Die mexicanischen Exemplare nähern sich mehr der Subspecies Severini m., jene aus Columbien und Venezuela mehr den Subspecies carneipes Mayr, Bogo- tana m. und pai'viceps m., doch bin ich, wie bereits erwähnt wurde, nicht in der Lage, Grenzen zwischen diesen Formen aufzustellen. g) Ph. erosa L. subspec. parviceps m. Taf. VIII., Fig. I6. Auffallend kurz, dick und gedrungen gebaut. Kopf immer verhältnissmässig klein, ähnlich wie bei carneipes Mavr, der Stirn- fortsatz gar nicht oder wenig vortretend, dann aber deutlich gegabelt. Von oben ge- sehen erscheint der Kopf kaum länger als breit, mit etwas vorgequollenen Schläfen und \N'angen. Dornhöcker ober den Ocellen schwach entwickelt. Fühler ähnlich wie bei Monographie der Phymatiden. 167 den meisten anderen Subspecies; das vierte Glied des ö" etwas kürzer als das zweite und dritte zusammen. Thorax (Taf. VIII, Fig. 16) nach hinten sehr steil ansteigend, dick; seine Kiele deutlich, aber nicht höckerartig emporgezogen, die Seitenränder schwach comprimirt, fast gerade, nur leicht geschwungen und nie deutlich ausge- schnitten, die Seitenecken schwach hervortretend, kaum oder gar nicht aufgebogen, schwach oder gar nicht ausgeschnitten. Kiel des Scutellum kräftig, nicht sehr stark granulirt. Pronotum sehr rauh, grob runzelig punktirt und reichlich gekörnt, an den Seiten oft deutlich mit ßörstchen besetzt. Brustseiten dicht und grob granulirt, selten in der Mitte der Mesopleuren etwas glatter. Corium mit zahlreichen Körnchen besetzt, Membran beraucht. Vorderschenkel ungefähr doppelt so lang als breit, reichlich granulirt. Hinterleib auffallend kurz und breit, gedrungen, an den Seiten eckig. Connexiva nicht spitz ausgezogen. Färbung nicht sehr grell, meist mehr grau- gelb, die Querbinde des Hinterleibes bei den Männchen meistens schwarz. Thorax auch in diesem Geschlechte meistens licht, ebenso der Kopf. Nicht sehr variabel. 7 — g Mm. Untersucht wurden 17 Exemplare (cT und 9) aus Cayenne, Surinam, Colum- bien (Bogota) und von den Antillen, Eigenthum der Museen in Paris, Berlin, Stockholm, Leiden und der Herren Distant, Montandon und Noualhier. Suhspecies parviceps m. ist an dem kurzen Kopf, dem einfach geformten Thorax und der gedrungenen Gestalt von allen bisher beschriebenen Unterarten leicht zu unter- scheiden. Am nächsten verwandt dürfte sie mit carneipes Mayr sein und vielleicht mit einigen Exemplaren der parva m. aus Columbien, die sich jedoch immerhin ausser 'durch die geringe Grösse, auch durch stärker ausgerandete Thoraxseiten unterscheiden. Es ist möglich, dass Laporte ein Exemplar dieser Subspecies als Discomerus erosiis abgebildet hat, lässt sich aber ohne Vergleich der Type nicht nachweisen. hj Ph. erosa L. subspec. carneipes Mayr. Taf. V, Fig. 9; Taf. VIII, Fig. 15, 3o. ! Phymata carneipes Mayr, Verh. zool.-bot. Ges. Wien, XV, 442, 1865. ! » breviceps Stäl, Enumeratio, V, i33, 1876. Aehnlich gebaut wie parviceps m., dick und gedrungen. Kopf (Taf. VIII, Fig. 3o) nur wenig länger als breit, Stirnfortsatz klein, wenig vorspringend und schwach gegabelt. Schläfen und Genae, von oben gesehen, scheinbar vorgequollen. Fühler ähnlich wie bei den anderen verwandten Formen, das vierte Glied (ö) etwas kürzer als das zweite und dritte zusammen. Prothorax ähnlich ge- drungen und stark ansteigend wie bt\ parviceps m., in der Mitte der Seitenränder jedoch viel stärker ausgebuchtet, aber nicht scharf ausgeschnitten. Seitenecken viel stärker ent- wickelt als bei parviceps m., deutlich hervorragend und aufgebogen, meist am Ende deutlich ausgeschnitten. Längskiele stark entwickelt, meist glatt und glänzend, sowie die Seitenränder oft etwas wulstartig. Kiel des Scutellums mächtig entwickelt, meistens fast knopfartig verdickt und nicht granulirt. Fläche der Mittelbrust meistens spärlich, selten etwas stärker gekörnt. Der Prothorax im Ganzen nicht so rauh wie bei parvi- ceps, an der Seite nicht oder nicht stark borstig, nur vorn granulirt, hinten massig stark und grob, oft ziemlich verwischt punktirt. Corium kaum mit Körnchen besetzt, Membran gebräunt. Vorderschenkel meistens deutlich weniger wie doppelt so lang als breit, massig stark granulirt. Hinterleib immer breit und gedrungen, bei den Männchen in der Regel scharf eckig, bei den Weibchen mehr abgerundet. Die drei ersten Connexiva hinten nicht deutlich vorragend. Färbung meist grell und scharf aus- l68 Ant. Handlirsch. gesprochen, der Grundton in der Regel dunkel, mehr rothgelb, die gewöhnlichen Zeich- nungen fast immer dunkel rothbraun, höchstens die Binde des Hinterleibes bei den Männchen schwarz. Beine oft röthlich. 7 — 10 Mm. Ich untersuchte 3o Exemplare aus Brasilien (Bahia, Rio de Janeiro. Espi- rito Santo etc.) und aus Columbien (Bogota etc.), Eigenthum der Museen in Wien, Paris, Stockholm und der Herren Montandon und Noualhier, darunter dieTypen von Mayr (Wien) und Stäl (Stockholm). Ein kleines Exemplar aus Brasilien hat etwas längeren Kopf und schwächer entwickelten Kiel des Scutellums, es nähert sich dadurch mehr meiner Subspecies parva. Einige Exemplare aus Temax in Yucatan (leg. Gaumer), die mir durch Herrn G. C. Champion aus der Sammlung Godman zugeschickt wurden, sind ähnlich wie die brasilianischen Exemplare, aber etwas rauher und im männlichen Geschlechte mehr schwarz gezeichnet; ihr Hinterleib ist sehr breit, aber an den Seiten mehr abgerundet, der Kiel des Scutellum sehr stark, aber mit einigen Körnchen besetzt. Sonst gleichen diese Exemplare den typischen carneipes Mayr und sie beweisen wohl, dass auch diese scheinbar gut charakterisirte Form noch nicht als »Species« aufgefasst werden kann. Wären die genannten Stücke aus Yucatan kleiner, so hätte ich sie wahrscheinlich unter parva m. eingereiht. Der von Mavr angegebene Fundort in Nordamerika (Georgia! beruht auf einer falschen Etikettirung, wie sie unter dem alten Materiale jeder Sammlung leider nur zu oft vorkommt. i) Ph. erosa L. subspec. ciiinaiiiourcci m. Tat". VIII, Fig. 14. Aehnlich gebaut wie carneipes Mavr. Kopf ganz ähnlich wie bei dieser Form, Schläfen und Genae vorgequollen, Stirnfortsatz klein, gegabelt. Fühler ähnlich wie bei den verwandten Formen. Pro- thorax (Taf. VlII, Fig. 14) stark gewölbt und ähnlich wie bei carneipes Mayr hoch ansteigend, viel stärker als bei Dos^otana m., aber durch den schärferen Ausschnitt wieder mehr mit dieser übereinstimmend als mit jener. Seitenränder stark entwickelt, hinter dem Mittelausschnitte stark aufgerichtet, aber kaum ausgeschnitten, mehr breit abgerundet. Kiele sehr deutlich, weder höckerartig vortretend, noch wulstartig. Kiel des Scutellum gut entwickelt, aber im Gegensatze zu carneipes Mayr ähnlich deutlich granulirt wie bei Bngotana m. oder parva m. Mitteihrustseiten nur spärlich mit un- scheinbaren Körnchen besetzt. Pronotum nur in der vordersten Partie deutlicher gra- nulirt, nicht rauh oder beborstet; Punktirung massig grob und schütter. Corium fast ohne Körnchen. Membran beraucht. Hinterleib breit und dick, ganz ähnlich wie bei carneipes Mayr gebaut. Vorderschenkel massig granulirt, beim cT fast doppelt so lang als breit. Die Färbung ist bei allen neun von mir untersuchten Exemplaren gleich, sehr grell und auffallend, c' und 9 sind hellgelb; ein breites scharfes Band über das Abdomen und die Seitenecken der Ventralseite, die hintere Partie des Pronotum, das Scutellum und die Seiten der Mittel- und Hinterbrust schön zimmtbraun, ebenso ein Theil des Corium und das Endglied der Fühler. 7 — 9 Mm. Diese Subspecies ist nahe verwandt mit parva m., carneipes Mayr und Bngotana m.; von der erstgenannten Form, die oft ganz ähnlich gezeichnet ist, unterscheidet sie sich durch die Grösse und den weniger unebenen und glatteren Thorax, von carneipes Mayr durch den verschiedenen Kiel des Scutellum und die Form der Prothoraxränder, von Bogotana m. endlich durch den dickeren, nicht so schlanken und nicht so flachen Körper und das stärker erweiterte .\bdomen, von beiden überdies durch die Farbe. Monographie der Phymatiden. l6g Alle neun mir vorliegenden Exemplare (cf und 9) stammen aus Brasilien (Matto grosso, Espirito Santo etc.) und sind Eigenthum der Museen in Wien, Paris und Berlin. k) Ph. erosa L. subspec. Bogotana m. Aehnlich wie carneipes Mavr und ciniiamcmea m. gebaut, aber nicht so gedrungen, etwas flacher und der Hinterleib schlanker. Kopf ähnlich wie bei carneipes Mayr, meistens aber etwas länger; Stirnfortsatz deutlicher vorragend, gegabelt; Schläfen und Genae erscheinen weniger vorgequollen. Fühler ganz ähnlich wie bei den verwandten Formen. Prothorax nach vorne zu etwas breiter und nicht so dick wie bei carneipes Mayr, entschieden weniger steil an- steigend als bei dieser und bei parviceps m., seine Kiele nicht wulstartig und höch- stens undeutlich höckerig; die stark comprimiiten, erweiterten Seitenränder mit einem kleinen, aber ziemlich scharfen und tiefen Mittelausschnitt, ähnlich wie bei cinnamo- niea m., hinter diesem Ausschnitt deutlich aufgebogen und an der Seitenecke flach ausgebuchtet. Das ganze Pronotum nicht sehr rauh, nur vorn stärker granulirt und hinten massig punktirt. Kiel des Scutellum gut entwickelt, granulirt. Vorderschenkel massig granulirt, meistens [o) doppelt so lang als breit. Corium kaum mit Körnchen besetzt, Membran beraucht. Hinterleib flacher und schlanker als bei carneipes Mavr und den anderen verwandten Subspecies, nicht so stark verbreitert und eckig, an den Seiten mehr sanft geschwungen. Fast alle Exemplare sind licht, fahlgelb, die cT am Pro- notum etwas dunkler, Querbinde des Hinterleibes selten sehr dunkel. 7 — 10 Mm. Ich untersuchte 18 cT und 9 aus Bogota, Eigenthum der Museen in Stockholm, Wien und Brüssel. 2 — 3 Exemplare (d) haben den Hinterleib breiter als die Mehr- zahl und den Thorax etwas stärker gewölbt; bei dem einen dieser Exemplare sind auch die Vorderschenkel nicht viel mehr als i'/^ mal so lang als breit. Es ist also diese Sub- species keineswegs ganz scharf begrenzt und durch die eben erwähnten Stücke mit car- neipes Mayr verbunden. 1) Pli. erosa L. subspec. communis m. Taf. VIII, Fig. 19. 20. Cimex erosiis Linn£, Syst. Nat., X, 443, 1758. » » Sulzer, Kennz. der Ins., 27 (nee figura!), 1761. » j> Linne, Syst. Nat., XII, 718, 1767. » (scorpio) ovat. depress. Degeer, Memoires, III, 350, Taf. 35, Fig. i3, 1/73. » erosus IVlüiler, Linne's Naturs., V (l), 483, 1774. Acanthia erosa Fabricius, Spec. Ins., II, 337, 1781. » » I. Mant. Ins., II, 279, 1787. Cimex erosus Roemer, Gen. Ins., 15 (nee figura!), 1789. » 3 Gmelin, Syst. Nat., XIII, I (4), 2126, 1789. Syrtis erosa Fabricius, Syst. Rhyng., 121, l8o3. Phrmata erosa Latreille, Hist. Nat., XII, 245, 1804. » » Lamarck, Hist. Nat., III, 507, 1816. Svrtis erosa Latreille, Tabl. Encycl., Taf. 374, Fig. 6, 1818. t Phymata erosa St. Fargeau et Serville, Encycl. method., X, 1:0, 18:5 pp. '; Discomenis erosus Laporte, Essai, Taf. 51, Fig. 4, i832. l Phymata fasciata Stäl, Rio Jan. Hern., 59, 1860 pp. ? » erosa (L.) Stäl, Enumeratio, V, i33, 1876. ! > fasciata Stäl, Enumeratio, V, l33, 1876 pp. 170 Ant. Handlirsch. Ziemlich kurz und breit gebaut. Der Kopf älinlicli wie bei den nordameriivani- schen Formen, immer entschieden länger als breit. Stirnfortsatz immer über das Ende des ersten Fühlergliedes hinausragend, am Ende deutlich gegabelt, oben deutlich ge- furcht; Dornhöci\er ober und vor den Ocellen in der Regel gut entwickelt. Schläfen und Genae, von oben gesehen, nicht stark hervortretend. Fühler ähnlich wie bei der Mehrzahl der Subspecies, das vierte Glied beim o^ immer etwas kürzer, beim 9 um '/^ — '/j kürzer als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen. Pronotum (Taf. VIII, Fig. ig, 20) sehr breit, seine stark comprimirten Seitenränder breit, in der Mitte schwach ausgebuchtet oder nur geschwungen, niemals mit einem grossen tiefen Ausschnitte. Seitenecken gut entwickelt, aufgebogen und in eine schief nach oben und aussen oder mehr nach hinten gerichtete Spitze ausgezogen, hinter dieser Spitze etwas ausgebuchtet und oft gegen den Hinterrand zu mit einer zweiten kleineren Spitze. Kiele gut ent- wickelt, weder wulstig, noch in deutliche Höcker emporgezogen. Mittelkiel des Scu- tellum normal entwickelt und deutlich granulirt. ßrustseiten verhältnissmässig reichlich, meistens auch auf der Fläche deutlich gekörnt. Corium höchstens mit ganz verein- zelten Körnchen besetzt, Membran schwach beraucht. Vorderbeine kurz und ge- drungen, die Schenkel aussen deutlich granulirt. Hinterleib in der Grundform rhom- bisch, breit und kurz, bis zum vierten als Ecke vortretenden Segmente allmälig erweitert, immer breiter als der Thorax. Connexiva ganzrandig, hinten nicht in Spitzen ausge- zogen. Pronotum hinten grob punktirt, an den Seitenrändern grob gekörnt, vorn etwas zerstreut granulirt, nicht besonders rauh und nicht mit Börstchen besetzt. Con- nexiva etwas granulirt. Färbung nicht sehr variabel, der Grund mehr oder weniger lichtgelb. Die Oberseite des Kopfes und der hinteren Partie des Thorax mehr oder minder verdunkelt, beim c meistens schwarz; Hinterleib mit dunkler, brauner oder — — bei den meisten Männchen — schwarzer Querbinde, welche oft auf die Seitenecken des Bauches übergreift. Corium gelb, an der Basis und am Ende verdunkelt, Beine licht, ebenso die Fühler, mit Ausnahme des dunklen Endgliedes. 7 — g Mm. Ph. erosa subspec. communis ist von den vorhergehenden Subspecies, welche ähnlich gedrungen gebaut sind, an der Form des Thorax und an dem längeren Kopfe leicht zu unterscheiden; sie scheint in Brasilien sehr weit verbreitet zu sein. Ich unter- suchte ungefähr So Exemplare aus Matto grosso, Bahia, Parana, Rio de Janeiro, Casapava, Pernambuco, La m bare, Sao Leopold o, .\llegrette, Sta. Cruz de la Sierra, aus Neu-Freiburg und aus Paraguav. Von den angeführten Synonymen bezieht sich nur fciscnita Stäl sicher auf diese Subspecies, jedoch nur zum Theil, denn Stäl hat auch Exemplare der Subspecies Clii- lensis m. ah fasciata bezeichnet. Alle übrigen Synonyme sind fraglich und können sich auch auf parva m. oder Linnei m. beziehen; das letztere scheint mir wenigstens für die Citate der Werke Linne's und Degeer's sogar am wahrscheinlichsten. Sub- species communis m. ist mit den nun vier folgenden am nächsten verwandt. m) Ph. erosa L. subspec. Linnei m. Taf. VllI, Fig. 17. i Ciynex crofus Linnc, Syst. Nat.. X, 443, 1758. r » » Sulzer, Kennz, der Ins., 27 (nee figural), 1761. ? » » Linne, Syst. Nat., XII, 718, 1767, r » (scorpio) ovat. depress. Degeer, Menioires, III, 350, Taf. 35, Fig. i3, 1773. ? j» erosus Müller, Linne's Natursyst., V (i), 483, 1774. : Acanthia erosa Fabriqius, Spec. Ins., II, 33/, 1781, Monographie der Phymatiden. 17 1 AcLinthia erosa Fabricius, Mant. Ins., II. 279, 1787. Cimex erosiis Roemer, Gen. Ins., 15 (nee figura!), 1789. » » Gmelin, Syst. Nat , XIII, I (4), 2126, 1789. Syrtis erosa Fabricius, Syst. Rhyng., 121, i8o3. Phymata erosa Latreille, Hist. Nat., XII, 245, 1804. » » Lamarck, Hist. Nat., III, 507, 1816. » s St. Fargeau et Serville, Encycl. method., X, 120, 1825 pp. !> » (I, ) Stäl, Enumeratio, V, i33, 1876. Ich verwende den Namen Linnei für zwei Exemplare (cT), welche in Bezug auf die meisten Merkmale mit communis m. übereinstimmen, sich aber doch durch die Form des Thorax leicht unterscheiden lassen. Von diesen Exemplaren stammt eines aus Surinam, dem locus classicus der alten Pli. erosa von Linne und Degeer. Von allen mir bekannten Exemplaren der Ph. erosa s. 1. stimmen diese zwei am besten mit den erwähnten alten Beschreibungen und Abbildungen überein, so dass wir wohl mit ziem- licher Sicherheit annehmen können, die Subspecies Linnei m. sei die ursprüngliche alte erosa von Linne und Degeer. Kopf und Fü hier sind ganz ähnlich wie bei communis m. Der T horax(Taf. VIII, Fig. 171 ist an den Seitenrändern mit einem sehr grossen, tiefen Ausschnitte versehen, hinter demselben aufgebogen und in eine grössere, mehr nach vorne als nach aussen gerichtete Spitze ausgezogen, hinter derselben ausgebuchtet und mit einer zweiten kleineren Spitze versehen. Kiele des Pronotum und Scutellum ähnlich wie bei com- munis m., die ßrustseiten auf der Fläche weniger granulirt als bei dieser Form, ebenso die Schenkel an der .\ussenseite. Flügel gleichfalls ganz ähnlich, die Membran gegen die Basis zu stärker beraucht. Hinterleib ganz wie bei communis m., breit und scharf eckig. Auch die Färbung ganz wie bei der genannten Subspecies; auf den Conne- xiven 3 und 6 liegen je zwei kleine dunkle Flecken, wie sie Degeer abbildet. 7 Mm. I G aus dem Hamburger Museum (»Surinam. Alte Sammlung«), i o aus dem Leidener Museum (»Latreille, Amerika, Sj^rtis erosa Fabr.«). n) Ph. erosa suhspec. chilcnsis m. ': S\-rtis cariiiata Fabricius, Syst. Rhyng, 122, iSo3. Phrmata ■> Blanchard, Gay's Hist. de Chile, \"1I, 207, Tat'. 2, Fig. 12, 1852. ! » faxciata Stäl, Rio Jan. Hern., 59, 1860 pp. !.- » carinat..j » Hem. Fabric, I, 93, 1868. (1 » fasciata » Enumeratio, V, l33, 1876 pp. \lr » carinata ■> ibid., l33, 1876. Etwas schlanker als communis m. und etwas grösser als die Mehrzahl der Exem- plare dieser Subspecies. Der Kopf und die Fühler sind ganz ähnlich wie bei com- munis, der Thorax fast ganz gleich, aber in der Regel an den Seitenecken noch weniger spitzig, in der Mitte des Seitenrandes nur leicht und flach ausgebuchtet. Flügel gleich- falls ähnlich, die Membran nur schwach beraucht. Beine fast ganz wie bei communis m., die Vorderschenkel aussen deutlich granulirt. Mittelbrustseiten auf der Fläche massig stark, aber deutlich granulirt. Kiel des Scutellum einfach, granulirt. Hinter- leib nicht so kurz und breit wie bei communis m., aber seitlich gleichfalls eckig, bis zum vierten Segmente allmälig erweitert. Connexiva ganzrandig. Färbung ähnlich wie bei communis m., vielleicht im Allgemeinen nicht so grell. Die vordere Partie des Pronotum in der Mitte meistens so gefärbt wie die hintere; Zeichnungen selten so rein schwarz wie bei communis m. 8 — 10 Mm. 172 Ant. Handlirsch. Ich untersuchte ungefähr 50 Exemplare aus Chile und i Exemplar aus Peru. Ein von Stftl als cariiuxta F. bestimmtes 5' gehört zu dieser Form. Ich bin aber trotz- dem nicht ganz überzeugt, dass auch jenes Exemplar, welches Fabricius und nachher auch Stäl unter diesem Namen beschrieb, zu cliilensis m. gehört. Die Angabe Stäl's über die relative Kürze des Kopfes im Vergleiche zu erosa (Hern. Fabriciana, gS) stimmt nicht recht überein und würde eher auf carneipes-'ähnliche Formen verweisen. Wenn man annimmt, dass Stäl damals als ernsa eine Form aus Nordamerii• Fieber, Europ. Hemipt., 34, 1861. » Walker, Catalogue, VI, 170, 172, 1873. » Stäl, Enumeratio, V, i32, 1876, Kopf in der Richtung der Längsachse stärker entwickelt, fast cylindrisch, mit flach gerundeten Seiten; weder ober den grossen gewölbten und abgerundeten Facett- augen, noch unter denselben ist eine Fühlerrinne zu sehen. Kein Stirnfortsatz ent- wickelt; Tylus ziemlich deutlich begrenzt, nicht vorragend. Ocellen immer sehr deut- lich, hinter der Mitte auf dem Scheitel liegend. Die Juga umschliessen fast becherförmig die Fühlerbasis. Genae an der Vorderseite des Kopfes unter den Fühlern zusammen- stossend und daselbst mit je einer deutlichen Fühlerrinne versehen. Bucculae gut geschieden, vorn nicht vereinigt und die kleine Oberlippe freilassend. Unterseite des Kopfes mit einer gut begrenzten Rinne, die nur Raum zur Auf- nahme des kräftigen Rüssels bietet, dessen erstes (zweites) Glied am längsten ist und dessen kurzes drittes (viertes) oder Endglied wie bei Phj-mata spitz zuläuft. Die Fühler sind nach demselben Principe gebaut wie bei Phymata, aber in der Regel dicker und kürzer; die zwei mittleren Glieder sind nie so dünn und schlank, und das Endglied (viertes) ist bei den meisten Arten sehr dick keulenförmig oder knopfartig. In der Ruhe werden die Fühler nicht wie bei Phy- mata auf die Seite gelegt, sondern nach unten geschlagen, so dass sich ihr erstes Glied in die Rinne an der Vorderseite der Genae legt, während sich die folgenden Glieder dem Rüssel anschmiegen. An der Seite des Thorax ist keine Fühlerrinne zu bemerken. Die Seitenränder des Pronotum sind nie mit einem comprimirten Rande versehen, nie wie bei Phymata gelappt oder gezackt. Die vordere, mehr kegelförmige Partie des Prothorax ist von der breiteren, verschieden gestalteten hinteren Partie meistens sehr deutlich geschieden; auf der Oberseite sind fast immer eine deutliche Mittelfurche und zwei nach hinten diver- gente, bei den einzelnen .Arten verschieden entwickelte Kiele zu sehen. Das Scutellum ist immer mächtig entwickelt und erreicht das Ende des Hinterleibes; es ist breit zungen- förmig, hinten abgerundet, meistens mit einem Mittelkiel versehen und bedeckt den grössten Theil der Flügel und des .Abdomen. Ecken der Vorderbrust vorgezogen. IV* -<^>' Fig. 18. Kopf von M. tiiberosus Westvv. l82 Ant. Handlirsch. Corium der Vorderflügel schmal, die Membran gross und gut entwickelt, ihre dritte (scheinbar erste) Längsader einfach, nicht verzweigt. Zwischen der fünften und siebenten Ader liegen zwei sehr grosse Zellen, im Uebrigen sind auch diese Längsadern nicht verästelt, und das Geäder erscheint dadurch viel ein- facher als bei Phymata. Hinterflügel mit deutlichem Hamus. Zwischen der sechsten und achten Concavader liegt eine einfache, zwischen der achten und zehnten eine getheilte Convexader; der Anallappen ist deutlich. Die Vorderbeine sind ähnlich wie bei Phymata nach dem Mantis-'Yypns, gebaut, ihre Hüften stark ent- wickelt, ebenso die Schenkel, an deren untere Kante sich die gekrümmte Tibie anschliesst. An der Aussenseite dieser Tibie ist höchstens die Andeutung einer Rinne vorhanden, in der ich jedoch, selbst bei Anwendung star- ker Vergrösserungen, keine Spur eines Tarsus wahr- nehmen konnte. Die Mittel- und Hinterbeine sind ganz ähnlich gebildet wie bei Phymata, meistens kurz und kräftig; das erste Glied ihrer Tarsen ist sehr kurz, das zweite — das End- oder Klauenglied — lang und etwas gebogen. Hinterleib in der Grundform mehr oder minder breit herzförmig, selten schmal und mehr elliptisch, oben flach und unten massig gewölbt; im Gegensatze zu Phymata liegt seine breiteste Stelle immer weiter vorn, in der Gegend des zweiten und dritten Segmentes. Die Connexiva sind von bescheideneren Dimensionen als bei den meisten Phymaten, in der Regel einfach ganzrandig, nicht so verschieden gestaltet wie bei diesen. Die Genitalsegmente sind im Wesentlichen ganz ähnlich wie bei Phymata, Integument, Sculptur und Färbung verhalten sich gleichfalls ähnlich. Die Macrocephahis-h.TX.tn sind im Allgemeinen nicht so variabel wie jene der Gattung Phymata; sie bewohnen ausschliesslich Amerika. Fig. ig. Macrocephalus iiotcitns Westw. Tabelle zur Bestimmung der Arten. 1 Körper und besonders der Thorax reichlich mit borstentragenden, spitzigen Höckerchen besetzt 2 — ohne borstentragende Höckerchen 3 2 Kiele des Pronotum in deutliche Höcker emporgezogen. 6-5 — 8-5 Mm. Vene- zuela, cf 9 asper Stäl. ohne Höcker. 6-5 — 7-5 Mm. Centralamerika. cf 9 spiculosus Champ. 3 Scheitel und vordere Partie des Pronotum mit starken glatten Warzen; Seiten- ecken des Pronotum doppelt ausgeschnitten; Scutellum zwischen der Basis und der Mitte stark verschmälert, mit feinem einfachen Mittelkiel; Vorderbeine auf- fallend warzig, ebenso der Mesosternalkiel. 8 — 11 Mm. Cuba. d" Q rugosipes Guer. ohne Warzen; auch sonst sehr verschieden 4 4 Auffallend schlank gebaut; das Scutellum 2' ,mal so lang als breit; Seiten des Hinterleibes kaum hervortretend. Kiel des Scutellum einfach, gegen die Basis zu etwas verwischt k Monographie der Phymatiden. l83 Immer viel weniger schlanlx) das Scutellum fast nie mehr wie doppelt so lang als breit; Seiten des Abdomen immer deutlich hervortretend — oder sonst sehr verschieden 7 5 Seitenecken des Pronotum deutlich ausgeschnitten. Hintere Partie des Pro- notum stärker gewölbt, in der Seitenansicht daher deutlicher von der vorderen abgesetzt. (Viertes Fühlerglied des o' dreimal so lang als breit.) 10 Mm. Panama, o" attenuatus Champ. nicht deutlich ausgeschnitten. Hintere Partie des Pronotum schwächer gewölbt, in der Seitenansicht daher kaum von der vorderen Partie geschieden 6 6 Viertes Fühlerglied des o" 4^2 "lal so lang als breit. 10 — 11 Mm. Central- amerika. cT 9 angustatus Champ. — — kaum dreimal so lang als breit. 8-5 Mm. Columbien. cP macilentus Westw. 7 Scutellum ohne deutlichen Kiel, entweder flach oder leicht blasig gewölbt . . 8 — immer mit einem deutlichen sehr verschiedenartigen Mittelkiel, der oft zum Theil blasenartig erweitert ist g 8 Scutellum in der grösseren hinteren Partie abgeflacht; Vorderschenkel aVjmal so lang als breit, schlank, g Mm. Südamerika cT crassimanus Fabr. flach blasenartig gewölbt; Vorderschenkel weniger schlank. 6 Mm. Venezuela. 9 Bergrothi m. g Scutellum mit einer über die ganze Länge reichenden, im Umrisse fast lanzett- förmigen, dachartigen Erhebung, die an ihrer breitesten Stelle das mittlere Drittel des Scutellum einnimmt. Pronotum mit sehr stark entwickelten Höckern auf den Kielen; seine Seitenecken breit abgestutzt, fast zweibuchtig. (Endglied der Fühler dick, nicht viel länger als die zwei vorhergehenden Glieder zusam- men.) II — 12 Mm. Brasilien, cf § affinis Guerin. — entweder mit einem einfachen Mittelkiel oder im Basaltheile mit einer flachen blasenartigen Erhebung von verschiedener Form, oder sonst sehr verschieden 10 10 Scutellum mit einer flachen, blasenartigen, mehr oder minder breiten, verkehrt lanzett- bis spiessförmigen oder fast elliptischen Erhebung, die von der Basis bis zur Mitte oder über die Mitte hinaus reicht und sich dann als feiner Kiel bis zum Hinterende fortsetzt. Kiele des Pronotum manchmal mit deutlichen Höckern 11 — ohne oder nur mit einer kurzen blasigen Erweiterung an der Basis. Kiele des Pronotum immer ohne Höcker ig 1 1 Blasenartige Erhebung des Scutellum nach hinten nicht scharf begrenzt, fast elliptisch. Kiele des Pronotum ohne Höcker. 6-5 Mm. Venezuela. 0" vesiculosa m. — meistens sehr gut begrenzt und anders geformt, verkehrt lanzett- bis spiessförmig. Pronotum manchmal mit Höckern. Grössere Arten 12 12 Nordamerikanische Arten. Blasenartige Erhebung des Scutellum nie sehr breit. Pronotum ohne Höcker i3 Süd- oder centralamerikanische Arten. Erhebung meistens breiter. Pronotum manchmal mit Höckern 14 i3 Blasenartige Erhebung an der breitesten Stelle weniger als '/j der Breite des Scutellum einnehmend: Fig. 21. Viertes Fühlerglied des o" dreimal so lang als breit, zweimal so lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen, g-5 bis II Mm. Nordamerika. (S § manicatus Fabr. 184 Ant. Handlirsch. Blasenartige Erhebung an der breitesten Stelle ein Drittel des Scutellum be- deckend: Fig. 20. Viertes Fühlerglied (d) 2^3 mal so lang als breit, 1^/3 mal so lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen. 9 — io'5 Mm. Nord- amerika, d' $ cimicoides Swed. 14 Kiele des Pronotum stark hervortretend, fast höckerarlig, dessen Seitenecken deutlich aufgebogen 15 nicht höckerartig, Seitenecken nicht deutlich aufgebogen .... 16 15 Hinterleib bei dem o länger als breit, bei dem 9 so lang als breit; die Conne- xiva des zweiten und dritten Segmentes im männlichen Geschlechte etwas länger als breit, cf : drittes Fühlerglied fast doppelt so lang als breit, viertes mehr als dreimal so lang als breit, doppelt so lang als das zweite und dritte zusammen. 9 : viertes Fühlerglied 2-/3 mal so lang als breit, i '/^ mal so lang als das zweite und dritte zusammen. 85 — 9-5 Mm. Venezuela, d" J Reuteri m. — in beiden Geschlechtern nicht länger als breit; das zweite und dritte Con- nexivum des ö' so lang als breit, o': drittes Fühlerglied etwas mehr als i '/^ rn^l so lang als breit, viertes 2^3 nial so lang als breit, i '/, mal so lang als das zweite und dritte zusammen. 9 : viertes Fühlerglied doppelt so lang als breit, ebenso lang als das zweite und dritte zusammen. 8 — 10 Mm. Brasilien. cT 9 crassus m. 16 Seitenecken des Pronotum deutlich gekerbt 17 nicht gekerbt 18 17 (^: drittes Fühlerglied doppelt so lang als breit, viertes 2-/3 mal so lang als breit, i^/^mal so lang als das zweite und dritte zusammen. 9: drittes Fühlerglied 2^/3 mal so lang als breit, viertes fast dreimal so lang als breit, 1^/2 mal so lang als das zweite und dritte zusammen, g — 11 Mm. Centralamerika und nörd- licher Theil Südamerikas, d^ 9 notatus Westw. cT: drittes Fühlerglied i'^/^mal so lang als breit, viertes 2'/, mal so lang als breit, i'/^mal so lang als das zweite und dritte zusammen. 9: ähnlich wie beim o", viertes Glied kaum oder gar nicht länger als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen. 9 — 11 Mm. Brasilien, d' 9 tuberosus Westw. 18 Blasige Erhebung des Scutellum lang und schlank, reichlich punktirt. Körper reichlich granulirt und schlank. 8 Mm. Nicaragua, o' aspersus Champ. kurz und breit, glatt. Körper nicht auffallend granulirt, breit und gedrungen. 7 — 8-5 mm. Panama, d' 9 Panamensis Champ. 19 Drittes Fühlerglied beim cf dreimal, beim 9 fast viermal so lang als breit. Viertes Glied fast viermal so lang als breit, ebenso lang als das zweite und dritte zusammen. Thorax flach, mit schwachen Kielen. Scutellum mit einfachem, scharfem Mittelkiel, zwischen der Basis und der Mitte stark verschmälert, g bis 10 Mm. Centralamerika. d" 9 granulatus Champ. stets viel kürzer; auch sonst sehr verschieden 20 20 Endglied der Fühler (rf') ungefähr sechsmal so lang als breit, mehr als doppelt so lang als das zweite und dritte zusammen. Der feine Mittelkiel des Scutellum liegt auf einer schmalen, fast dachförmigen Erhebung und ist bis zur Spitze gleichmässig entwickelt. Körper schlank und ziemlich gross. 9 — 9-5 Mm. Centralamerika. d^ ^ Fallen! Stäl. viel kürzer. Auch sonst sehr verschieden. Meist kleinere Thiere von breiterem, gedrungenerem Körperbau 21 Monographie der Phymatiden. 185 21 Scutellura mit einer breiten, verkehrt spiessförmigen, nahe bis zur Mitte reichen- den blasenartigen Erhebung. 7 — 8-5 Mm. Panama. cT 9 Panamensis Champ. — ohne Erhebung oder mit einer viel kleineren und anders geformten ... 22 22 Scutellum an der Basis mit einer ' ^ der Länge einnehmenden dreilappigen, ganz glatten Erhebung. Seitenecken des Pronotum aufgebogen. 7 Mm. Cuba. 5 Westwoodi Guer. ohne oder höchstens mit einer kleinen, schmalelliptischen, glatten blasigen Erhebung oder mit einer weisslichen lappigen Zeichnung 23 23 Das erste Drittel des Scutellarkieles zu einer glatten, gelben, fast elliptischen Blase erweitert. Endglied der F'ühler dreimal so lang als dick, i '/, mal so lang als die zwei vorhergehenden zusammen. Seitenecken des Pronotum deutlich ausgeschnitten. 6 Mm. Brasilien, ö" parvulus m. Höchstens das erste Viertel des Scutellarkieles erweitert. Endglied der Fühler kürzer 24 24 Scutellum etwas mehr wie doppelt so lang als breit, das erste Viertel seiner Basis zu einer fast elliptischen, gelben, glänzenden Blase erweitert. Hinterleib (ö'') um '/^ länger als breit, kaum breiter als der Thorax. Viertes Fühlerglied etwas weniger wie 2 V2 t"*! so lani^ als breit, kaum i ^3 mal so lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen. 7 Mm. Nordamerika (?). cT gracilis m. — höchstens doppelt so lang als breit oder sonst sehr verschieden .... 25 25 Insulare Arten 26 Continentale Arten 27 26 Körper ziemlich flach, kleiner und zarter gebaut. Abdomen länger als breit. 5 — 5-5 Mm. Cuba. d" 9 pulchellus Westw. — dicker und grösser. Hinterleib nicht länger als breit. 6 — 7-5 Mm. Haiti. cT 9 leucographus Westw. 27 Scutellum i^/^mal so lang als breit. Körper sehr kurz und gedrungen. Punk- tirung des Scutellum hinten bedeutend feiner als vorn und auf dem Pronotum 28 — fast doppelt so lang als breit. Körper entschieden schlanker. Punktirung des Scutellum gröber 2g 28 5-5 Mm. Brasilien. 9 (cf. descriptionem) Mopsus m. 6-5 Mm. Centralamerika. 9 (cf. descriptionem) inaequalis Champ. 29 Von der Seite gesehen erscheint der Thorax nur sehr schwach gewölbt und die Basis des Scutellum kaum eingedrückt. Punktirung des Scutellum durch- aus sehr grob. 5-5 — 6-5 Mm. Nord- und Centralamerika. c? 9 prehensilis Fabr. stärker gewölbt und die Basis des Scutellum deutlich eingedrückt 3o So Punktirung des Scutellum etwas feiner. Wölbung des Pronotum stärker. Vorder- partie des Prothorax (ö') gelb. 6 — 6-5 Mm. Centralamerika. cT 9 (c f. de- scriptionem) lepidus Stäl. — gröber. Wölbung des Pronotum etwas schwächer. Vordere Partie des Pronotum (cf) dunkel (cf. descriptionemV 6 — 6'5 Mm. Centralamerika Stall m. i86 Ant. Handlirsch. I. Macrocephalus cimicoides Swederus. Taf. IX, Fig. 26. Macrocephalus cimicoides Swederus, Vet. Akad. nya Handl , VIII, 185. Tat'. 8, Fig. i, 1787. Plirmata macrocephalus Lamarck, Hist. Nat., III, 307. 1816 pp. [Macrocephalus manicatus Burmeister, Handbuch, II, 252, iSSj. r >- cimicoides Brülle. Hist. Nat., 348, 1835 pp. ? ' » » Blanchard, Hist. Nat., III, 114, 1840. V i> Westwood, Trans. Ent. Soc. Lond , III, 23, Taf. 2, Fig. 5, 1843. ! » o Stdl, Hern. Fabric, I, 94, 1868. ! » ^ „ Enumeratio, V, i35, 1876. Kräftig, aber nicht auffallend gedrungen gebaut, massig flach. Kopf oben ohne Höcker, ßucculae sowie die Ränder der Rüsselrinne sehr deut- lich mit Wärzchen besetzt. Erstes Rüsselglied nicht länger als das zweite. Fühler (Taf. IX, Fig. 26) kurz und dick, ihr erstes Glied, von der Seite gesehen, nicht länger als breit, das zweite fast kugelig, das dritte eiförmig, i''., mal so lang als breit, das dicke Endglied beim cj' nur 2^/3 mal so lang als breit und nur um ^j^ länger als das zweite und dritte Glied zusammen, beim 5 etwas kürzer als beim d^. Pronotum deutlich gewölbt, mit gut ausgeprägtem Mittelein- druck und deutlichen, nicht höckerartig emporragenden Kielen; seine Seitenecken sind nicht nach oben gerichtet und deutlich ausgeschnitten. Ecken der Vorderbrust nicht in eine Spitze ausgezogen und nicht dornig, nur mit zahlreichen rundlichen Wärzchen besetzt. Mesosternalkiel ein- fach, nicht warzig. Scutellum flach, ungefähr 2^/3 mal so lang als breit, seine Seitenränder vor der Mitte etwas geschwungen; von der Basis bis zur Mitte reicht eine verkehrt spiessförmige, ziemlich flache, glatte Er- hebung, welche sich nach hinten rasch verjüngt und in einen feinen Mittelkiel ausläuft. Die Breite dieser Erhebung beträgt immer mindestens Fig. 20. M. cimicoides Swed. cf Scutellum. ein Drittel von jener des ganzen Scutellum. Der Hinterleib erscheint im Umrisse fast herzförmig, ist breiter als der Thorax und erreicht seine grösste Breite an der Grenze des zweiten und dritten Segmentes. Con- nexiva ganzrandig, weder eckig vorragend, noch ausgebuchtet. An der Oberseite erscheinen die Connexiva des zweiten und dritten Segmentes so breit als lang. Bei gefalteten Flügeln ragt an der breitesten Stelle des Hinterleibes ausser den ganzen Connexiven noch ein schmaler Streif der Dorsalplatten hervor. Vorderhüften fast doppelt so lang als breit. Schenkel etwas mehr wie doppelt so lang als breit, von der Basis bis zur Mitte allmälig erweitert, an der Basis so wie die Coxen mit einigen nicht sehr auffallenden Wärzchen. Mittel- und Hinterschenkel unten mit zahlreichen Dornwarzen besetzt. Der Kopf, die vordere Hälfte des Pronotum und die Thoraxseiten zeigen nur eine feine Sculptur mit zahlreichen feinen Körnchen. Der hintere Theil des Pro- notum und das Scutellum, letzteres besonders an der Basis, sehr grob und unregel- mässig grubig punktirt, reichlich mit feinen lichten Schüppchen besetzt. Grundfarbe ist ein mehr oder weniger dunkles Braunroth, die spiessförmige Erhebung des Schildchens immer lichtgelb. Kopf, F"ühler und der hintere Theil des Pronotum und des Scutellum oft verdunkelt. Quer über die Mitte des Pronotum zieht eine lichtere Binde. Corium gegen die Basis zu gelblich, die .Membran gebräunt, g — io'5 Mm. Monographie der Phymatiden 187 Untersucht wurden: 2 cf aus Florida (Coli. Montandon), i cf aus Georgia (Mus. Berolin.), von Burmeister erwähnt, i 5 aus Canada (Boisduval in Mus. Leiden), i 9 (Coli. Paykull im Mus. Stockholm) mit der Bezeichnung -^wanicata« von Fabricius. Das letztgenannte Exemplar ist trotzdem nicht als Type des mani- catiis aufzufassen, denn Fabricius sagt nach der Beschreibung ausdrücklich: Caro- lina. Mus. dorn. ßosc. Ich zweifle nicht, dass die oben beschriebene Art wirklich mit der von Swederus beschriebenen Form (aus Georgien) identisch ist, die Lamarck ganz überflüssiger Weise umgetauft hat. Burmeister hielt, so wie die meisten anderen Autoren, cimi- coides für identisch mit manicatus Fab., scheint aber an die Priorität des ersteren Namens gar nicht gedacht zu haben. Westwood copirt die Originalbeschreibung und Abbil- dung. Bei Brülle und Blanchard ist nicht zu erkennen, ob sie nur cimicoidcs oder auch manicatus vor sich gehabt haben. 2. Macrocephaliis manicatus Fabricius. Taf. I.X, Fig 25. \ Syrtis manicata Fabricius, Syst. Rliyng , 123, i8o3. V » Wulff, Icones, Fase. 5, 167, Taf. 17, Fig. l63, 1811. Phymata macrocephahts Lamarck, Hist. Nat., 111, 507, 1816 pp. '.Syrtis manicata Latreille, Tabl. Encycl., Taf. 374, Fig. 7, 1818. Macrocephaliis manicatus St. Fargeau et Serville, Encycl., X, 120, 1825. f ■• cimicoides Brülle, Hist. Nat., 348, 1835 pp. ? » » Blanchard, Hist. Nat., 111, 114, 1840. » manicatus Westwood, Trans. Ent. Soc. Lond , 111, 23, 1843. ! » cimicoides Stäl, Hem. Fabric, I, 94, 1868. ! » » » Enumeratio, V, 135, 1876. Dem M. cimicoides Swed. ausserordentlich ähnlich. Kopf wie bei cimicoides, die Fühler aber verschieden (Taf. IX, Fig. 25): cT viertes Glied dreimal so lang als breit und doppelt so lang als das zweite und dritte zusammen, die ersten drei Glieder ähnlich vv'ie bei der genannten Art. Pronotum ganz ähnlich, ebenso das Scutellum in Bezug auf die Gesammtform. Der erhabene Mittelfleck ist jedoch viel schmäler und länger, lanzett- förmig, nach hinten ganz allmälig verjüngt und in einen Kiel aus- laufend; seine Breite beträgt selbst an der breitesten Stelle entschieden weniger als ein Drittel von jener des Scutellum. Beine, Flügel und Abdomen ganz ähnlich wie bei cimicoides Swed., ebenso die Scul- ptur und die Farbe. 9-5 — 11 Mm. Untersucht wurden 2 cT aus Texas (Stockholmer Museum), Stäl's Typen, i cf mit der Bezeichnung »Latreille, .Amerika. (Leidener Museum), i g aus Carolina (Coli. Bosc im Pariser Museum), die Type von Fabricius, i 5 ohne Fundort (Pariser Museum), von Amvot als -^manicata« bestimmt, und i 9 mit der wohl irrthümlichen Bezeichnung »Brasilien« (Genfer Museum). Wolf f 's .\bbildung ist zu licht gehalten, lässt die Art aber doch an der Form des Scutellumfleckes erkennen; sein Exemplar stammte aus Carolina. Brülle scheint ausser dieser und der vorhergehenden .Art auch noch notatus Westw. und tiiberosiis Westw. in seinem cimicoides vereinigt zu haben. Westwood copirte die Originalbeschreibung; auch Stäl hax. cimicoides und manicatus Fig. 21. Scutellum von M. manicatus F. i88 Ant. Handlirsch. 3. Macrocephcihis notatus Westwood. Tat'. IX, Kig. 27, 28. Afacroccpimliis cimicoides Brülle, Hist. Nat., 348, l835 pp. V » Blanchard, Hist. Nat., III, 114, 1840 pp. » nutatus Westwood, Trans Ent. Soc, III, 24, 1843 (exci. var.). » incisus Stai. Stett. Em., XXIII. 440, 1862. » cliens » ibid., 440, 18G2. notatus Enumeratio, V, 135, 1876. Fig. 22. Scutellum von M. notatus (^ (incisus St.!) Fig. 23. Scutellum von M. notatus (^ Costarica. Fig. 24. Scutellum von M. notatus (^ Costarica. incisus » ibid., i35, 1876. Mit den beiden vorhergehenden Arten sehr nahe verwandt. Der Kopf ganz ähn- lich, die Fühler verschieden: cf zweites Glied etwas länger als breit, knopfartig, drittes Glied keulenförmig, beinahe doppelt so lang als breit, viertes Glied dick, 2-/3 mal so lang als breit, i^/^mal so lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen; 9 das zweite und dritte Glied ganz ähn- lich wie bei dem cT, das vierte fast drei- mal so lang als breit, etwas weniger wie I '/t 'iTal so lang als die zwei vorhergehen- den Glieder zusammen. Pronotum ganz ähnlich wie bei cimicoides Swed., seine Seitenecken, von hinten betrachtet, nicht nach oben gerichtet, deutlich ausgeschnit- ten. Scutellum in der Form ganz ähn- lich wie bei cimicoides Swed., sein er- habener Mittelfleck von sehr variabler Form, kaum bei zwei Exemplaren ganz gleich, immer aber ziemlich breit lanzett- bis spiessförmig, hinten mehr oder minder unvermittelt in einen Kiel auslaufend, meistens etwas über die Mitte des Scutellum hinausragend und mindestens ein Drittel von dessen Breite einnehmend. Im männlichen Geschlechte ist der Hinterleib etwas schmäler als bei den zwei vorhergehenden Arten; die Oberseite der Connexiva des zweiten und dritten Ringes erscheint länger als breit. Flügel und Beine ähnlich wie bei den vorhergehenden Arten. Sculptur ähnlich wie bei cimicoides Swed. und manicatiis Fab.; die gelbgrauen kleinen Körnchen stellenweise sehr reichlich. Grundfarbe meistens lichter als bei den genannten Arten, besonders im weiblichen Geschlechte oft fast röthlichgelb. Der Kopf mit den Fühlern, die hintere Partie des Prothorax und Scutellum sind bei den Männ- chen mehr oder weniger verdunkelt, oft fast schwarz; der erhabene Theil des Scutel- lum ist immer hellgelb, g — 11 Mm. M. notatus Westw. ist über den continentalen Theil Centralamerikas und den nördlichsten Theil Südamerikas verbreitet. Ich fand kleine individuelle Unterschiede in den Längenverhältnissen der P'ühlerglieder, in der Breite der Connexiva und selbst in der Länge der Seitenecken des Pronotum; auch die Gestalt und Grösse der erhabenen Partie des Scutellum variirt ziemlich stark. Ein Versuch, mehrere Arten zu fixiren, misslang jedoch vorläufig; vielleicht gelingt er einmal an der Hand eines reicheren Materiales. Vorläufig will ich mich darauf beschränken, einzelne mir verschieden er- scheinende Formen näher zu bezeichnen: Monographie der Phymatiden. 189 2 cT aus Costarica haben den Scutellarfleck auffallend kurz und hinten fast jäh abgebrochen (das eine mehr, das andere weniger). Die Ecken des Pronotum sind von normaler Länge, die Connexiva des zweiten und dritten Segmentes schmal. 4 cf aus Mexico haben einen längeren, hinten nicht so unvermittelt verschmä- lerten, mehr lanzettförmigen Scutellarfleck. Pronotum und Connexiva wie bei den oben genannten Exemplaren aus Costarica. Unter diesen Stücken sind die Typen von hicisus und cliens Stäl. 2 d^ aus Guatemala und i cf aus Neu-Granada, letzteres von Stäl als notatus bestimmt, haben die Connexiva des zweiten und dritten Ringes etwas breiter, den Fleck des Scutellum etwas kürzer, den Prothorax jedoch ganz so wie die mexicanischen. 2 o' aus Columbien, Typen zu Westwood's notatus, sind ganz ähnlich wie die Exemplare aus Guatemala und Neu-Granada, nur haben sie etwas kürzere Seitenecken des Pronotum. Bei den weiblichen Individuen kann ich keine solchen Unterschiede finden. Untersucht wurden: i o^ aus Mexico (Coli. Signoret im Wiener Museum), autfallend licht gefärbt, Type zu Stäl 's cliens; i cT aus Mexico (Coli. Signoret im Wiener Museum), autfallend dunkel, Tvpe zu St&l's incistis; i o aus Tabasco ■(Stockholmer Museum), mittelfärbig, Type zu Stäl's incisus; 1 dunkles cT aus Mexico (Pariser Museum), 2 mittelfärbige cT aus Costarica (Coli. Montandon et Noualhier), i dunkles c? aus Guatemala, Escuintla (Wiener Museum), i mittel- färbiges cf aus Neu-Granada (Stockholmer Museum), von Stäl als notatus be- stimmt; 2 ziemlich lichte cT aus Columbien (»Lebas i83o«, Pariser Museum), die Typen von Westwood's notatus; i d" von Sumichrast auf dem Isthmus von Tehuantepec gesammelt (Coli. Montandon), ferner 3 9 von Bilimek in Mexico gesammelt (Wiener Museum), i 9 aus Veragua (Berliner Museum), i 9 aus La- guaira (Coli. Signoret im Wiener Museum) und 2 9 aus Mexico (Pariser und Pest er Museum). Brülle und Blanchard haben wohl auch Exemplare dieser Art unter ihrem cimicoides gehabt. Die von Westwood angeführte Varietät gehört zur folgenden Art. 4. Macrocephalus hiberosiis Westwood. Taf. VII, Fig. 1. '; Macrocephalus cimicoides Brülle, Hist. Nat., 348, 1835 pp. ? » » Blanchard, Hist. Nat., III, 114, 1840 pp, ! I » notatus var. Westvvood, Trans. Ent. Soc, III, 24, 1843. ! j i> tuberosus » ibid., III, 24, 1843. I » obscurus » » » » » ! ( » tuberosus Still, Enumeratio, V, 135, 1876. 1 l » obscurus ibid., i35, 1876. Mit M. notatus Westw. ausserordentlich nahe verwandt. Der Kopf ganz ähnlich. Fühler: cT zweites Glied kaum länger als breit, drittes Glied entschieden kürzer als bei notatus W., nur i '/, mal so lang als dick, viertes Glied 2^/2 mal so lang als breit, bei- läufig I '/., mal so lang als das zweite und dritte zusammen; bei dem 9 ist das zweite und dritte Glied kaum verschieden, das dritte nur wenig länger, das vierte kaum oder gar nicht länger als die zwei vorhergehenden zusammen. Die Ecken des Pronotum sind deutlich ausgeschnitten, nicht nach oben gerichtet; die Längskiele sind nicht in Höcker emporgerichtet. Der erhabene Mittelfleck des Scutellum ist auch bei dieser .A.rt 19° Ant. Handlirsch, etwas variabel, im Allgemeinen ähnlich geformt wie bei den mexicanischen Exemplaren der vorhergehenden Art, breit lanzettförmig; er reicht etwas über die Mitte hinaus und verjüngt sich allmälig zu einem einfachen Kiel. Seine grösste Breite beträgt immer mindestens ein Drittel von jener des Scutellum. Hinterleib ganz ähnlich wie bei notatus Westw., die Connexiva der zweiten und dritten Dorsalplatte im männlichen Geschlechte länger als breit. Beine und Flügel ganz ähnlich wie bei den vorher- gehenden Arten, ebenso die Sculptur und die F'ärbung. 9 — 11 Mm. M. titberosus Westw. ist über den ganzen centralen Theil Südamerikas ver- breitet, also eine typisch brasilianische Art. Ich untersuchte 2 ö" und 6 9 aus Lamhare (Berliner Museum), i 9 aus Cassa- pava, die Type von Westwood's titberosus, i 0' mit der Bezeichnung »Ouest. Capita. Des Mines« (Pariser Museum), die Type zur Varietät des notatus von Westwood, I o' aus Paraguay (Pariser Museum), i c? aus Brasilien (Wiener Museum), i 9 aus Montevideo (Coli. Noualhier), i 9 aus Brasilien (Coli. Sig- noret im Wiener Museum), StAI's Type des M. obscurus und i cT aus Rio de .laneiro (Pariser Museum). 5. Macrocephaliis Reitteri n. sp. Tat'. IX, Fig. 30, 3i. Den beiden vorhergehenden .Arten ungemein ähnlich und nur bei sehr genauer Untersuchung zu trennen. Der Kopf fast ganz wie bei diesen Arten, die Fühler (Taf. IX, Fig. 3o — 3i) etwas länger: c? zweites Glied deutlich länger als breit, nicht so stark knopfartig wie bei notatus W., das dritte fast doppelt so lang als breit, das vierte mehr wie dreimal so lang als breit, doppelt so lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen; 9 zweites und drittes Glied ähnlich wie im männlichen Geschlechte, das vierte 2^/3 mal so lang als breit, nicht ganz i ^/, mal so lang als das zweite und dritte zusammen. Der Körper erscheint im Ganzen etwas mehr gedrungen als bei den ge- nannten Arten, die Kiele des Pronotum treten stärker hervor und bilden beinahe je einen Höcker; die Seitenecken sind entschieden schief nach oben und aussen gerichtet und deutlich ausgeschnitten. Scutellum ähnlich v^'ie bei den vorhergehenden Arten, sein erhabener Mittelfleck reicht etwas über die Mitte und ist sehr breit, verkehrt lanzett- förmig, nach hinten rasch verjüngt, fast wie bei den columbischen Exemplaren des notatus W. Die Connexiva der zweiten und dritten Dorsalplatte sind im männlichen Geschlechte etwas länger als breit. Sculptur und Granulirung sind ähnlich wie bei den genannten Arten, ebenso die Beine und die Flügel. Die Grundfarbe ist bräun- lich- oder röthlichgelb, auf dem Scutellum mehr grau, im männlichen Geschlechte etwas dunkler als im weiblichen; die hintere Hälfte des Pronotum, ein Fleck am Ende des Scutellum, der Kopf und die Fühler des o sind verdunkelt. Fühler des 9 und Beine in beiden Geschlechtern grünlichgelb. 8-5 — 9-5 Mm. 2 cT und I 9 aus der Sammlung des Herrn Bergroth in San Esteban (Venezuela) von Herrn E. Simon im März 1888 gesammelt und i 9 aus Puerto Cabello in Venezuela, von Sievers gesammelt, Eigenthum des Hamburger Museums. Ich erlaube mir diese .Art Herrn Prof. O. M. Reuter zu widmen, dem be- kannten Gelehrten, dessen gediegene .Arbeiten jedem Hemipterologen als Vorbild dienen müssen. Monographie der Phymatiden. igi 6. Macrocephalits crassiis n. sp. Den vorhergehenden Arten sehr ähnlich, aber verhältnissmässig dicker und kürzer. Kopf ganz ähnlich; die Fühler kürzer als bei Reuteri m., beim d" das zweite Glied kaum länger als breit, das dritte etwas mehr wie 1 1/, mal so lang als breit, das vierte 2^/3 mal so lang als breit, i '/^ mal so lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen. Im weiblichen Geschlechte ist das zweite und dritte Glied ähnlich wie im männlichen, das vierte doppelt so lang als breit und gleich lang wie die zwei vorher- gehenden zusammen. Der Thorax erscheint mehr gedrungen, der vordere Theil des Pronotum ist kürzer, und die Seitenecken sind deutlich schief nach aussen und oben ge- richtet, deutlich ausgeschnitten, die Mittelkiele gut entwickelt und hinter der Mitte des Pronotum in je einen zusammengedrückten zahnartigen Höcker ausgezogen. Scutellum mit schwach geschweiften Seitenrändern. Der erhabene Mittelfleck nach iiinten nicht scharf begrenzt, gröber, aber nicht so dicht punktirt wie die Umgebung, bei dem o' schmäler, bei dem 9 breiter verkehrt spiessförmig; er erreicht die Mitte des Scutellum und verschmälert sich nach hinten ziemlich unvermittelt zu einem einfachen Längskiel. Beine und Flügel sind ähnlich wie bei den vorhergehenden Arten. Das Abdomen ist sehr breit, gedrungen und herzförmig, in beiden Geschlechtern nicht länger als breit. Conne.xiva am Rande sehr leicht ausgebuchtet, ihre Ecken daher etwas vortretend. Connexiva der zweiten und dritten Dorsalplatte des c? fast quadratisch. Hinterende des 9 in der Mitte deutlich ausgeschnitten (cf undeutlich). Sculptur ähnlich wie bei den vorhergehenden Arten. Färbung bei dem ö" dunkler braunroth, theilweise braungrau, die Beine und die Basis des Scutellum lichter, der Kopf, ein Theil der Fühler, des Thorax und der Connexiva schwärzlich; im weiblichen Geschlechte ist der Grundton gelbbraun oder grünlich, der Thorax hinten dunkler, das Abdomen mehr bräunlichroth. Mittel- fleck des Scutellum gelblich. 8 — 10 Mm. I ü' aus Brasilien (Coli. Fallou im Mus. Paris,), i 9 aus Bahia (Wiener Museum). 7. Macrocephalits aspersus Champion. Taf. IX, Fig 29. l Macroceplialus aspersus Champion, Biol. Centr. Amer., I8g8. cf. Aehnlich gebaut wie notatus Westw. und tiibe?~osus Westw. Der Kopf ganz ähnlich, die Fühler jedoch viel schlanker, ihr zweites Glied knopfartig, etwas länger als breit, das dritte viel schlanker, keulenförmig und dreimal so lang als breit, das vierte schlank keulenförmig, mehr wie S'/, nial so lang als breit, i^/^ mal so lang als das zweite und dritte zusammen. Thorax ähnlich wie bei den genannten Arten, die Seitenecken des Pronotum jedoch nur mit der Andeutung eines .Ausschnittes und gar nicht nach oben gerichtet, die Kiele ohne Spur von Höckern und nur in der Mitte ganz deutlich entwickelt. Beine und Flügel gleichfalls sehr ähnlich, ebenso das Scutellum, dessen erhabener Mitteltheil zwei Drittel der Länge und mehr als ein Drittel der Breite ein- nimmt, nach hinten allmälig in einen feinen Kiel verläuft. Dieser blasige Mitteltheil ist hier, im Gegensatze zu den vorhergehenden Arten, nicht glatt und glänzend, sondern matt, gleichmässig deutlich punktirt und in der Mitte der Länge nach sehr undeutlich gekielt. Hinterleib nicht breiter als der Thorax, die Connexiva der Dorsalplatten viel länger als breit. Sculptur ähnlich, aber nicht so grob wie bei den vorhergehenden .•\rten, der ganze Körper sehr reichlich mit gleichmässigen kleinen, lichten, schuppen- 192 Ant. Handlirsch. artigen Körnchen bedeckt. Gelblich, der Kopf, der Thorax und das Scutellum nach hinten zu etwas mehr grau. Fühler, Genae und Bucculae sind gebräunt, die Beine licht. 8 Mm. I o von Janson bei Chontales in Nicaragua gesammelt. Herr Champion war so liebenswürdig, mir das Originalexemplar, welches Eigenthum der Herren God- mann und Salvin ist, zur Ansicht zu senden. Die Art ist wohl mit den vorhergehenden Arten nahe verwandt, an den ange- gebenen Merkmalen aber sehr leicht zu erkennen. 8. Macrocephaliis vesiculosus n. sp. Taf. VII, Fig. 3. cT. Zierlich und ziemlich schlank gebaut. Kopf ähnlich wie bei cimicoides Swed. Von den Fühlern sind bei dem einzigen mir vorliegenden Exemplare leider nur zwei Glieder erhalten; das erste Glied ist sehr kurz, das zweite fast kugelig, nicht länger als dick. Ich schliesse daraus, dass auch die folgenden Glieder verhältnissmässig kurz und gedrungen sind. Pronotum ziemlich kurz und breit, nicht stark gewölbt, seine Seiten- ecken nach aussen gerichtet, nicht stark vorspringend und am Ende nur sehr schwach ausgebuchtet; Mittelkiele deutlich, aber nicht zu Höckern emporgezogen. Ecken der Vorderbrust nicht stark vortretend, nur mit unscheinbaren Wärzchen besetzt; der Mittel- kiel des Mesosternum unbewehrt. Scutellum von der Basis nach hinten zu allmälig, aber deutlich verbreitert, seine Seitenränder schwach geschwungen. Von der Basis des Scutellum bis über die Mitte hinaus reicht eine flache blasige Erhebung von elliptischer Form, welche nahezu halb so brejt als das ganze Scutellum, nicht scharf begrenzt und etwas weniger dicht punktirt ist als die Umgebung. Der feine Mittelkiel ist über die ganze Blase zu verfolgen, wird aber erst hinter derselben sehr deutlich. Vorderschenkel im Verhältniss etwas breiter als bei cimicoides Swed., reichlich mit kleinen Wärzchen besetzt. Mittel- und Hinterschenkel oben mit kleinen Körnchen, unten vor dem Ende mit einigen kleinen Wärzchen. Hinterleib viel länger als breit, nicht breiter als der Thorax; nur ein Theil der ganzrandigen Connexiva freiliegend. Kopf, Thorax und Seiten des Hinterleibes sind reichlich mit kleinen Körnchen besetzt, rauh; die hintere Partie des Pronotum massig grob punktirt, das Scutellum an der Basis gröber, weiter hinten ziemlich fein und dicht punktirt. Der Körper ist weder behaart, noch mit Börst- chen besetzt, licht braungelb, der hintere Theil des Pronotum braun, das Scutellum braungrau, licht melirt, unmittelbar hinter der Blase jederseits mit einem grossen dunklen Fleck. Fühler und Beine sind licht gelblichbraun, stellenweise dunkler. 6 Mni. I ö' aus Laguayra (Coli. Signoret in Mus. Caes. Vindobon.). M. vesiculosus steht ziemlich isolirt, scheint aber immerhin in näherer Beziehung zu den vorhergehenden Arten zu stehen als zu irgend einer anderen Form. 9. Macrocephaliis pannilus n. sp. Taf. VH, Fig. 2. cf. Im Allgemeinen den vorhergehenden, mit cimicoides verwandten Arten ähn- lich, aber kleiner und zierlicher gebaut. Kopf ganz ähnlich, die Fühler etwas schlanker, ihr zweites Glied i '/^ nial so lang als breit, das dritte mehr wie doppell so lang als breit, das vierte dreimal so lang als breit und etwas weniger wie i^ ^ ""'^^ ^° '^"8 ^^^ '■^''^ ^'^'''^' vorhergehenden Glieder zusammen. Thorax ähnlich geformt wie bei den genannten Monographie der Phytnatiden. igS Arten; das Pronotum deutlich gewölbt, seine Seitenecken nur nach aussen und nicht nach oben gerichtet, deutlich ausgeschnitten; Kiele deutlich, ohne Höcker. Scutellum kaum doppelt so lang als breit, nach vorne zu etwas verschmälert; seine Seiten kaum geschwungen. Der Mittelkiel ist sehr deutlich und in seinem ersten Drittel zu einer glatten, fast lanzettförmigen Blase erweitert, welche beiläufig ein Viertel der Breite des Scutellum einnimmt. Auch die Beine sind im Allgemeinen ähnlich wie bei den ge- nannten Arten, die Vorderschenkel jedoch etwas dicker; Mittel- und Hinterschenkel ohne deutliche Wärzchen. Das Abdomen ist ungefähr um ^j^ länger als breit und ziemlich gleich breit mit dem Thorax. Ausser den schmalen ganzrandigen Connexiven liegt auch noch ein schmaler Streif der Dorsalplatten frei. Die Sculptur ist im Allge- meinen ziemlich fein und gleichmässig, in der hinteren Partie des Pronotum und an der Basis des Scutellum aber sehr grob. Der ganze Körper ist kahl und trägt nur wenige Schüppchen oder Körnchen, seine Grundfarbe ist gelb, Kopf, Fühler, der hintere Theil des Prothorax sind braun, das Schildchen grau und braun melirt mit einem dunklen Fleck hinter der Mitte. Vorderbeine verdunkelt. 6 Mm. I c? aus Brasilien, Eigenthum des Herrn A. L. Montandon. M. parvulus schliesst sich ziemlich natürlich an die Gruppe der mit cimicoides Swed. nahe verwandten Arten an und ist von allen wohl leicht" an den angegebenen Merkmalen, namentlich an der kurzen blasenartigen Erweiterung des Scutellarkieles zu unterscheiden. lo. Macrocephalus gracilis n. sp. Taf. IX, Fig. 32. cf. Von der Gestalt des M. parvulus m., aber etwas schlanker. Kopf ähnlich wie bei der genannten Art. Fühler: zweites Glied dick, i'/, mal so lang als breit, drittes Glied fast zweimal so lang als breit, viertes etwas weniger wie 2'/, mal so lang als breit, kaum i'/jmalso lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen. Pronotum ziemlich flach, seine Kiele deutlich, aber nicht höckerig, Seitenecken wenig vortretend, kaum ausgeschnitten, nach aussen gerichtet und nicht aufgebogen. Ecken der Vorder- brust nur mit kleinen Spitzchen. Mesosternalkiel unbewehrt. Scutellum etwas mehr wie doppelt so lang als breit, vor der Mitte deutlich verschmälert, mit geschwungenen Seitenrändern und sehr scharfem feinen Mittelkiel, welcher im ersten Viertel seiner Länge zu einer kleinen, länglichen, glänzenden gelben Blase erweitert ist. Bei dem einen mir vorliegenden Exemplare fehlen die Vorderbeine. Mittel- und Hinter- schenkel sind oben und unten vor dem Ende mit einigen undeutlichen Wärzchen besetzt. Die Breite des Hinterleibes beträgt •'/^ seiner Länge und kaum mehr als jene des Thorax. An den Seiten ist nur ein Theil der ganzrandigen Connexiva unbedeckt. Kopf, vordere Hälfte des Pronotum, Brust und Seiten des Hinterleibes sind reichlich mit Körnchen besetzt, der hintere Theil des Pronotum ist sehr grob punktirt, das Scutellum an der Basis gröber, hinten dichter und feiner punktirt. Kopf und Fühler sind dunkelbraun, der Rüssel ist gelb, der Thorax oben braun, unten gelb; das Scu- tellum und Corium braun und gelblich melirt, ersteres vor dem Ende mit einem grossen schwärzlichen Fleck. Hinterleib und Beine sind gelb. 7 Mm. I o" mit der Bezeichnung »Amerique du Nord« aus der Sammlung des Herrn M. Noualhier. M. gracilis m. hat die grösste Aehnlichkeit m\x parvulus m., ist aber an den an- gegebenen Merkmalen leicht zu unterscheiden. Ob der angegebene Fundort richtig ist, kann ich nicht mit Sicherheit behaupten. 194 '^"' Handlirsch. II. Macrocephalus Bergrothi n. sp. Taf. VII, Fig. 4. o". .Sehnlich gebaut wie die beiden vorhergehenden Arten, aber etwas weniger schlank. Kopf ähnhch wie bei cimicnides und den verwandten Arten. Das zweite Fühlerglied kaum länger als breit, das dritte i^/^mal, das vierte 2-/3 mal so lang als breit und etwas mehr wie i '/, mal so lang als das zweite und dritte zusammen. Thorax massig gewölbt, seine Kiele schwach ausgeprägt, die Seitenecken kaum vorspringend, nicht deutlich ausgeschnitten und nicht aufgebogen. Vorderecken der Vorderbrust nicht spitz vortretend, Mesosternalkiel unbewehrt. Scutellum doppelt so lang als breit, vorn schmäler als hinten, an der Basis flach und gleich dahinter der ganzen Breite nach flach blasenartig gewölbt; sein Längskiel nur an der Basis gut erhalten. .Abdomen kaum breiter als der Thorax, die Connexiva ganzrandig. Schenkel oben reichlich mit Wärzchen besetzt, die vorderen dicker als bei cimicoides Swed., namentlich in ihrer Endhälfte verhältnissmässig stärker erweitert. Kopf, vordere Partie des Pronotum und ßrustseiten sehr reichlich mit scharfen Körnchen besetzt, die Ventralplatten viel un- deutlicher granulirt. Der hintere Theil des Pronotum ist feiner und dichter punktirt als bei den vorhergehenden Arten, die flache Basis des Scutellum sehr grob, der ge- wölbte hintere Theil dagegen fein und massig dicht punktirt. Membran glasheU mit lichten Adern. Das ganze Thier ist kahl und fahlgelb, stellenweise etwas röthlich ver- dunkelt. Corium gelb, am Endrande röthlich. Fühler und Beine sind theilweise grün- lich. 6 Mm. I 9 aus Venezuela, Eigenthum des Museums in Kopenhagen. Ich widme diese auffallende, an dem flach gewölbten Scutellum sehr leicht kenntliche .\vx Herrn E. Bergroth, dem bekannten Entomologen in Tammerfors, duich dessen gütige Ver- mittlung ich das interessante Materiale aus der Kopenhagener Sammlung zur Ansicht erhielt. 12. Macrocephalus prehensilis Fabricius. \ Syrtis prehensilis Fabr., Syst. Rhyng., I23, l8o3, >> » Wolff, Icones, Fase. 5, 168, Taf. 17, Fig. 164, 1811. Macrocephalus prehensilis St. Fargeau et Serville, Encycl., X, 120, 1825. ! » » West wo od, Trans, Ent. Soc, III, 26, 1843, » pallidus » ibid,, III, 26, 1843, ! » prehensilis Aniyot et Serville, Hist, nat,, 293, 1843, ! » » Stül, Enumeratio, V, l35, 1876, Körper kurz und breit, auffallend flach. Der Kopf ähnlich wie bei den vorher- gehenden Arten, die Fühler kurz und dick, ihr zweites Glied nur etwas länger als dick, das dritte ungefähr doppelt so lang als breit, das vierte im männlichen Geschlechte 2^/^ — 2^/2 mal so lang als breit, im weiblichen nur doppelt so lang (oder um eine Spur länger) als breit, ungefähr um ^4 länger als die zwei vorhergehenden zusammen. Pro- thorax auffallend flach, seine Seitenecken kaum vortretend, gar nicht aufgebogen und nicht ausgeschnitten. Kiele nur schwach entwickelt. Scutellum nicht ganz doppelt so lang wie breit, gegen die Basis zu nicht stark verschmälert und an den Seiten kaum ge- schwungen; der Mittelkiel ist durchaus fein und scharf, nur an der äussersten Basis etwas verdickt und mit einem glänzenden gelben Fleck versehen. Von hinten betrachtet steigt die mittlere Partie des Scutellum gegen den Kiel zu sehr flach dachartig an; von der Seite gesehen verläuft der Mittelkiel fast ganz gerade und ist an der Basis nicht merklich eingedrückt. Ecken der Vorderbrust stark bewehrt, Mesosternalkiel unbewehrt. Monographie der Phymatiden. IQS Vorderschenkel i^/^mal so lang als breit, unten in der Mitte unvermittelt erweitert, reichlich mit Körnchen besetzt. Mittel- und Hinterschenkel oben und unten reichlich granulirt. Abdomen deutlich breiter als der Thorax, beim Q breiter als beim ö", bei diesem nur wenig, bei jenem gar nicht länger als breit. Connexiva ganzrandig, auf dem zweiten und dritten Segmente nicht länger als breit, freiliegend. Kopf, Brustseiten und Hinterleib sind reichlich massig grob granulirt, der hintere Theil des Pronotum sehr grob grubig punktirt, das Scutellum noch gröber, fast waben- artig. Grundfarbe des kahlen Körpers fahlgelblich; im männlichen Geschlechte ist in der Regel der grösste Theil der Oberseite des Kopfes und des Thorax nebst einem mehr oder minder breiten Längsstreifen über die Mitte des Scutellum und einigen Punkten an dessen Seiten schwärzlich. Fühler des ö' verdunkelt, Beine licht. Membran hvalin mit lichten .Adern. 5-5 — 6 Mm. Ich untersuchte ungefähr 20 Exemplare aus Carolina und Texas, Eigenthum der Museen in Wien, Genf, Paris, Stockholm, Berlin und Leiden, darunter Typen von Fabricius, Amyot, Stäl und Westwood. Ausser den oben angeführten Fund- orten sind auch Exemplare in Georgien und in New-Mexico (teste Champion) ge- funden worden. M. prehensilis Fab. ist mit den nächstfolgenden Arten sehr nahe verwandt, von allen vorhergehenden durch die angegebenen Merkmale sehr leicht zu trennen. i3. Macrocephalus Stäli 11. sp. \ Macrocephalus lepidus Stäl, Stett. Ent., XXIII, 440, 1862 pp. ! » i> ^ Enumeratio, V, iSj. 1876 pp. Ganz ähnlich gebaut wie M. prehensilis F., aber nicht so flach. Der Kopf ganz ähnlich, ebenso die Fühler: cT zweites Glied etwas über 1^/3 mal, drittes fast doppelt, viertes 2^/3 mal so lang als breit, i'^/^mal so lang als das zweite und dritte Glied zu- sammen; bei dem 9 ist das zweite und dritte Glied ganz ähnlich, das vierte doppelt so lang als breit und kaum länger als das zweite und dritte Glied zusammen. Prothorax im Umrisse ähnlich wie ht\ prehensilis F., aber nicht so flach, entschieden stärker ge- wölbt, die Kiele etwas deutlicher, die Seitenecken weder aufgebogen noch ausge- schnitten. Scutellum ähnlich geformt wie bei der genannten Art, sein Mittelkiel, von der Seite gesehen, gleich hinter der Basis deutlich eingedrückt; Scutellum in der Mitte kaum dachartig erhaben. Beine und Hinterleib ganz ähnlich wie hti prehensilis F. Die Granulirung ist namentlich in der vorderen Partie des Pronotum und an dessen Seitenrändern stärker entwickelt als bei der genannten Art, die Körnchen sind scharf und verleihen der Oberfläche ein rauhes Aussehen. Die Punktirung ist ähnlich grob wie bei der vorhergehenden Art, auf dem hinteren Theile des Scutellum vielleicht um eine Spur feiner. Die gelbe Grundfarbe wird im männlichen Geschlechte auf dem Kopfe, der Oberseite des Thorax und dem grössten Theile des Scutellum durch Schwarz verdrängt. Auch auf den Connexiven des dritten oder des zweiten und dritten Segmentes sind schwärzliche Flecken. Manchmal ist auch ein Theil der Thoraxseiten schwarz. Bei dem sind ähnliche Zeichnungen vorhanden, doch sind sie mehr verwischt und bräunlich oder grau. Beine gelb, Fühler des Mannes verdunkelt. Kiel des Scutellum mit gelbem Basalfleck. 6 — 65 Mm. Ich untersuchte 10 cf und 2 9 aus Mexico: Guanajuato und Chilpancingo in Guerrero. Stäl hat Exemplare dieser Art als lepidus bestimmt, ich selbst hielt sie anfangs für eine Varietät des prehensilis F. und wurde erst durch Herrn Champion Aniialen des k. k. naturliistorischen Hofmuseums, Bd. XII. Hett 2, 1897. lö ig6 Ant. Handlirsch. auf einige Unterschiede aufmerksam gemacht. Den Namen lepidus St. kann diese Art nicht führen, weil Stal's erste Beschreibung nicht auf die oben beschriebenen Exem- plare passt. 14. Macrocephahis lepidus Stäl. Taf. VIII, Fig. 5 ; Taf. IX, Fig. 33, 34. ! Macrocephahis lepidus St dl, Stett. Ent., XXIII, 440, 1862 pp. ! ,v v j. Fnumeratio, V, 135, 1876 pp. Aehnlich gebaut wie die zwei vorhergehenden Arten, aber noch weniger flach. Kopf ganz ähnlich wie bei prehensilis F. Im männlichen Geschlechte ist das zweite Fühlerglied i'/^mai, das dritte doppelt so lang als breit, das vierte kaum mehr wie doppelt so lang als breit, nur 1^/3 mal so lang als die zwei vorhergehenden zusammen, im weiblichen Geschlechte ist das zweite nicht merklich länger als dick, das dritte I ^/2 mal, das vierte nicht ganz doppelt so lang als breit und nur ebenso lang als die zwei vorhergehenden zusammen. Pronotum entschieden stärker gewölbt als bei den vorhergehenden Arten, seine Seitenecken kaum vorragend, schwach aufgebogen und sehr undeutlich ausgeschnitten. Kiele deutlich, aber nicht höckerig. Scutellum flach, gegen den Mittelkiel nicht dachartig ansteigend, im Umrisse ähnlich wie bei prehen- silis F. Der scharfe Mittelkiel ist, von der Seite gesehen, an der Basis viel stärker ein- gedrückt als bei den beiden vorhergehenden Arten. Beine und Flügel ganz ähnlich wie bei prehensilis F., die Membran jedoch deutlich beraucht. Hinterleib nicht länger als breit, die Connexiva ganzrandig, breit. Kopf, vorderer Theil des Pronotum, Pleuren und Hinterleib reichlich granulirt; hintere Partie des Pronotum sehr grob punktirt, Scutellum an der Basis sehr grob, .dahinter aber viel feiner und dichter punktirt als bei den zwei vorhergehenden Arten. Grundfarbe mehr oder weniger licht gelb; nur die hintere Partie des Pronotum, je ein grosser Fleck an der Basis, in der Mitte und am Ende des Scutellum (oft verschmolzen) und ein Fleck auf den Connexiven im weib- lichen Geschlechte bräunlich, im männlichen dunkelbraun bis schwarz. Kopf und Fühler des o grösstentheils dunkel. Beine gelb. 6 — 6-5 Mm. Ich untersuchte circa 20 Exemplare dieser, wie es scheint, ausschliesslich in Centralam erika (Mexico und Guatemala) vorkommenden Art, darunter mehrere Typen Stäl's, die mit der ersten Beschreibung vollkommen übereinstimmen. Später hat Stäl, wie erwähnt, auch Exemplare der vorhergehenden Art als lepidus bezeichnet. 15. Macrocephahis Mopsus n. sp. Taf. IX, Fig. 36. 9. Auffallend kurz und gedrungen, breit und nicht so flach wie prehensilis F., ungefähr wie lepidus St. Kopf ganz ähnlich wie bei den vorhergehenden Arten, das zweite Fühlerglied i'/, mal, das dritte doppelt, das vierte doppelt so lang als breit und nicht ganz iVjmal so lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen. Pro- notum deutlich gewölbt, seine Kiele nur in der Mitte gut erhalten, die Seitenecken kaum vortretend, weder aufgebogen, noch ausgeschnitten. Ecken der Vorderbrust mit kleinem Wärzchen. Mesosternalkiel unbewehrt. Scutellum i'/^mal so lang als breit, nach hinten wenig erweitert, mit schwach geschwungenen Seitenrändern, flach, gegen den scharfen, an der Basis etwas verdickten und dahinter deutlich niedergedrückten Kiel zu nicht dachartig ansteigend. Membran beraucht. Vorderbeine ganz ähnlich wie bei den genannten .\rten, die Schenkel, sowie jene der Mittel- und Hinterbeine Monographie der Phymatiden. 197 reichlich mit Körnchen besetzt. Abdomen sehr breit herzförmig, seine ganzrandigen Connexiva bis zum sechsten Segmente freiliegend. Kopf, Vordertheil des Pronotum, Pleuren und Abdomen reichlich granulirt, die hintere Partie des Pronotum dicht grubig punktirt, ebenso das ganze Scutellum an der Basis gröber, nach hinten zu feiner. Der ganze Körper mit Einschluss der Fühler und Beine ist röthlich braungelb, der hintere Theil des Pronotum und die Basis des Scutellum etwas dunkler als die um- liegenden Theile. 5-5 Mm. I 9 aus Brasilien (Coli. Signoret im Wiener Museum). M. Mopsus ist sicher mit den vorhergehenden Arten nahe verwandt, an der noch kürzeren, gedrungenen Gestalt aber leicht zu unterscheiden. 16. Macrocephalus inaequalis Champion. Taf. IX, Fig. 35. [Macrocephalus inaequalis Champion, Biol. Centr, Amer., 1898. 9. Mit den vorhergehenden Arten nahe verwandt, fast so gedrungen gebaut wie Mopsus m., viel gedrungener als prehensilis F. Der Kopf ähnlich wie bei den ge- nannten Arten, ebenso die Fühler, deren zweites Glied fast i'/^mal, das dritte i^^ mal und das vierte doppell so lang als breit, kaum um ^/^ länger als das zweite und dritte zusammen. Thorax ziemlich flach, fast wie ht\ prehensilis F., aber entschieden weniger schlank, i ^/^ mal so breit als lang; seine Seitenecken schärfer abgesetzt, etwas ausge- schnitten, aber nicht deutlich aufgebogen, die Kiele nicht stark hervortretend. Das Scutellum ist i^/^ mal so lang als breit, nach hinten aufi'allend erweitert und fast i '/^ mal so breit als an der Basis. Der Kiel ist einfach und scharf, an der Basis fast so schwach eingedrückt wie bei prehensilis F. Beine ganz ähnlich wie bei den genannten Arten, Hinterleib nur wenig länger als breit, die Connexiva oben etwas rinnenartig einge- drückt, ganzrandig. In der Contour erscheint der Hinterleib weniger herzförmig als bei den anderen Arten, fast scheibenförmig. Kopf, vordere Partie des Pronotum und Connexiva sehr zart und zerstreut granulirt, die hintere Partie des Prothorax viel feiner punktirt als bei den genannten Arten, nur gegen die Seitenecken zu etwas gröber; Scutellum gleichfalls viel feiner punktirt als bei den verwandten Formen. Grund- farbe röthlichbraun, an der Basis des Scutellum lichter als in der Umgebung. Fühler etwas verdunkelt. 6-5 Mm. I 9 aus Omilteme in Guerrero, im Monate Juli von Herrn H.H.Smith in einer Höhe von 8000 Fuss gesammelt. Das Originalexemplar befindet sich in der Samm- lung God man-Salvin und wurde mir durch Herrn Champion zur Untersuchung überlassen. 1 7. Macrocephalus pulchelliis Westwood. Taf. IX, Fig. 37, 38. '.Macrocephalus pulchellus Westwood, Trans. Ent. Soc, III, 25, 1843. Syrtis (Macrocephalus) pulchella Guerin, Sagra's Cuba, 40Ö, 1857. Klein und zierlich, ähnlich gebaut wie lepidits St., prehensilis F. etc., massig flach. Kopf im Ganzen ähnlich, die Bucculae und der Rand der Rüsselrinne mehr reducirt, der Rüssel erscheint daher mehr freiliegend und der ganze Kopf, von der Seite gesehen, nicht so hoch wie bei cimicoides Swed. und den anderen verwandten Arten. Fühler ziemlich schlank, bei dem cT das zweite Glied reichlich i'/^mal, das dritte reichlich zweimal, das vierte 2-/3 mal so lang als breit, nur sehr wenig länger als die 16* igS Ant. Handlirsch. zwei vorhergehenden Glieder zusammen; bei dem § ist das zweite Glied i^/^mal, das dritte zweimal, das vierte a'/j mal so lang als breit und gleichfalls nur wenig länger als die zwei vorhergehenden zusammen. Pronotum oben ziemlich flach, seine Kiele fein und deutlich, nicht höckerig, die Seitenecken kaum vortretend, weder aufgebogen noch ausgeschnitten. Scutellum nach hinten stark verbreitert, an der schmälsten Stelle fast um '/^ schmäler als an der breitesten; seine Seiten stark geschwungen. Gegen den feinen, unmittelbar hinter der etwas verdickten Basis niedergedrückten Kiel steigt das Scutellum ähnlich wie bei prehensilis F. flach dachartig an. Ecken der Vorderbrust mit einigen Dörnchen, Mesosternalkiel unbewehrt. Vorderschenkel erst hinter der Mitte stark und ziemlich unvermittelt erweitert, sowie die anderen Schenkel spärlich mit kleinen Wärzchen besetzt. Hinterleib breit herzförmig, um ^/^ länger als breit, an den Seiten in der Gegend des zweiten und dritten Segmentes sehr stark vortretend. Kopf, vordere Partie des Prothorax, Brustseiten und Abdomen spärlich und nicht sehr scharf granulirt, die hintere Partie des Pronotum und das Scutellum durch unregel- mässige, massig grobe, dichte Punktirung fast lederartig erscheinend. Die Grund- farbe des kahlen Körpers ist braungelb, beim cf sind die Fühler röthlich, Kopf und Thorax oben rothbraun, das Scutellum dunkelbraun, gelblichweiss gezeichnet, licht sind einige Flecken an der Basis, ein grosses Querband über die Mitte und ein kleiner Fleck am Ende. Connexiva des cf dunkelbraun gefleckt. Im weiblichen Geschlechte sind ganz ähnliche, aber viel blassere Zeichnungen vorhanden. Fühler und Beine lichter gelb. Membran beraucht. 5 — 5-5 Mm. I cT aus Cuba (Berliner Museum), die Tvpe Westwood's, und i 5, gleichfalls aus Cuba, Eigenthum des Stockholmer Museums. Guerin copirt nur Westwood's Beschreibung, ohne die Art selbst gesehen zu haben. 18. Macrocephaliis leucographiis Westwood. Taf. IX, Fig. jg. \ Macrocephaliis leucographiis West wood, Trans. Ent. Soc, III, 25, 1843, Dick und kurz, sehr kräftig gebaut, nicht so flach wie die Mehrzahl der vorher- gehenden Arten. Kopf ähnlich wie bt\ pulchellus W. Bei den Fühlern des Mannes ist das zweite Glied i'^/^ ™3l> das dritte dreimal, das vierte i^j^ mal so lang als dick und etwas mehr wie 1^/3 mal so lang als die zwei vorhergehenden zusammen; hei jenen des Weibes ist das zweite i'/^mal, das dritte a^-^mal, das vierte 2^/3 mal so lang als breit, fast I '/^ mal so lang als das zweite und dritte zusammen. Thorax sehr dick, oben stark gewölbt, seine Seitenecken kaum vorragend, weder aufgebogen, noch deutlich ausgeschnitten, die Kiele fein und deutlich, nicht höckerig. Ecken der Vorderbrust stark bewehrt, Mesosternalkiel beim ö' nicht deutlich, beim 9 deutlich mit Wärzchen besetzt. Scutellum nach hinten mehr (§) oder weniger (cf) verbreitert, doppelt so lang als breit, mit kaum geschwungenen Seitenrändern; sein Kiel fein und scharf, an der Basis etwas verdickt, dahinter niedergedrückt, nicht auf einer deutlichen dachartigen Erhöhung liegend. Membran stark beraucht, mit bräunlichen Adern. Beine ganz ähnlich wie bei pulcliellus W., die Hüften und Schenkel jedoch viel stärker mit Körn- chen und Dornen bewehrt. Abdomen sehr breit herzförmig, ebenso breit (c?) oder etwas breiter als lang (9), seine Connexiva ganzrandig, bis zum fünften Segmente freiliegend, sehr breit. Granulirung auf Kopf, Thorax und Abdomen besonders im männlichen Geschlechte sehr scharf ausgeprägt. Körper kahl, in beiden Geschlechtern autfallend verschieden gefärbt: o Kopf, Thorax, Fühler und Beine schwarzbraun, Monographie der Phymatiden. 199 Scutellum an der Basis mit einem gelappten Mittelfleck, in der Mitte mit einer unregel- mässigen Fleckenbinde und am Ende mit einigen unregelmässigen kleinen, aus weiss- lichen Körnchen gebildeten Flecken. Hinterleib schwarz, mit gelblichweissen Flecken an den Connexiven. 9 gelb, Kopf oben dunkler, Scutellum bräunlich, mit ähnlichen, aber mehr gelben Zeichnungen wie der c?; Connexiva bräunlich gefleckt, Fühler und Beine gelb. 6 — 7-5 Mm. Ich untersuchte von dieser durch den Geschlechtsdimorphismus auffallenden Art 3 cf und 2 9 aus Port au Prince auf Haiti (Berliner Mus.j, die Typen West- wood 's, und I o^ von San Domingo (Leidener Mus.). M. lencographiis W. ist mir. pulclielliis W. und den vorhergehenden Arten gewiss nahe verwandt, an dem viel dickeren Körper und den anderen angegebenen Merkmalen aber leicht zu erkennen. ig. Macrocephalus Weshvoodi Guerin. Taf. IX, Fig. 41. \ Syrtis (Macrocephalus) Westivoodü Guerin, Sagra's Cuba, 405, 1857. 9. Dem M. leucographus Westw. sehr nahestehend und ganz ähnlich gebaut. Kopf ähnlich, der Ocellenhöcker etwas deutlicher; ober den Augen liegen zwei kleine, flache Höckerchen. Von den Fühlergliedern ist das zweite i^/, mal, das dritte 2'/^ mal, das vierte zweimal so lang als breit und um '/^ länger als das zweite und dritte zusammen. Pronotum stark gewölbt, dick, seine Kiele deutlich, die Seitenecken viel stärker vorragend, stark aufgebogen und deutlich ausgeschnitten. Scutellum doppelt so lang als breit, nach hinten deutlich verbreitert, seine Seitenränder kaum geschwungen, die Mitte gegen den Kiel zu nicht dachartig erhaben. An der Basis liegt eine verkehrt dreilappige, glatte, blasenartige Erhebung von hellgelber Farbe, an deren Ende der feine scharfe Mittelkiel entspringt, und welche höchstens ein Drittel der Länge ein- nimmt. Von der Seite gesehen erscheint das Scutellum an der Basis sehr stark einge- drückt. Ecken der Vorderbrust kaum bewehrt. Mesosternalkiel am Ende mit einigen dornartigen Wärzchen. Vorderschenkel ähnlich gebaut wie bei leitcographti.f'WesX-w., sowie jene der folgenden Beinpaare spärlich mit ziemlich undeutlichen gröberen Körn- chen besetzt. Membran deutlich gebräunt. Hinterleib sehr breit herzförmig, nicht länger als breit, seine Connexiva ganzrandig. Kopf, vordere Partie und Seiten des Thorax fein und nicht auffallend granulirt, die hintere Hälfte des Pronotum grob grubig punktirt, das Scutellum an der Basis sehr grob, hinten feiner und schärfer punktirt. Grund- farbe bräunlichgelb, Kopf und hintere Partie des Pronotum braun, Scutellum in der Umgebung des gelben Basalfleckes dunkel und hinten mit einem grossen, halbrunden dunklen Fleck jederseits des Kieles. Connexiva des zweiten und dritten Segmentes theilweise dunkel rothbraun, Fühler und Beine licht. 7 Mm. I 9 aus Cuba, Guerin's Tvpe, Eigenthum des Pariser Museums. M. Westivoodü Guer. ist gewiss mit leucographus W. sehr nahe verwandt, an den aufgebogenen Seiten des Pronotum und an dem dreilappigen erhabenen Fleck des Scutellum aber leicht zu erkennen. Die Beschreibung des mir unbekannten ö" lautet nach Guerin: Ochracea, capite antennisque nigris; thorace nigro antice flavo, lateribus postice dilatatis, subemarginatis; scutello nigro-fusco, basi macula ovata, apice fascia arcuata flavis; abdominis lateribus detectis, flavis, fascia media nigra; pedibus flavo-ochraceis, anticis apice fuscis. 200 Ant. Handlirsch. 20. Macrocephahis panamensis Champion. Taf. IX, Fig. 40. \ MacrocephalK^ yanamensix Champion, Biol. Centr. Amer., 1898. Gestalt ziemlich ähnlich wie bei leiicographus Westw. Der Kopf ähnlich. Beim cT das zweite Fühlerglied i'/^mal, das dritte fast dreimal, das vierte 3^/3 mal so lang als breit, fast doppelt so lang als das zweite und dritte zusammen. Beim 5 das zweite i'/^mal, das dritte 2^/2 mal, das vierte viermal so lang als breit, aber nur etwas mehr wie I '/^ mal so lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen. Pronotum ganz ähnlich wie bt'i leiicographus Westw., seine Ecken weder aufgebogen, noch ausgeschnitten, die Kiele hinten verwischt, nicht in Höcker emporgezogen. Scutellum doppelt so lang als breit, gegen die Basis verschmälert. Von der Basis bis gegen die Mitte reicht ein sehr breiter, fast birnförmiger und fast ganz glatter, blasenartig erhabener, gelber Fleck, der sich dann als feiner Kiel nach hinten fortsetzt. Die Vorderschenkel sind nicht ganz doppelt so lang als breit, ihre grösste Breite liegt nicht wie bei leiicographus Westw. hinter der Mitte, sondern gerade in der Mitte, die Erweiterung ist nicht so unvermittelt und die Oberfläche nicht so rauh und weniger g stark bewehrt als bei leiicographus Westw. Das Abdomen ist herz- förmig, nicht so stark verbreitert wie bei der genannten Art und tritt besonders im männlichen Geschlechte nicht so stark hervor. Kopf, Thorax und Scutellum sind mit sehr feinen Körnchen schütter besetzt, die vordere Partie des Pronotum kaum, die hintere dicht, ziemlich grob und gleich- massig punktirt. Scutellum vorn gröber, hinten viel feiner und dichter punktirt; auf dem blasigen Fleck stehen nur sehr vereinzelte Punkte. Die Färbung ist in beiden Ge- schlechtern sehr verschieden: cf unten gelb, oben schwarz, nur die Ränder des Pro- notum, der Basalfleck des Scutellum nebst der vorderen und hinteren Partie der Con- nexiva gelb, vor dem Ende des Scutellum mit einem Bogen aus grösseren weisslichen Körnchen. Kopf und Fühler sind dunkel, die Beine gelb, Schenkel und Schienen des ersten Paares dunkel. 9 gelb, Kopf oben, Hintertheil des Pronotum, Scutellum in der Umgebung des Mittelfleckes und am Ende nebst einem Theile des zweiten und dritten Connexivum dunkler bräunlich. Fühler bräunlich, Beine gelb. 7 — 8-5 Mm. Diese Art schliesst sich einerseits durch die gedrungene Gestalt und die Form des Thorax eng an leiicographus Westw. an, deutet aber durch die Form der Vorderbeine und den grösseren blasigen Fleck an der Basis des Scutellum anderseits wieder auf Be- ziehungen zu der Gruppe des M. cimicoides Swed. hin. Herr Champion war so liebenswürdig, mir i cT vom Vulcan Chiriqui (_3ooo bis 4000 Fuss) und i 5 aus Bugaba (Panama) zur Ansicht zu schicken. M. panamensi Scutellum 2 1 . Macrocephahis spiciilosiis Champion. ! Macrocephahis spiculoswi Champion, Biol. Centr. Amer., 1898. Von gedrungener Gestalt, reichlich mit borstentragenden Wärzchen besetzt, aber nicht so rauh wie die folgende hn. Kopf ähnlich wie bei M. asper Stäl, aber nicht so lang beborstet. Beim d" das zweite Fühlerglied etwas länger als dick, das dritte Monographie der Phymatiden. doppelt, das vierte gleichfalls doppelt so lang als breit, etwas länger als das zweite und dritte zusammen. Im weiblichen Geschlechte sind die Fühler ähnlich, nur ist das vierte Glied 2^/3 mal so lang als breit. Der Thorax ist gewölbt, seine Kiele sind deutlich, aber *icht in Höcker ausgezogen, die Seitenecken etwas aufgebogen, leicht ausge- schnitten. Scutellum an der Basis nicht stark verschmälert, etwas kürzer als bei asper Still, nicht ganz doppelt so lang als breit, mit sehr scharfem einfachen Längskiel. Beine ähnlich wie bei der genannten Art, etwas weniger stark bedornt, der Hinterleib etwas breiter, herzförmig. Der Thorax ist namentlich in der vorderen Partie mit zahlreichen borstentragenden Zäpfchen besetzt, das Scutellum zerstreut grob granulirt. Der frei- liegende Theil der Connexiva und des Coriums granulirt, aber nicht so lang beborstet wie bei asper Stäl. Die ganze Unterseite des Körpers ist etwas weniger rauh als bei der genannten Art. Das 9 ist ganz gelb, der cf gelb, auf dem Kopfe, den Fühlern, der hinteren Partie des Pronotum und des Scutellum geschwärzt, auch an den Vorderbeinen theilweise ver- dunkelt. 6-5 — 7-5 Mm. Herr Champion sandte mir zur Untersuchung 2 ö' und 2 9 aus Chiacaman in Vera Paz, Atoyac in Vera Cruz (Mai) und Teapa in Tabasca (Februar). M. spiciilosus Ch. steht in der Mitte zwischen den mit lepidiis Stäl und prehen- silis F. näher verwandten Arten einerseits und M. asper Stäl anderseits. 2 2. Macrocephahis asper Stäl. Taf. VII, Fig. 7. ! Macrocephalux asper Stäl, Enumeratio, V, i35, 1876. Körper ziemlich schlank, auffallend dornig und borstig. Der Rand der Rüsselrinne an der Unterseite des Kopfes deutlich bewehrt. Die drei ersten Fühlerglieder sind mit einzelnen Dornen und Borsten besetzt; bei dem o' ist das zweite Glied etwas länger als breit, das dritte i^/^mal, das vierte 2^/, mal so lang als breit und i' ^""'sl so lang als das zweite und dritte zusammen. Im weiblichen Geschlechte ist das zweite Glied kaum i'/jUial, das dritte fast doppelt, das vierte 2'/, mal so lang als breit, i^/^mal so lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen. Pronotum gewölbt, seine Kiele in der hinteren Partie als zahnartige Höcker vortretend, die Seitenecken deutlich vor- springend, etwas aufgebogen und leicht ausgeschnitten. Ecken der Vorderbrust be- wehrt, Kiel der Mittelbrust nur mit einigen kleinen Wärzchen. Scutellum flach, mit scharfem Mittelkiel, nach hinten kaum erweitert, seine Seitenränder kaum geschwungen. Membran deutlich beraucht. Hüften der Vorderbei ne nur mit einigen Dornen an der Oberseite, die Schenkel dick und kurz, \-j^n\a\ so lang als breit, gleich von der Basis an erweitert und auf der ganzen Fläche reichlich mit borstentragenden Wärzchen besetzt. Mittel- und Hinterbeine gleichfalls borstig, aber nur mit wenigen dornartigen Wärzchen auf den Schenkeln. Hinterleib kaum breiter als der Thorax, entschieden länger als breit; seine Connexiva schmal, länger als breit, nur zum Theile freiliegend und an den hinteren Ecken etwas vortretend. Kopf und Thorax oben und an den Seiten mit verschieden grossen borstentragenden Dornwärzchen besetzt. .Sehnliche, aber kleinere und feinere Wärzchen finden sich auf dem Scutellum und Abdomen. Grundfarbe ist lehmgelb. Im männlichen Geschlechte sind die Endglieder der Fühler, ein Theil der Vorderbeine, die hintere Partie des Pronotum und einige Flecken des Scutellum mehr oder minder verdunkelt. 6-5 — 8-5 Mm. 202 Ant. Handlirsch. I cf aus Laguayra (Coli. Signoret im Wiener Museum\ die Type von Stäl, I cT und 2 2 aus Adjuntas, Caracas in Venezuela, Eigenthum des Kopenhagener Museums. M. asper ist leicht zu erkennen und reiht sich durch Vermittlung des M. spicu- losiis Ch. an die Gruppe des prehensilis Fab. und lepidus Stäl an. 2 3. Macrocephaliis nigosipes Guerin. . Taf. V, Fig. 5 ; Taf. IX, Fig. 42. \ Syrtis (Macrocephaliis) nigosipes Guerin, Sagra's Cuba, 405, 1857. [Macrocephaliis nigosipes St;U, Enumeratio, V, l36, 1876. Sehr kräftig gebaut, auffallend warzig. Kopf mit sehr grossen Ocellenhöckern und zwei anderen gut entwickelten Warzen vor den Ocellen. Bucculae stark gelappt, Ränder der Rüsselrinne sehr stark bewehrt. Rüssel besonders kräftig, fast ganz frei- liegend. Von den Fühlergliedern des cf ist das zweite i^j^mal, das dritte 2^/3 mal, das vierte 2^2 nial so lang als breit und ebenso lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen. (Das einzige mir vorliegende 9 hat leider keine Fühler.) Pronotum dick, stark gewölbt und an den Seiten stark ausgebuchtet, Seitenecken stark aufgerichtet und vortretend, doppelt ausgeschnitten. Die vordere Partie des Pronotum trägt an der Stelle der Kiele zwei zitzenartige Warzen, die hintere Partie zwei derbe, höckerartig aufgerichtete Kiele. Die Vorderbrustseiten springen fast höckerartig vor und sind an der vorderen Ecke stark bewehrt. Mesosternalkiel auffallend bewehrt, an der Spitze mit einer zackigen Krone. Mittelbrustseiten unten zwischen den Vorder- und Mittel- beinen mit einem starken Dornfortsatz. Scutellum flach, mit scharfem Längskiel, gleich hinter der Basis entschieden verschmälert und hinter der Mitte am breitesten, in der Grundform etwas biscuitförmig, doppelt so lang als breit und unmittelbar hinter der Basis eingedrückt. Membran stark beraucht. Vorderhüften sehr dick und kurz, dornig-warzig, Vorderschenkel erst hinter der Mitte stark verbreitert, sehr stark warzig. Mittel- und Hinterschenkel oben mit zerstreuten kleinen Wärzchen, unten mit mehreren groben zahnartigen Höckerchen. Hinterleib breiter als der Thorax, herzförmig, seine Connexiva breit und an den Ecken etwas vortretend, wodurch der Umriss des Hinter- leibes etwas gezackt erscheint. Die feine Granulirung tritt auf dem Kopf und Thorax ziemlich zurück, dafür sind an mehreren Stellen grössere Wärzchen vorhanden. Der hintere Theil des Pro- notum ist sehr grob und unregelmässig, fast runzelig punktirt, ebenso die Basis des Scutellum, dessen übrige Fläche feiner und regelmässiger punktirt und hie und da un- regelmässig mit weissen Körnchen besetzt ist. Aehnliche Körnchen finden sich auch auf dem Corium. Im Gegensatze zu den zwei vorhergehenden Arten ist hier der Körper kahl, Kopf und Thorax sind oben dunkler, unten lichter braun, das Scutellum ist dunkelbraun mit fast schwarzen Flecken, der Hinterleib lehmgelb, oben auf dem dritten Segmente mit einer dunklen Binde, am Hinterende unten schwärzlich. Fühler rothgelb, theil- weise verdunkelt, die Beine bräunlich, dunkler nielirt. Vorderschenkel und Hüften thellweise schwarzbraun. 8 — 11 Mm. Eine sehr auffallende, an den angegebenen Merkmalen leicht kenntliche .\n. Ich glaube, sie lässt sich trotz der scheinbar auffallenden Unterschiede ohne Zwang von lepidus- ähnlichen Formen herleiten. Untersucht wurde i 5 aus Cuba (Coli. Signoret), die Type von Guerin und Stäl und 2 cf aus Cuba (Stockholmer und Berliner Museum). Monographie der Phymatiden. 2o3 24. Macrocephaliis crassimanus Fabricius. Taf. VII, Fig. 6; Taf. IX, Fig. 48. Syrtis crassimana Fabricius, Syst. Rhyng., I23, i8o3. Macrocephaliis crassimanus St. Fargeau et Serville, Encycl., X, 120, 1825. ! » » Westwood, Trans. Ent. Soc, III, 26, 1843. » Stäl, Hern. Fabric, I, 94, 1868. cf. Körper ziemlich schlank, mit auffallend glatter Oberfläche. Kopf sehr schlank, der Rüssel massig kräftig, der Rand der Rüsselrinne mit einigen Zähnchen besetzt. Ocellenhöcker nicht stark entwickelt, vor den Ocellen keine Höcker. Fühler ziemlich schlank, ihr erstes Glied schlanker als gewöhnlich, das zweite fast doppelt, das dritte dreimal, das vierte gleichfalls dreimal so lang als breit, fast i^j^ mal so lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen. Vordere Partie des Pronotum länger als gewöhn- lich, ohne Höcker oder Kiele, der hintere Theil ziemlich flach, nur undeutlich gekielt. Seitenecken deutlich vorspringend, nicht aufgebogen und nicht deutlich ausgeschnitten. Ecken der Vorderbrust nicht vorgezogen, massig bewehrt. Mesosternalkiel unbewehrt. Scutellum nach hinten deutlich verbreitert, seine Seiten schwach geschwungen, sein Mittelkiel fast verloschen und die ganze Fläche mit Ausnahme der äussersten Basis eben, weder blasig gewölbt, noch dachförmig. Vorderhüften sehr lang, nur mit Körnchen besetzt. Vorderschenkel verhältnissmässig schlank, a^/^mal so lang als breit, von der Basis bis zur Mitte allmälig erweitert und nicht sehr deutlich granulirt. Mittel- und Hinterschenkel kaum granulirt, unten fast unbewehrt. Hinterleib etwas breiter als der Thorax, seine Connexiva ganzrandig, länger als breit. Der Körper ist schütter und fein granulirt, kahl, der hintere Theil des Pronotum nicht sehr grob, das Scutellum fein und dicht, nur an der Basis etwas gröber punktirt. Die lehmgelbe Grundfarbe ist auf dem hinteren Theile des Pronotum, auf dem Corium und der Oberseite des Kopfes durch dunkelbraune Farbe verdrängt. Fühler braun, auf dem vierten Gliede mit einem schwarzen Ring. Beine gelb, die mittleren und hinteren stellenweise röth- lich. 9 Mm. I cf von »San Jean« in Südamerika, die Type Westwood's au« dem Ber- liner Museum. M. crassimanus F. steht ziemlich isolirt. Vielleicht sind noch Beziehungen zu den mit macilentiis W. verwandten Formen vorhanden. 25. Macrocephaliis macilentus Westwood. Taf, VII, Fig. 9; Taf. IX, Fig. 44. \ Macrocephaliis macilentus Westwood, Trans. Ent. Soc, III, 27, Taf. 2, Fig. 6, 1843. cT. Auffallend schmal und schlank. Kopf lang, Bucculae wenig hervortretend, von dem Rande der Rüsselrinne kaum geschieden. Ocellenhöcker nicht entwickelt. Rüssel schlank, fast anliegend. Zweites und drittes Fühlerglied fast gleich, i'/^mal so lang als breit, das vierte fast dreimal so lang als breit, etwas mehr als 1^/3 mal so lang als das zweite und dritte zusammen. Prothorax sehr schlank, von der Seite gesehen gleichmässig gewölbt und in der Mitte nicht eingeschnürt; die vordere Partie ohne Höcker, die Kiele nicht gut ausgeprägt, die Seitenecken fast kegelförmig zugespitzt, nach aussen gerichtet und nicht ausgeschnitten. Ecken der Vorderbrust nicht scharf vor- tretend, mit zahlreichen Wärzchen besetzt. Mesosternalkiel unbewehrt. Scutellum sehr lang zungenförmig, hinter der Basis sehr deutlich verschmälert, mit deutlich geschwun- 204 Ant. Handlirsch. genen Seitenrändern, 2'/, mal so lang als breit; der Kiel nur in der Endhälfte scharf und deutlich, "in der Basalhälfte verbreitert und verflacht. Vorder- und Hinterfiügel deutlich beraucht. Beine ähnlich wie bei crassimanus F., die Vorderhüften nicht deut- lich bewehrt, die Vorderschenkel schlank, mit kaum zu bemerkender Granulirung. Mittel- und Hinterbeine auffallend kurz, reichlich mit kleinen weisslichen Körnchen be- setzt, die Schenkel an der Unterseite fast gesägt. Hinterleib sehr schlank, i^/^mal so lang als breit, seine Oberseite fast ganz durch das Scutellum und die Coria bedeckt, die Connexiva schmal, ganzrandig. Der Kopf, die vordere Partie und die Seiten des Thorax und der Hinterleib sehr reichlich mit scharfen, massig grossen Körnchen bedeckt; auch an den übrigen Körper- theilen sind stellenweise feine Körnchen zu sehen. Der hintere Theil des Thorax und die Basis des Scutellum sind ganz besonders grob und tief grubig punktirt, der übrige Theil des letzteren etwas feiner. Körper kahl, rostgelb, stellenweise röthlich, an der oberen Seite des Kopfes und in der hinteren Partie des Pronotum gebräunt. Fühler oben verdunkelt, Beine gelbbraun, die hinteren röthlich. 8-5 Mm. Durch den auffallend schlanken Körper von allen vorhergehenden Arten ver- schieden. I cf aus Columbien (Lebas in Mus. Paris.), die Type von Westwood. 26. Macrocephaliis attcmiatus Champion. Taf. IX, Fig. 46. \ Macrocephalus attenuatiis Champion, Biol. Centr. Amer., 1898. cf. Der vorhergehenden Art ausserordentlich ähnlich. Der Kopf kaum verschie- den; das zweite Fühlerglied fast doppelt, das dritte doppelt so lang als breit, das vierte dreimal so lang als breit, 1-/3 mal so lang als das zweite und dritte zusammen. Thorax ähnlich gebaut, sehr stark verlängert, in der hinteren Partie des Pronotum stärker gewölbt als bei macilentus W. und daher, von der Seite betrachtet, besser von der vorderen Partie abgeschnürt. Seitenecken mit deutlichem Ausschnitt. Scutellum fast dreimal so lang als breit, ähnlich geformt wie bei der genannten Art, sein Kiel in der Basalhälfte verwischt, hinten scharf. Abdomen schmäler als das Pronotum, seine Connexiva ganz bedeckt. Beine ähnlich wie bei macilentus W. Die Sculptur gleich- falls ziemlich ähnlich. Auf der hinteren Hälfte des Prothorax und Scutellum sind un- regelmässige, aus dicht gedrängten Körnchen bestehende Flecken. Dunkelbraun, der Kopf und die Mitte des Scutellum fast schwarzbraun, ebenso die Fühler. Beine gelb- grün. 10 Mm. I o" auf dem Vulcan Chiriqui (2000 — 3ooo Fuss) von Champion gesammelt. Mit M. macilentus W. sehr nahe verwandt, an den angegebenen Merkmalen aber wohl nicht schwer zu erkennen. 27. Macrocephalus angustatus Champion. Taf. IX, Fig. 45. \ Macrocephalus angustatus Champion, Biol. Centr. Amer., 1898. Den beiden vorhergehenden Arten sehr ähnlich. Kopf fast ganz wie bei diesen; von den Fühlern des d^ ist das zweite Glied i^/^mal, das dritte zweimal, das vierte 4 "2 mal so lang als breit und 2'/^ mal so lang als das zweite und dritte zusammen. (Bei dem mir vorliegenden 5 sind die Fühler leider abgebrochen.) Pronotum ganz Monographie der Phymatiden. 205 ähnlich wie bei macilentus VV., seine Seitenecken nicht ausgeschnitten, der hintere Theil nicht stärker gewölbt und daher vom vorderen nicht stark abgeschnürt. Scu- tellum ganz ähnlich geformt und gekielt, etwas feiner und bedeutend dichter punktirt. Beine und Abdomen ganz ähnlich; im weiblichen Geschlechte ragt ein Rand der Connexiva unter dem Corium hervor, immerhin ist aber auch hier das Abdomen noch schmäler als der Thorax. Auf der Oberseite des Thorax und des Scutellum ist kaum eine Granulirung zu bemerken. Der c? ist dunkler, das 9 lichter bräunlich, in der hinteren Partie des Prothorax und Scutellum dunkler; Fühler braun, Beine gelbgrün. 10 — II Mm. I cT vom Chiriqui (leg. Champion), i 9 aus Chontales in Nicaragua (leg. Janson). Diese Art ist, wie erwähnt, mit den beiden vorhergehenden sehr nahe verwandt, durch die Verhältnisse der Fühlerglieder aber von beiden, von attenuatits Champ. über- dies durch die Thoraxform zu unterscheiden. 28. Macvocephalus granulatus Champion. Tat". IX, Fig. 47. [ Macrocephalus granulatus Champion, Biol. Centr. Amer., 1898. Dem M. Falleni Stfd am ähnlichsten. Kopf fast wie bei dieser Art, Fühler lang und schlank, ihr drittes Glied viel länger und grösser als bei allen anderen Arten. Bei dem d' ist das zweite Glied doppelt, das dritte dreimal, das vierte viermal so lang als breit, ebenso lang als das zweite und dritte zusammen. Beim 9 ist das zweite Glied ähnlich, das dritte fast viermal, das vierte viermal so lang als breit und ebenso lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen. Pronotum sehr flach, ganz ähnlich wie bei Falleni St&l, die Kiele nur in der Mitte deutlich, die Seitenecken kaum vortretend, weder aufgebogen, noch deutlich ausgeschnitten. Scutellum lang zungenförmig, gegen die Basis stark verschmälert, doppelt so lang als breit; der Kiel scharf und ein- fach, schmal, nicht wie bei Falleni Stäl dachartig. Hinterleib des cT schlank herz- förmig, kaum breiter als der Thorax, jener des 9 breit herzförmig und breiter als der Thorax. Connexiva verhältnissmässig schmal, ganzrandig und bis zum fünften Seg- mente freiliegend. Ecken der Vorderbrust massig vortretend, Mesosternalkiel unbe- wehrt. Beine ähnlich wie bei Falleni Stäl, die Vorderschenkel aber etwas schlanker, mehr wie doppelt solang als breit, deutlich granulirt. Punktirung in der hinteren Partie des Pronotum grob und dicht, auf dem Scutellum vorn grob, hinten fein und sehr dicht. Granulirung reichlich und ziemlich fein, auf dem Scutellum des d^ un- regelmässig vertheilt. d': Gelbbraun, Kopf und Fühler dunkel, ebenso die Oberseite des Thorax, mit Ausnahme der Ränder und zweier Mittelflecke; Scutellum graubraun, mit zwei hinter einander auf dem Kiele liegenden lichten Flecken. Die Körnchen bilden gelbe Flecken. Connexiva auf jedem einzelnen Segmente vorn licht, hinten dunkel. Vorderbeine dunkler als die folgenden Paare. 9: Schmutzig röthlichbraun, Kopf und Thorax oben dunkler, Fühler dunkler, g — 10 Mm. I d^, I 9 aus Sinanja in Vera Paz (leg. Champion), i 9 aus Omilteme in Guerrero (8000 Fuss, leg. H. Smith). Das letztere Exemplar ist nicht so deutlich granulirt wie die ersteren; Herr Champion, der mir alle drei Exemplare zusandte, hielt es anfangs für eine eigene Art. M. granulatus Ch. ist wohl mit Falleni St. am nächsten verwandt und deutet vielleicht auf Beziehungen zwischen dieser Art und der prehensilis-Gruppe. 206 Ant. Handlirsch. 29. Macrocephalus Falleni Stäl. Taf. VII, Fig. 8; Taf. IX, Fig. 43. \ Macrocephalus Falleni Stftl, Stett. Ent. Zeit., XXIII, 441, 1862. ! » !> » Enumeratio, V, 135, 1876. ö". Schlank, mit auffallend langen Fühlern. Kopf lang, die Bucculae gut von dem gezähnten Rande der Rüsselrinne geschieden. Auf der Oberseite des Kopfes keine deutlichen Höcker. F"ühler mit ganz besonders langem Endglied, ihr zweites Glied 1^/3 mal, das dritte 2-/3 mal, das vierte 6^/^vaa\. so lang als breit, 2'/, mal so lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen. Thorax oben massig gewölbt, der vordere Theil nicht so scharf abgesetzt wie bei den anderen Arten. Seitenecken kaum vorgezogen, nicht aufgebogen, abgerundet, nicht ausgeschnitten. Von den Kielen ist nur ein kurzes Stück in der Mitte des Pronotum eriialten. Ecken der Vorderbrust bewehrt, Meso- sternalkiel unbewehrt. Scutellum breit, nicht ganz doppelt so lang als breit, gegen die Basis zu fast gar nicht verschmälert, flach, nur in der Mitte der Länge nach mit einer schmalen, ungefähr ein Sechstel der Breite einnehmenden dachartigen Erhebung, auf welcher der feine glatte Kiel liegt. Membran stark beraucht. Vorderhüften ziemlich schlank, mit wenigen Dörnchen besetzt. Schenkel nicht ganz doppelt so lang als breit, gleich von der Basis aus erweitert, ziemlich fein granulirt. Mittel- und Hinterbeine nicht deutlich granulirt. Hinterleib verhältnissmässig schmal, ungefähr i V-, tnal so lang als breit, Connexiva schmal, ganzrandig, nicht ganz freiliegend. Der ganze Körper ist reichlich granulirt, oben feiner als an den Seiten und unten. Die hintere Partie des Pronotum ist lederartig punktirt; die Punkte sind jedoch nicht scharf begrenzt. Scutellum an der Basis grob und nicht scharf punktirt, dahinter viel feiner, dicht und scharf, mit zahlreichen sehr feinen Körnchen. Die Unterseite ist gelbbraun, stellenweise dunkler, die Oberseite mehr graubraun, in der hinteren Partie des Pronotum und in der vorderen des Scutellum am dunkelsten. Kopf oben schwärzlich, Fühler dunkelbraun. 9-5 Mm. I cT aus Mexico (Coli. Signoret in Mus. Vindobon.), die Type Stäl's. M. Falleni St. ist an den angegebenen Merkmalen, in erster Linie an dem auf- fallend verlängerten Endgliede der Fühler leicht zu erkennen. 3o. Macrocephalus affinis Guerin. Taf. VI, Fig. 9. Macrocephalus affinis Guerin, Iconogr., 349, Taf. 56, Fig. TO, 1843. » » Westwood, Trans. Ent. See, III, 26, 1843. ! » crassimanus Amyot et Serville, Hist. Nat., 292, Taf. 6, Fig. 2, 1843. ! » affinis Stdl, Enumeratio, V, i36, 1876. Derb und kräftig gebaut. Rüssel sehr kräftig, fast ganz anliegend, Rand der Rüsselrinne hoch, bewehrt, Ocellen und Stirnhöcker nicht deutlich. Fühler kräftig, beim cT das zweite Glied fast doppelt, das dritte doppelt, das vierte dreimal so lang als breit, nicht ganz i '/a "iisl so lang als die zwei vorhergehenden Glieder zusammen; beim 9 ist das zweite kaum i'/, mal, das dritte 1^/3 mal und das vierte 2^3 rnal so lang als dick, I '/.j mal so lang als das zweite und dritte zusammen. Thorax auffallend dick und stark gewölbt, der vordere Theil des l^ronotum vom hinteren stark abgesetzt, ersterer ohne Höcker, letzterer mit zwei starken, in grosse zusammengedrückte Höcker ausgezogenen Kielen. Seitenecken deutlich aufgebogen und undeutlich zweibuchtig. Monographie der Phymatiden. 207 Ecken der Vorderbrust stark bewehrt, Mesosternalkiel am Ende unbewehrt, nur mit einigen Körnchen besetzt. Scutellum breit, an der Basis etwas verschmälert, in der Mitte mit einer steil dachförmigen, im Umrisse lanzettförmigen Erhebung, welche bis zum Hinterende reicht und an der breitesten Stelle '/^ des Scutellum einnimmt. Die Sculptur dieser Erhöhung, über welche ein feiner glatter und nicht sehr scharfer Kiel hinzieht, unterscheidet sich nicht von jener der Umgebung. Me mbran stark gebräunt; Vorderhüften massig lang, granulirt, Vorderschenkel a'/^mal so lang als breit, erst gegen die Mitte zu stärker verbreitert, mit sehr flachen grösseren Warzen und zahl- reichen sehr kleinen schuppenartigen Körnchen unregelmässig bedeckt. Mittel- und Hinterschenkel deutlich granulirt, unten mit einigen Zähnchen. Hinterleib dick und breit, beim d wenig, beim 9 viel breiter als der Thorax, bei ersterem um ^/j länger als breit, bei letzterem kaum länger als breit. Connexiva ganzrandig, im männlichen Geschlechte auf Segment 2 und 3 etwas länger als breit, im weiblichen fast quadratisch. Kopf, Vordertheil und Seiten des Thorax mit unregelmässig vertheilten feinen Körnchen. Abdomen zerstreut granulirt. Hintere Partie des Pronotum sehr rauh, grob unregelmässig punktirt, Scutellum an der Basis mit grösseren Punkteindrücken, sonst sehr fein und dicht, fast lederartig punktirt; kahl, fahl gelbbraun, Kopf, Fühler, Thorax und Vorderbeine nebst der Basis des Scutellum besonders bei den männlichen Individuen mehr oder minder dunkelbraun. 11 — 12 Mm. Ich untersuchte 19 d' und 10 5 von dieser auffallenden Art. Alle stammen aus Brasilien. M. affinis Guer. steht ziemlich isolirt, ich hin nicht in der Lage, nähere Bezie- hungen zu irgend einer anderen Art oder Artgruppe herauszufinden. III. Oxythyreus Westwood. Macrocephalus subg, Oxytliyreus Westvvood, Trans. Ent. Soc, III, 27, Oxythj-reus Amyot et Serville, Hist, Nat., 291, 1843. » Walker, Catal, VI, 172, 1873. Kopf ähnlich wie bei Macrocephalus, fast cylindrisch, ohne Stirnfortsatz. Weder ober den gut entwickelten, schwach gewölbten Facettaugen, noch unter denselben, noch neben der Rüsselrinne ist eine F'ühlerrinne vorhanden, die Genae schliessen vorn unter den Fühlern zusammen, tragen aber im Gegensatze zu Macrocephalus keine F'ühlerrinne. Tylus deutlich. Juga gross, die Basis der Fühler nicht ganz um- schliessend. Bucculae massig gross, nicht stark hervortretend, deutlich getheilt. Die zur .Aufnahme des Rüssels bestimmte Rinne an der Unterseite des Kopfes ist gut begrenzt und nur so breit als der Rüssel; neben ihr ist keine Fühlerrinne zu bemerken. Rüssel kräftig und fast anliegend, sein erstes (zweites) Glied viel länger als das zweite (dritte); das End- glied kurz und scharf. Fühler derb, nach demselben Principe gebaut wie bei den anderen Gattungen, ihr viertes Glied sehr gross, fast cylindrisch, viel länger als die zwei vorhergehenden. In der Ruhe dürften die Fühler seitlich neben dem Rüssel, an den Kopf Fig. 26. Kopf von Oxytliyreus cylindriconiis. 208 Ant. Handlirsch. und Thorax angelegt werden. Thorax sehr flach, im Ganzen ähnUch gebaut wie bei Macrocephalus, an den Seiten ohne Fühlerrinne. Die vordere mehr kegelförmige Partie des Pronotum ist von der hinteren nicht sehr deutlich geschieden, die Mittel- furche deutlich, die Kiele treten nicht stark hervor. Ecken der Vorderbrust sehr stark vorgezogen, das Ende des Rüssels umschliessend. Das Scutellum ist schmal und spitz dreieckig, reicht nur bis auf die Mitte des Abdomen und trägt keinen deutlichen Längs- kiel. Die Vorderflügel sind ähnlich wie bei Macrocephalus , ihr Corium jedoch breiter, die dritte Längsader der Membran (^scheinbar die erste) ist vom Grunde aus ge- theilt, ähnlich wie bei den folgenden Gattungen. Zwischen der fünften und siebenten Ader liegen zwei Zellen, von denen sich die erste fast bis zum Saume erstreckt. Hinter- flügel mit deutlichem Hamus und Anallappen; die siebente und neunte Ader getheilt, die elfte Ader nicht deutlich erhalten. Die Vorderbeine sind nach demselben Typus gebaut wie bei Macrocephalus, aber schlanker als bei den meisten Arten dieser Gattung; ihr Tarsus ist atrophirt. Mittel- und Hinterbeine sind sehr kurz und kräftig, ihre Tarsen zweigliedrig und nicht besonders lang. Hinterleib sehr gross und breit, auffallend flach, herzförmig, mit der grössten Breite in der Gegend des dritten Segmentes. Die Connexiva sind einfach geformt, ganzrandig. I. Oxythyreus cylindricornis Westwood. Taf. VI, Fig. 6. ! Macrocephalus (Oxythyreus) cylindricornis Westwood, Trans. Ent. .Soc, III, 28, Taf. 2, Fig. 7, 1843. ! Oxythyreus cylindricornis Amyot et Serville, Hist. nat., 291, 1843. $. Rand der Rüsselrinne nicht bewehrt. Fühler sehr derb, fast cylindrisch, das erste Glied dick, walzenförmig, am Ende schief abgeschnitten, das zweite und dritte fast gleich, dick birnförmig und nicht merklich länger als breit, das lange Endglied dick walzenförmig, etwas gebogen und zugespitzt. Pronotum sehr flach, der vordere Theil von dem hinteren nicht sehr scharf geschieden, die Kiele nicht scharf, die Seitenecken zugespitzt und nach aussen gerichtet, deutlich vorragend. Scutellum sehr spitz drei- eckig, bis auf das vierte Segment reichend, mit wulstigen Seitenrändern, aber ohne Mittelkiel. Ecken der Vorderbrust stark spitz vorgezogen, das Ende des Rüssels um- schliessend. Vorderhüften lang und schlank, unbewehrt, Vorderschenkel ungefähr dreimal so lang als breit, Mittel- und Hinterbeine sehr kurz. Membran und Hinter- flügel glashell. Hinterleib flach, sehr breit herzförmig, viel breiter als der Thorax; die Connexiva gleich breit und ganzrandig. Kopf, Fühler, Vordertheil des Pronotum, Brust und Hinterleib ziemlich schütter mit verschieden feinen Körnchen besetzt. Hintere Partie des Pronotum und Scutellum ziemlich gleichmässig mittelgrob punktirt. Thorax und Fühler sind licht braunroth, Scutellum, Corium, Abdomen und Beine gelbbraun. lo Mm. I 9, die Type von Westwood und Amyot aus dem Pariser Museum. Der Fundort ist nicht bekannt. Monographie der Phymatiden. 20g IV. Amblythyreus Westwood. Macrocephaliis subgen. Amblytliyrens Westwood, Trans. Ent. Soc, III, 3o, 1843. Amblythyreus Amyot et Servil le, Hist. Nat. 291, 1S43. Mecodactylus Fieber, Europ. Hemipt., 34, 1861. » Walker, Catalog., \'I, 170, 1873. Amblythyreus » ibid., 172, 1873. » Stäl, Enumeratio, V, i3i, 1876. Kopf ähnlich wie bei Macrncephalus und Oxythyreus, fast cylindrisch, ohne Stirnfortsatz und ohne Fühlerrinnen. Facettaugen gross, aber flach, Ocellen gut ent- wickelt. Tylus deutlich begrenzt; .luga gross und becherförmig, die Basis der Fühler umschliessend; Genae vorn unter den Fühlern zusammenstossend, ohne Fühlerrinne. Bucculae gut entwickelt. Rüsselrinne gut entwickelt, nur so breit wie der Rüssel; dieser ist lang und kräftig, fast anliegend und gerade; seine zwei ersten Glieder sind fast gleich lang, das dritte ist kürzer, aber nicht so kurz wie bei den vorhergehenden Gattungen. Fühler massig zart, nicht sehr lang und ähnlich gebaut wie bei Macrocephaliis; ihr Endglied ist dicker und länger als die zwei vorhergehenden, keulenförmig. In der Ruhe werden die Fühler nach unten geschlagen und liegen neben dem Rüssel. Thorax ähnlich gebaut wie bei Oxythyreus, flach, an den Seiten ohne Fühler- rinne. Der vordere Theil des Pronotum nicht scharf geschieden, der hintere Theil in spitze Ecken ausgezogen; Mittelfurche deutlich, Kiele nicht sehr gut entwickelt. Ecken der Vorderbrust stark vorgezogen, das Ende des Rüssels einschliessend. Scutellum fast halbelliptisch, höchstens die Mitte des Abdomen erreichend und nicht deutlich gekielt. Vorderflügel ähnlich wie bei Oxythyreus, das Corium breiter als bei Macro- cephalus; die dritte (scheinbar erste) Ader der Membran vom Grunde aus getheilt. Die zwei zwischen der fünften und siebenten Ader liegenden Zellen sind viel grösser als bei Macrocephaliis, und die vordere erscheint gegen den Spitzenrand nicht deutlich abgeschlossen. Hinterflügel mit Hamus und Anallappen, ihre siebente und neunte Ader getheilt, die elfte undeutlich. Beine ähnlich wie bei Oxythyreus, das erste Paar nach demselben Typus ge- baut, ohne Tarsus; Mittel- und Hinterbeine sind etwas schlanker als bei Oxythyreus, das zweite Glied ihrer Tarsen länger und dünner, gebogen. Der Hinterleih ist breit und flach, fast rhombisch; die breiteste Stelle liegt in dem dritten Segmente. Connexiva ganzrandig, Hinterende nicht ausgeschnitten, Genital- segmente ähnlich wie bei den vorhergehenden Gattungen. Sculptur und Färbung sind ähnlich wie bei Macrocephalus. I. Amblythyreus Stalii n. sp. Taf. IX, Fig. 49. \ Ariiblythyrcus quadratus Stäl, Enumeratio, V, l34, 1876. cT. Kopf lang, fast cylindrisch, von oben gesehen von der Basis gegen die Augen zu deutlich verbreitert, vor den Augen nicht schmäler als dahinter. Ocellenhöcker sehr flach, Bucculae deutlich gelappt und gut begrenzt, Rand der Rüsselrinne stark granulirt. Rüssel gerade, seine ersten zwei Glieder fast gleich. Fühler kräftig, ihr erstes Glied verhältnissmässig kurz, doppelt so lang als breit, das zweite 1^/2 malj dus dritte doppelt, das vierte kautn mehr wie dreimal so lang als breit, doppelt so lang als das zweite und dritte zusammen. Pronotum fast dreieckig, oben ziemlich flach, 1-3 mal so breit als 210 Ant. Handlirsch. Fig. 27. a) Amblythyreus Gc- stroit^, b) intermedius 9 , c) St&li cf. Form des Scutellum. lang, die eingedrückte Mittellinie in der vorderen Partie deutlich, die zwei Mittelkiele deutlich, vorn und hinten verwischt, die Seitenecken spitz dreieckig, deutlich schief nach oben, aussen und hinten gerichtet. Ecken der Vorderbrust scharf vorgezogen. Vorderhüften lang, nur wenig kürzer als die Schenkel, diese fast dreimal so lang als breit, sowie die folgenden Beine nicht granulirt. Scutellum flach, fast halbelliptisch, nur um '/g länger als breit, ohne Kiel, gegen die Basis zu deutlich gerandet. Mem- bran stark gebräunt, mit dunklen Adern. Hinterleib sehr flach, fast rhombisch, 1 ^/j mal so breit als lang; Connexiva des ersten und zweiten Segmentes an den Hinterecken vorragend, jenes des dritten Segmentes in der Mitte eckig vorgezogen. Kopf und Thoraxseiten nicht sehr auffallend, aber deutlich granulirt, die vordere Partie des Pronotum fast gar nicht. Der freiliegende Theil des Hinterleibsrückens erscheint infolge der dichten Granulirung fast runzelig. Der hintere Theil des Pro- notum ist etwas gröber, das Scutellum etwas feiner und dichter punktirt. Grundfarbe des kahlen Körpers ist röthlichgelb, der Hinterrand und die Ecken des Pronotum, eine Querbinde über das Abdomen und die P'ühler sind dunkler bräunlichroth, der Kopf und das vierte Fühlerglied oben schwärzlich. Corium röthlichgelb, Beine gelb. 11 Mm. Die obige Beschreibung bezieht sich auf ein einzelnes o^ aus Ostindien (Pondi- chery, Coli. Signoret in Mus. Caes. Vindobon.). Es ist dasselbe Exemplar, welches Stäl gesehen und als »quadratus Westw.« angeführt hat, ohne es aber zu beschreiben. Ich bin nicht der Meinung, dass man diese Art mit einiger Sicherheit auf Westwood's quadratus beziehen kann, dessen Beschreibung in einigen Punkten nicht übereinstimmt. Nachdem es mir nicht gelang, die Type aus England zu bekommen, ziehe ich ent- schieden vor, meiner Art einen neuen Namen zu geben, als durch eine unsichere Zwangsdeutung einen Namen zu ersparen und dafür vielleicht eine Confusion anzu- richten. 2. Amblythyreus intermedius n. sp. Taf. VI, Fig. 7; Taf. IX, Fig. 50, 51. Dem A. Stäli m. ähnlich, aber schlanker. Kopf gegen die Augen zu nicht stark verbreitert, vor den Augen so breit wie hinter denselben. Fühler schlanker als bei Stäli, beim o das erste Glied fast dreimal, das zweite doppelt, das dritte 2^/3 mal, das vierte fast viermal so lang als breit, i '/^ mal so lang als das zweite und dritte zusam- men, beim 9 ist das erste Glied i^/^ma\, das zweite 1^/3 mal, das dritte 2^/20131 und das vierte S'/j — 3'/, mal so lang als breit, i'^j^mwl so lang als das zweite und dritte zu- sammen. Das Pronotum ist ungefähr iV.,mal so breit als lang, sonst aber ähnlich wie bei Stäli m., das Scutellum länger, mehr als i ^/j mal so lang als breit, hinten nicht so breit abgerundet. Membran stark gebräunt, ihre Adern dunkel. Beine ganz ähn- lich wie bei der genannten Art. Der Hinterleib ist um ^/^ — ^/^ breiter als lang. Con- Bexiva des ersten und zweiten Segmentes an den hinteren Ecken kaum vortretend, jene des dritten Segmentes in der Mitte eckig. .• Kopf, Brustseiten und Abdomen sind ähnlich granulirt wie bei Stäli, der vordere Theil des Pronotum sehr deutlich unregelmässig gekörnt, die seitlichen Ränder deut- licher gesägt. Punktirung etwas gröber. Die Grundfarbe ist gelb, beim § mehr Monographie der Phjmatiden. 2ir röthlich; beim cT ist die Oberseite des Kopfes, die Fühler, die Ecken des Prothorax und eine Querbinde des Hinterleibes dunkelbraun. Corium und Beine sind gelb. Im weib- lichen Geschlechte sind nur die Oberseite des Kopfes und die Basalglieder der Fühler bräunlich, die Ecken des Thorax und Abdomen nur leicht gebräunt. 10-5 — 12 Mm. I cT aus Bengalen und 2 9 aus Südindien (Tritsch inapali und Mts. Kodi- kanel), alle drei aus der reichen Sammlung des Herrn M. Noualhier. Westwood's A. quadratus könnte sich ebensogut auf diese Art beziehen als auf die vorhergehende. Die Unterschiede zwischen den zwei Arten sind keineswegs sehr auffallend, scheinen mir aber doch zur Unterscheidung vollkommen auszureichen. 3. Amblythyreus Gestroi n. sp. Taf. IX, Fig. 52. cT. Aehnlich gebaut wie die zwei vorhergehenden Arten, aber noch etwas schlanker als intermediiis m. Der Kopf ähnlich wie bei dieser Art, vor den Augen nicht schmäler als hinter denselben. Erstes Fühlerglied mehr wie doppelt so lang als breit, das zweite doppelt, das dritte 2^/2 mal, das vierte fünfmal so lang als breit, aulfallend schlank und 2^/2 mal so lang als das zweite und dritte zusammen. Thorax ähnlich wie bei inter- mediiis m., etwas weniger wie 1 ^/^ mal so breit als lang, das Scutellum noch länger und schmäler, mehr spitz zulaufend, um mehr als ^/^ länger als breit. Membran stark tingirt. Beine ganz ähnlich wie bei den vorhergehenden Arten. Der Hinterleib etwas länger als breit, seine ersten zwei Connexiva kaum eckig vortretend, das dritte nicht eckig, son- dern abgerundet. Granulirung ganz ähnlich wie bei intermediiis m., auf dem vorderen Theile des Pronotum sehr deutlich. Punktirung des Thorax etwas schwächer und feiner. Der Körper ist gelb; die Oberseite des Kopfes und des Thorax mit Ausnahme der Seitenränder, das Corium und eine breite Querbinde über das Abdomen schwarz- braun; die ersten drei Fühlerglieder schwärzlich, das vierte braun. Beine gelb. I cT von Carin Chebä (900 — iioo M., 5. XII. 1888, Fea leg.), Eigenthum des Museums in Genua. Ich hielt diese Art ursprünglich für A. angtistits Westw., von dem ich leider die Typen nicht bekommen konnte. Später erhielt ich durch gütige Vermittlung des Herrn Kirby eine Zeichnung des Originalexemplares der genannten Art und kam dadurch zu der Ueberzeugung, es sei doch auch hier besser zu trennen als zwangsweise zu vereinigen. 4. Amblythyreus rhombiventris Westwood. Macrocephalus (Amblvthyreus) rhombiventris Westwood, Trans. Ent. Soc. Lond., III, 3o, Taf. 2, Fig. 8, 1843. »Laete fulvo-luteus, opacus, laevis, capite supra postice et thoracis parte postica nigricantibus, angulis lateralibus abdominis macula fusca maculaque utrinque versus apicem, hemelytrorum membrana fuscescenti, ab- domine in medio sub alas rufescenti. Corpus tolum sub- tus, cum pedibus, fulvo-luteum. Long. corp. lin. 6 (i3 mm.) Habitat? In Mus. Soc. Linn. Lond.« Annalen des k. k. naturhistorischen Hofmuseums, Bd. XII, Heft 2, 1897. 1/ Fig. 28. Amblythyreus rhombiventris nach Westwood. 212 Ant. Handlirsch. Leider konnte ich nicht eruiren, was mit der Type geschehen ist. Beschreibung und Abbildung stimmen mit keiner von den drei mir bekannten Arten überein. Die Fühler sind viel kürzer und dicker, und der Hinterleib ist viel breiter. Selbst bei dem 5 des Stall, welches ich nicht kenne, müssen die Fühler schlanker sein, als sie West- wood bei rhomhiventris zeichnet. Die übrigen Arten kommen schon wegen des viel schmäleren Hinterleibes nicht in Betracht, haben übrigens noch viel längere Fühler als Stäli m. 5. Amblythyreus quadratus Westwood. Macrocephalus (Amblythyreus) quadratus Westwood, Trans. Ent. Soc. Lond., 111, 3i, 1843. »Pallide luteo-fulvus, punctatus, capite et articulis tribus basalibus antennarum magis brunneis, concoloribus, pronoti angulis lateralibus acute productis fuscis margi- neque postico obscuro, abdomine angustiori quadrato, angulis lateralibus obscuris. Long. corp. lin. 5 (11 mm.); lat. abdom. lin. 3 (6-5 mm.). Hab. in India orientali. In Mus. nostr. Corpus subtus cum pedibus et rostro pallide luteum, abdomine maculis nonnullis mediis carneis. Pronotum marginibus lateralibus serrulatum, angulis valde prominen- tibus ut in praecedente, linea impressa longitudinali media, alterisque duabus elevatis. Abdomen in medio sub tegmina carneum, angulis lateralibus apiceque fuscatis. Corium hemelytrorum luteum, venis ad apicem ejus carneis; membrana parum fuscescenti, venis obscuris; alarum vena basali externa crassa carnea.« Auch von dieser Art wurde bisher die Type nicht untersucht. Nach der Beschrei- bung zu schliessen, scheint mit intermedius m. oder Stäli m. ziemlich grosse Aehn- lichkeit vorhanden zu sein. Man kann aber bei dem Umstände, dass sich die Ambly- thjrreus-Anen nur durch subtile Merkmale unterscheiden, keine sichere Deutung wagen. Westwood hat hier wie bei der vorigen Art vergessen, das Geschlecht anzugeben. 6. Amblytliyreus angiistiis Westwood. Macrocephalus (Amblythyreus) aiigustus Westwood, Trans. Ent. Soc. Lond , 111, 3i, 1843. »Niger, thorace abdomineque angustioribus, pro- thoracis marginibus lateralibus fulvis, disco postice sub- rufo, abdomine fulvo fascia media nigra, scutello angustiori. Long. corp. lin. 5 (^11 mm.); lat. abdom. lin. 2'/^ (5.5 mm.). Habitat? In Mus. Brit. Pronotum marginibus lateralibus vix emarginatis ser- rulatis, fulvis, disco postice subrufo; scutellum fulvum, hemelytra fusca, membrana pallida venis nigris. Abdomen, quam in praecedentibus duabus speciebus, multo angustius, fulvum, fascia transversa media nigra; apice rufo. Corpus subtus fulvum, capite nigro, antennis nigris, basi articuli ultimi rufescenti. Rostrum fulvum.« Stimmt nach der Beschreibung ziemlich gut mit Amblythyreus augustus Westw., meinem Gestio! überein. Durch gütige Vermittlung des nach einer T3'pe aus dem British- ,j i^-i. u-u-u- u t ^^ n •''^ ,. . Herrn Kirby erhielt ich eine von Herrn .lames Green Museum von E. Green skizirt. -_-; , . r, • . 1 .1 ausgeführte Zeichnung des im Britisch -Museum aufbe- wahrten Originalexemplares (cf). Kopf und Fühler sind • — vorausgesetzt, dass die Zeichnung nicht ganz schlecht ist — doch von jenen des Gestroi m. sehr verschieden. Fig. 29. Monographie der Phymatiden. 2l3. Die Vorderbeine sind von einem anderen Exemplare (sec. Kirby i. 1.) und in unnatür- licher Stellung von der schmalen Oberseite aus gezeichnet. Herr Kirby theilt mir mit, A. angiistus W. stamme aus Indien. V. Cnizocoris n. g. Kopf schlank, ähnlich gebaut wie bei den drei vorhergehenden Gattungen, fast cylindrisch, ohne Stirnfortsatz. Die stark gewölbten, fast halbkugeligen Facettaugen liegen vor der Mitte der Kopfseiten, die sehr gut entwickelten Ocellen auf dem Scheitel. Tylus kaum begrenzt, Juga, wie bei den vorhergehenden Gattungen, becherförmig, die Fühlerbasis umschliessend. Genae vorn zusammenschliessend, stark vortretend, Buc- culae gut geschieden und gelappt. Rüsselrinne einfach, deutlich gerandet. Rüssel lang, ähnlich wie bei Amblythjrreus Westw. gebaut, nicht anliegend; seine zwei ersten Glieder fast gleich lang, das dritte ziemlich lang und dünn, nicht gebogen. Fühler sehr schlank, ihr erstes Glied lang, cylindrisch, das zweite und dritte fast keulenförmig, massig lang, das vierte sehr lang, schlank keulenförmig. Auf dem Kopfe ist weder ober den Augen, noch unter denselben, noch neben der Rüsselrinne, noch an der Vorder- seite der Genae eine Fühlerrinne zu bemerken. Thorax ähnlich gebaut wie bei Amb[rtlij-reus Westw., an den Seiten ohne Fühler- rinne; der vordere Theil des Pronotum ist vom hinteren ziemlich deutlich geschieden, die Kiele und die Mittelfurche sind erhalten, die Seitenecken in eine scharfe Spitze ausge- zogen. Das Scutellu m ist sehr kurz, fast dreieckig, mit abgerundeter Spitze, ohne Mittelkiel und erreicht kaum ^/j der Länge des Hinterleibes. Ecken der Vorderbrust in einen Dorn ausgezogen. Vorder flu gel ähnlich wie he'i Amblytliyr-eus Westw.; das Corium gross und breit, seine dritte und fünfte Ader erst am Ende getrennt. In der Membran ist die dritte Ader wie bei Amblythjrreus Westw. vom Grunde aus getheilt, die fünfte und siebente Längsader gleichfalls ganz ähnlich wie bei der genannten Gattung. Hinter flügel mit gut entwickeltem Hamus und Anallappen; sowohl die siebente als die neunte Convexader getheilt. Die Beine sind sehr schlank, das erste Paar nach demselben Typus gebaut wie bei den drei vorhergehenden Gattungen, mit sehr langer Hüfte und atrophirtem Tarsus. Mittel- und Hinterbeine sind sehr schlank, das zweite Glied ihrer Tarsen dünn und lang, gebogen. Das Abdomen ist flach, in der Grundform fast elliptisch, doppelt so lang als breit und am Hinterende ausgeschnitten. Die Connexiva sind schmal und ganzrandig, die Genitalsegmente ähnlich gebaut wie bei den anderen Gattungen. Sculptur und Farbe sind ähnlich wie bei den verwandten Gattungen. Cnizocoris m. ist mit Amblytliyreus Westw. sehr nahe verwandt, unterscheidet sich aber auffallend durch den ganz verschiedenen Habitus. Während Amblythj'reiis Westw. das Aussehen einer Verlitsia hat, sieht Cnizocoris m. der Gattung Steno- cephaliis am ähnlichsten. 17* Fig, 3o. Cnizocoris Davidi i^. 214 Ant. Handlirsch. I. Cniiocoris Davidi n. sp. Taf, VI, Fig. 8; Taf. IX, Fig. 53, 63. d' Sehr schlank und flach, habituell einem Stenocephalus ähnlich. Kopf schlank, cvlindrisch, an den Rändern der Rüsselrinne grob gekörnt, Ocellen- höcker nicht entwickelt. Fühler sehr lang und schlank, so lang als der Kopf und Thorax zusammen; das erste Glied ist fast cylindrisch, beinahe dreimal so lang als breit, das zweite keulenförmig, 2^2 mal so lang als breit, das dritte ganz ähnlich wie das zweite, das vierte achtmal so lang als dick, mehr w'alzen- als keulenförmig und am Ende zugespitzt, mehr wie 2^/2 mal solang als die zwei vorhergehenden zusammen. Pro- not um flach, seine Kiele deutlich, die Seitenecken sehr scharf zugespitzt, nach oben und etwas nach hinten gerichtet. Ecken der Vorderbrust in je einen dornartigen Zapfen verlängert. Scutellum ziemlich klein, dreieckig, mit abgerundeter Spitze, flach, an den Seiten deutlich gerandet, ohne Mittelkiel und nicht ganz ein Drittel der Länge des Hinterleibes erreichend. Membran stark gebräunt. Beine sehr schlank, die Vorder- hüften lang, cylindrisch, die Schenkel fast dreimal so lang als breit, nicht deutlich gra- nulirt. Hinterleib lang elliptisch, doppelt so lang als breit, seine Connexiva schmal, mit schwach vorragenden Hinterecken. Das Hinterende stark ausgeschnitten. Der Kopf, der vordere Theil des Pronotum und die Brustseiten sind sehr schütter granulirt, die hintere Hälfte des Prothorax und das Scutellum massig grob und un- regelmässig punktirt. Abdomen kaum granulirt. Der Körper ist kahl; Kopf und Fühler sind schwarzbraun, ebenso der Thorax, mit Ausnahme der gelben Sterna und einiger bräunlicher Flecken auf dem Pronotum und an den Brustseiten; Scutellum braunroth, an der Basis verdunkelt; Corium dunkel braunroth; Abdomen unten gelb, oben schwarz; die Connexiva auf jedem einzelnen Segmente vorn gelb, hinten schwarz. Rüssel und Beine gelb. 10 Mm. I cf aus Thibet (Mou-Pinj, von Herrn A. David gesammelt und Eigenthum des Pariser Museums. 2. Cniiocoris Stenocephalus n. sp. Taf. IX, Fig. 54, 64. cT. Der Ciii':iocoris Davidi m. sehr ähnlich. Die Ränder der Rüsselrinne nicht deutlich gekörnt, sehr wenig hervortretend. Fühler ähnlich, ihr erstes Glied dreimal, das zweite zweimal, das dritte 2V2mal und das vierte achtmal so lang als breit, fast 3^/2 mal so lang als das zweite und dritte zusammen, im Verhältniss also länger als bei Davidi m. Thorax gleichfalls ähnlich wie bei der anderen Art, die Seitenecken aber nicht so gleichmässig spitz ausgezogen, sondern mehr unvermittelt verjüngt und stärker nach hinten gebogen. Scutellum etwas länger und mehr zugespitzt. Beine und Flügel sind ganz ähnlich, ebenso das Abdomen, die GranulirungunddieSculptur. Kopf und Fühler sind schwarzbraun, der Thorax unten gelbbraun, oben rothbraun, in der Mitte und am Vorderrande dunkler; Vorderbrustseiten in der oberen Partie schwärzlich; Scutellum rothbraun; Hinterleib unten gelbbraun, oben schwarz, die Con- nexiva einfarbig bräunlich. Beine gelbbraun, theilweise verdunkelt, Rüssel braun. IG Mm. I (j aus Dardjiling, von Herrn Harm and gesammelt und Eigenthum des Pariser Museums. Monographie der Phymatiden. 215 VI. Glossopelta n. p. Fig. 3i. Glossopelta acuta Handl. 9 Kopf sehr lang, ähnlich gebaut wie bei den vier vorhergehenden Gattungen, fast cylindrisch, ohne Stirnfortsatz. Ueber die Seiten der Genae und Bucculae zieht eine deutliche Fühlerrinne, welche sich an der Unterseite des Kopfes neben der Rüsselrinne fortsetzt. Tylus deutlich begrenzt, Juga wie bei den vor- hergehenden Gattungen becherförmig, die Fühler- basis einschliessend. Genae vorspringend, vorne unter den Fühlern zusanimenschliessend, Bucculae gross, gut begrenzt. Die Rüsselrinne ist jederseits erweitert und dient dadurch auch als Fühlerrinne, .-^ugen gut entwickelt, ziemlich stark gewölbt und etwas vor der Mitte der Kopfseiten liegend. Ocellen deutlich. Rüssel kräftig, fast gerade, sein erstes Glied entschieden länger als das zweite, das dritte fast gerade, dünn und massig lang. Fühler zier- lich und schlank, in der Ruhe nach unten ge- schlagen; ihr Schaft ist dick und kurz, das zweite und dritte Glied sehr dünn und schlank, das Endglied schlank keulenförmig. Prothorax ähnlich gebaut wie bei den vorhergehenden Gattungen, oben ziem- lich flach, die Seitenecken relativ stark entwickelt, Mittelfurche deutlich, Kiele massig ausgebildet; Seiten ohne Fühlerrinne; Ecken der Vorderbrust sehr stark spitz vortretend, das Ende des Rüssels einschliessend. Scutellum so lang als das Abdomen, zungen- förmig, ohne deutlichen Mittelkiel. Vorderflügel ähnlich wie bei den drei vorhergehenden Gattungen, das Corium aber schmäler, mit fast ganz verschmolzener dritter und fünfter Ader. In der Membran ist die dritte .Ader gegabelt. Die Zellen zwischen der fünften und siebenten sind ganz wie bei Amblj^tliyreiis W. und Ciii^ocoris m. Hinterflügel mit Hamus und gut ent- wickeltem .Anallappen; siebente Längsader einfach, neunte getheilt. Beine nicht besonders lang. Das erste Paar ist nach demselben Typus gebaut wie bei den vier vorhergehenden Gattungen: Massig kräftige Raubbeine nach dem Mantis- Tvpus, ohne Tarsus. Mittel- und Hinterbeine, im Vergleiche zu Cni:iocoris, sehr kurz, flachgedrückt, mit ziemlich langem zweiten Tarsenglied. Das Abdomen ist nicht auffallend flach, ähnlich geformt wie bei Macrocephalus Swed., im Umrisse schlank herzförmig, an dem Hinterende (cT) ausgeschnitten. Die Connexiva sind massig stark entwickelt, ganzrandig, die Genitalsegmente im Ganzen ähnlich gebaut wie bei den anderen Gattungen. Sculptur und Färbung ähnlich wie bei den verwandten Gattungen. Glossopelta m. gleicht habituell am meisten der Gattung Macrocephalus Swed., gehört aber, nach dem Flügelgeäder zu schliessen, in die nähere Verwandtschaft von Amblythyreus W., Cni^ocoris m., Oxythyreus VVestw. und Agreiiocoris m. Von den drei erstgenannten Gattungen unterscheidet sich Glossopelta wesentlich durch das lange Scutellum, von Agreuocoris hauptsächlich durch die Fühlerrinnen des Kopfes. 2l6 Ant. Handlirsch I. Glossopelta acuta n. sp. Taf. VI, Fig. 4; Taf. IX, Fig. 55, 56, 65. Schlank gebaut und ziemlich flach. Kopf sehr lang, von oben gesehen fast cvlin- drisch erscheinend. Die Fühlerrinne an der Unterseite des Kopfes ist seitlich durch eine grob granulirte Leiste begrenzt. Fühler sehr schlank, ihr erstes Glied in eine scharfe Spitze ausgezogen, an deren äusserer Seite das zweite Glied inserirt ist. Im männlichen Geschlechte ist das zweite Glied S'/^mal, das dritte viermal, das vierte fünfmal so lang als breit und nur um ein Viertel länger als das zweite und dritte zusammen; im weib- lichen Geschlechte ist das zweite Glied dreimal, das dritte fünfmal, das vierte nicht ganz fünfmal so lang als breit und kaum länger als die zwei vorhergehenden zusammen. Die vordere Partie des Pronotum ist schmal und lang, dessen Seiten in je eine grosse, breite, etwas aufgebogene Spitze ausgezogen, hinter welcher noch die Andeutung einer zweiten kleinen Spitze zu sehen ist. In Folge der stark vortretenden Seitenspitzen er- scheinen die Ränder des Pronotum tief ausgebuchtet. Die Mittelrinne ist deutlich, auch die Kiele sind in der Mitte gut erhalten. Das Scutellum erreicht das Ende des Hinter- leibes und ist schmal zungenförmig, vor der Mitte deutlich verschmälert; ein Mittelkiel ist nur gegen die Basis zu angedeutet. Membran stark gebräunt, mit violettem Schimmer und dunklen Adern. Vorderhüfte dreimal so lang als breit, Vorderschenkel nicht sehr stark erweitert, gleichfalls dreimal so lang als breit, so wie jene der folgenden Beinpaare kaum granulirt. Das Abdomen ist massig flach, schlank herzförmig, an der Grenze des zweiten und dritten Segmentes am breitesten, im weiblichen Geschlechte breiter als der Thorax. Die Connexiva massig breit, fast ganzrandig; das Hinterende bei dem o" deutlich aus- geschnitten, bei dem 9 nur schwach ausgebuchtet. Der Kopf, die vordere Partie des Pronotum und die Brustseiten sind unregel- mässig, schütter und ziemlich grob granulirt, der Hinterleib nur sehr undeutlich. Der hintere Theil des Pronotum, namentlich dessen Seitenlappen und die Basis des Scu- tellum, sind ganz besonders grob und unregelmässig punktirt, der übrige Theil des Scutellum erscheint in Folge der feinen und dichten Sculptur fast lederartig. Die Grund- farbe ist röthlich lehmgelb, oben auf dem Thorax und Scutellum stellenweise etwas grau oder bräunlich. Bei dem o" ist der Kopf mit den Fühlern, der vordere Theil des Prothorax, dessen ganze Oberseite, das Scutellum, mit Ausnahme einer Mittellinie, und das Corium mehr oder weniger stark gebräunt, manchmal sogar schwarz. 10 bis 11-5 Mm. Ich untersuchte 8 r/" und 4 o aus Gar in Cheba und Chan Yoma in Birma- nien, von Fea gesammelt, ferner aus Sumatra (S. Rambe, D. Tolong, Balighe), von Modigliani gesammelt, Eigenthum des Museums in Genua und des Herrn A. L. Montandon. 2. Glossopelta Montandoni n. ,sp. Taf. I.K, Fig. 57. 5. Mit der vorhergehenden Art sehr nahe verwandt. Der Kopf ist ganz ähnlich. Das erste Fühlerglied am Ende nicht in eine Spitze ausgezogen, sondern abgerundet, das zweite dreimal, das dritte fast viermal, -das vierte viermal so lang als breit, i'/.jmal so lang als das zweite und dritte zusammen. Der Thorax ist etwas breiter, seine Seiten- lappen sind nicht so stark nach vorn gezogen, mehr gerade nach der Seite und nach oben gerichtet. Flügel und Beine sind ganz ähnlich, das Scutellum und der Hinter- Monographie der Phymatiden. 217 leib etwas breiter. Die Sculptur ist gleiclifalls ähnlich, die Granulirung an der Ober- seite des Hinterleibes jedoch deutlicher. Der Körper röthlichgelb, die Seitenecken des Thorax gebräunt, das Scutellum etwas mehr graugelb. i3 Mm. I ? von der Insel Pulo-Laut im Südosten von Borneo, Eigenthum meines sehr geehrten Freundes und CoUegen in Bukarest, dem ich die Art gewidmet habe. 3. Glossopelta Harmandi n. sp. Taf. VI, Fig. 5; Taf. IX, Fig. 58. d'. Viel schlanker als die zwei vorhergehenden .A.rten, in der Gestalt an Macro- cephalus macilentiis Westw. erinnernd. Der Kopf ähnlich wie bei den anderen Arten der Gattung, das erste Fühler- glied nicht spitz vorragend, schief abgestutzt und am Ende abgerundet. Das zweite und dritte Glied noch dünner als bei acuta m., ersteres reichlich viermal, letzteres sechsmal, das Endglied viermal so lang als breit, gleich lang wie die zwei vorher- gehenden zusammen. Vorderer Theil des Pronotum sehr lang, der hintere mit stumpf dreieckigen, wenig vorragenden und nicht aufgebogenen Seitenlappen. Die Kiele kaum entwickelt. Ecken der Vorderbrust etwas weniger vorgezogen als bei den zwei anderen Arten. Scutellum lang zungenförmig, ähnlich wie bei acuta m., sein Mittelkiel un- deutlich. Membran schwach gebräunt. Beine ähnlich wie bei acuta m., die vorderen etwas weniger schlank; auch die Mittel- und Hinterbeine noch gedrungener. Abdomen nicht breiter als der Thorax, an den Seiten nicht stark vortretend, ganzrandig und hinten deutlich ausgeschnitten. Granulirung auf dem Kopf, Prothorax und namentlich an den Thoraxseiten stark ausgeprägt. Punktirung des Thorax und Scutellum stärker und auf letzterem auch viel gröber als bei acuta m. Grundfarbe röthlich-gelbbraun, der Kopf nach vorn zu dunkler, das Scutellum gebräunt, mit unregelmässigen gelblichen Masern. Basis und Ende der Fühler dunkler. Beine gelb. 10 Mm. I d" aus dem Pariser Museum mit der Bezeichnung: M. Chandoc, Cochin- china. Harmandleg. Diese Art, welche ich nach ihrem Entdecker benenne, ist an den angegebenen Merkmalen sehr leicht von den zwei anderen Arten der Gattung zu unterscheiden. VII. Agreuocoris n. sp. Kopf lang, ähnlich geformt wie bei der vorhergehen- den Gattung, fast cylindrisch, ohne Stirnfortsatz. Weder an den Seiten, noch unten, noch ober den Augen ist eine Fühlerrinne zu bemerken. Tvlus deutlich begrenzt, .Tuga wie bei den vorher- gehenden Gattungen; Genae stark vorspringend, ßucculae klein, aber gut begrenzt, beide ohne Fühlerrinne. Rüssel- rinne schmal, nicht zu einer Fühlerrinne erweitert, nur so breit als der Rüssel und deutlich gerandet. .Augen und Ocellen wie bei Glossopelta m. J2. . Notialhieri. 2l8 Ant. Handlirsch. Der Rüssel kräftig und gerade, anliegend, sein erstes Glied viel länger als das zweite. Leider fehlen bei dem einzigen mir vorliegenden Exemplare die Fühler. Der Thorax ist ähnlich gebaut wie bei Glossopelta m., der vordere Theil des Pronotum vom hinteren gut getrennt, die Seitenecken stark entwickelt und aufgebogen, die Mittelfurche deutlich, die Kiele nicht sehr stark entwickelt. Seiten ohne Fühlerrinne. Ecken der Vorderbrust vorgezogen, das Ende des Rüssels einschliessend. Scutellum ganz ähnlich wie bei Glossopelta m., lang zungenförmig und das Ende des Hinterleibes erreichend. Vorderflügel ähnlich wie bei Glossopelta m., das Corium schmal, mit ver- schmolzener dritter und fünfter Ader; die dritte Ader der Membran gegabelt, die Zellen zwischen der fünften und siebenten ganz ähnlich wie bei den vorhergehenden Gattungen. Hinterflügel mit gut entwickeltem Hamus und Anallappen; sowohl die siebente als die neunte Ader getheilt. Die Vorderbeine sind bei meinem Exemplare nicht erhalten, doch ist anzu- nehmen, dass dieselben ähnlich gebaut sind wie bei den verwandten Gattungen. Mittel- und Hinterbeine sind ganz ähnlich wie bei Glossopelta m., kurz und gedrungen. Das Abdomen ist nicht auffallend flach, ganz ähnlich geformt wie bei Glosso- pelta m., breit herzförmig mit stark aufgebogenen Seiten und schwach ausgeschnittenem Hinterende. Sculptur und Farbe ähnlich wie bei den verwandten Gattungen. Agreuocoris m. ist mit Glossopelta am nächsten verwandt und stimmt, abgesehen von dem Kopfe, in allen wesentlichen Merkmalen mit dieser Gattung überein. Der Kopf erinnert mehr an Amblythyreus W., Cni\ocoris m. und Oxj'thyreus W . Von Macro- cephalus Swed. ist diese neue Gattung ausser durch das Geäder auch durch den Mangel der Rüsselrinne an der vorderen Seite der Genae verschieden. I. Agreuocoris Noualhieri n. sp. ö\ Gestalt ähnlich wie bei Glossopelta acuta m. Kopf fast cylindrisch, die Genae vorn ganz zusammenschliessend, der Rand der Rüsselrinne nicht stark hervortretend, unbewehrt. Ocellen- höcker schwach ausgeprägt. Erstes Fühlerglied ziemlich dünn, nicht zugespitzt. Pronotum in der Mitte deutlich eingedrückt, deutlich gekielt, seine Seitenlappen stark aufgebogen, etwas nach hinten gerichtet und am Ende deutlich ausgeschnitten. Das ganze Pronotum ist i'/^mal so breit als lang. Ecken der Vorderbrust stark vorgezogen. Scutellum lang zungenförmig, fast bis an das Ende des Abdomen reichend, ohne scharf ausgeprägten Mittelkiel. Membran stark gebräunt. Abdomen breit herzförmig, entschie- den breiter als der Thorax, sein Endsegment etwas ausgebuchtet, die Connexiva ganzrandig, nur an den Ecken des ersten und zweiten Segmentes etwas vortretend. Körper kahl, der Kopf fein granulirt, der vordere Theil des Pronotum und die Brustseiten etwas gröber, ähnlich auch die freiliegenden Theile des Hinter- leibes. Hinter der Mitte ist das Pronotum dicht und sehr grob punktirt. Scutellum längs der Mitte grob, an den Seiten fein und dicht punktirt. Die Unterseite ist licht röth- lichbraun, der Kopf oben und seitlich fast schwarz, der Prothorax oben schwarzbraun, Fig. 33. Agr. Noualhieri cf . Monographie der Phymatiden. 2ig am Rande bräunlich, hinter der Mitte mit einigen röthlichen Flecken. Scutelluni fast ganz schwarz; die freiliegenden Seiten des Abdomen bräunlich. Corium dunlvel, erstes Fühlerglied dunkel, Rüssel und Beine bräunlich. lo Mm. Ich beschreibe diese Form nach einem einzigen, leider stark verletzten Exemplare aus der Sammlung des Herrn M. Noualhier und erlaube mir, ihm die Art zu widmen. Das Exemplar trägt nur die Bezeichnung »Mexique«, deren Richtigkeit ich jedoch be- zweifle. Alle verwandten Formen stammen aus Asien. VIII. Carcinocoris Handlirsch. Carcinocoris, Handlirsch, Verh. k. k. zool.-bot. Ges. Wien, XLVII, 25, 1897. Kopf massig schlank, das Hinterhaupt lang und fast cylindrisch. Stirn ohne Fort- satz, Juga kurz, die Fühlerbasis nicht umschliessend. Facettaugen sehr gross und stark gewölbt, vorgequollen. Ocellen sehr gut entwickelt. Genae sehr gross und weit vor- springend, vorn unter den Fühlern zusammenschliessend. Bucculae gut entwickelt. Rüsselrinne nicht besonders tief. Fühlerrinnen sind weder ober, noch unter den Augen, noch an der Unterseite des Kopfes oder vorn auf den Genis zu bemerken. Rüssel kräftig, etwas gebogen; seine zwei ersten Glieder fast gleich lang, das Endglied dünner und kurz, zugespitzt. Die Fühler sitzen am Ende der Stirn, frei und knapp nebenein- ander; sie werden in der Ruhe nach unten geschlagen und kommen so neben dem Rüssel zu liegen. Der Schaft länger, cylindrisch, die folgenden Glieder einzeln stark keulenförmig oder fast knopfartig verdickt, das (vierte) Endglied am grössten. Der Thorax ist nicht auffallend flach, mehr gedrungen, das Pronotum deutlich in eine vordere und hintere Partie getheilt und trägt nebst zwei deutlichen, gut ausge- bildeten Längskielen auch eine Mittelfurche ; seine Seiten- ränder sind nicht wie bei vielen Phymaten comprimirt und erweitert, die Seitenecken massig stark ausgebildet. Thoraxseiten ohne Fühlerrinne. Ecken der Vorderbrust abgerundet, nicht vorgezogen. Das Scutellum flach und lang, schmal zungenförmig; es erreicht nahezu das Hinterende des Abdomen und trägt einen deutlichen Längskiel. Fig. 34. Carcinocoris Bingitami. Corium breit, gut entwickelt; die dritte und fünfte Ader nicht bis zum Ende des Coriums verschmolzen. Dritte Ader in der Membran, so wie bei den vorhergehenden Gattungen, gegabelt, zwischen der fünften und siebenten Ader liegen zwei kurze, fast gleiche Zellen. Die Hinterflügel weichen von jenen der vorhergehenden Genera dadurch ab, dass sowohl der Hamus als auch der Anallappen reducirt sind. Zwischen der sechsten und zehnten Concavader liegen zwei Convexadern, von welchen ich nicht sagen kann, ob sie mit sieben und neun oder als Aeste von einer dieser Adern zu bezeichnen sind. Die Vorderbeine weichen durch ihre eigenthümliche Form von denen aller vorhergehenden Genera ab; sie sind nicht nach dem Typus von Mantis-, sondern nach jenem der Krebsscheeren gebaut. Hüfte und Trochanter sind ähnlich gebildet wie bei den anderen Gattungen, schlank; der Schenkel ist verdickt und trägt an seinem distalen 220 Ant. Handlirsch. Ende einen langen unbeweglichen Fortsatz, an dessen eine gezähnte Kante sich die gleichfalls fein gezähnte Schiene wie der bewegliche Finger einer Krebsscheere an den unbeweglichen anlegt. Der Tarsus der Vorderbeine ist atrophirt. Mittel- und Hinterbeine sind verhältnissmässig schlank, nicht flachgedrückt, ihr erstes Tarsenglied sehr kurz, das zweite massig lang und leicht gebogen. Das Abdomen ist nicht auffallend flach, im Umrisse fast rhombisch, seine Conne- xiva sind breit, mehr oder weniger gelappt, die Genitalsegmente ähnlich gebildet wie bei den anderen Phymatiden. Die breiteste Stelle des Hinterleibes liegt in der Gegend des dritten Segmentes. Der ganze Körper, mit Einschluss der Beine und Fühler, ist sehr reichlich mit auffallenden borstentragenden Dornfortsätzen besetzt und gewinnt dadurch ein rauhes, stacheliges Aussehen. Carcinocoris m. ist mit der nächstfolgenden Gattung am engsten verwandt; in dem Geäder sind Charaktere von Macrocephalus Swed. (^die kleinen Zellen zwischen der fünften und siebenten Ader") mit solchen von Amblythyreus W., Glossopelta m. und den mit diesen verwandten Formen (gegabelte dritte Ader) vereinigt. I. Carcinocoris Castetsi Ilandl. Taf. VI, Fig. I ; Taf. IX, Fig. 59, 60. \ Carcinocoris Castetsi, Handlirsch, Verh. k. k. zool.-bot. Ges. Wien, XLVII, 26, 1897. Auffallend dornig und stachelig, gedrungen gebaut. Ocellenhöcker gut entwickelt, Rand der Rüsselrinne nicht sehr deutlich hervortretend. Fühler ziemlich kurz, bei dem cf dicker als bei dem §, ihr zweites und drittes Glied bei ersterem stärker, bei letz- terem schwächer keulenförmig. Im männlichen Geschlechte ist das zweite Glied doppelt, das dritte a'^/^mal, das vierte gleichfalls a^^mal so lang als breit und etwas kürzer als die zwei vorhergehenden zusammen. Im weiblichen Geschlechte ist das zweite Glied i^/^mal, das dritte dreimal, das vierte nur a'/^mal so lang als breit und ebenso lang als die zwei vorhergehenden zusammen. Der Thorax ist ziemlich dick, das Pronotum gewölbt, deutlich gekielt mit gut entwickelten, deutlich hervortretenden und leicht auf- gebogenen, aber nicht ausgeschnittenen Seitenecken. Ecken der Vorderbrust nicht vor- tretend. Scutellum lang und schmal zungenförmig, fast so lang als der Hinterleib, flach, deutlich gerandet und mit einem gut entwickelten, scharfen Mittelkiel versehen. Corium gut entwickelt, Membran deutlich beraucht, ihre Adern bräunlich. Vorderhüften sehr schlank, fast so lang als der Schenkel; dieser beiläufig 2^/2^101 so lang als breit, dick, oben und unten convex, am distalen Ende in einen langen, deutlich gebogenen, unbeweglichen Fortsatz ausgezogen, an welchen sich die Schiene anschliesst. Mittel- und Hinterbeine sind ziemlich zart und schlank, nicht deutlich flachgedrückt. Hinterleib bedeutend breiter als der Thorax, fast rhombisch, in der Gegend des dritten Segmentes am breitesten. Die Connexiva der einzelnen Segmente flach bogenförmig vortretend, von einander gut abgesetzt; die Seitenecken des dritten Segmentes stärker bogenförmig vortretend. Hinterende nicht ausgebuchtet. Der Kopf mit den drei ersten Fühlergliedern, der ganze Thorax und das Scutellum, die Beine und die Ränder der Connexiva sind reichlich mit borstentragenden Dorn- fortsätzen besetzt. Sogar die Augen und die zwei ersten Rüsselglieder tragen einige kleine Dörnchen. Auf dem Scutellum ist die ganze Fläche mit kleinen Dörnchen be- setzt, der Rand mit etwas längeren. Die hintere Partie des Pronotum dicht und grob. Monographie der Phymatiden das Scutellum fast lederartig punktirt. Grundfarbe ist ein blasses, fahles Gelbgrau, im männlichen Geschlechte auf dem Kopf und Thorax bräunlich melirt. Quer über die Mitte des Hinterleibes zieht eine breite, bei dem o fast rein schwarze, bei dem 9 roth- braune Binde. Im männlichen Geschlechte sind ausserdem noch einige dunkle Flecken auf den Connexiven vorhanden. Der von den Flügeln bedeckte Theil des Hinterleibes ist dunkel. Fühler und Beine sind gelblich, stellenweise, besonders bei den Männchen, etwas gebräunt. 7-8 Mm. 2 cT und I 9 von Herrn Castets im südlichen Vorderindien (Pulney-Hills und Tritschinapaly) gesammelt, Eigenthum des Herrn M. Noualhier. 2. Carcinocoris Binghami Sharp. Tat; VI, Fig. 2; Taf. IX, Fig. 61, 62, ! Carcinochelis Binghami Sharp, Ent. Monthly Mag., XXXIII, 35, 1897. ! Carcinocoris erinaceus Handlirsch, Verh. k. k. zool.-bot. Ges., XLVII, 26, Fig., 1897. Sehr ähnlich der C. Castetsi m.; etwas schlanker gebaut. Der Kopf ist ganz ähn- lich, die Fühler dagegen sind entschieden länger; im männlichen Geschlechte ist das zweite Glied 2^/^ mal, das dritte dreimal, das vierte gleichfalls dreimal so lang als breit und ebenso lang als die zwei vorhergehenden zusammen, im weiblichen Geschlechte ist das zweite Glied doppelt, das dritte 2^/^ mal, das vierte dreimal so lang als breit, ebenso lang als das zweite und dritte zusammen. Thorax etwas schlanker als bei der anderen Art, seine Seitenecken mehr spitz zulaufend. Scutellum hinten mehr zuge- spitzt. Vorderflügel ähnlich, schwach beraucht, die zwei Zellen zwischen der fünften und siebenten Ader jedoch kleiner als bei Castetsi m. Beine gleichfalls ganz ähnlich. Abdomen schlanker, nicht so deutlich rhombisch, eher von elliptischer Form. Die kleineren Dornen treten mehr zurück, dafür sind die grösseren entschieden länger und viel stärker entwickelt als bei Castetsi m. Die Fläche des Scutellum ist nur mit ganz vereinzelten Dörnchen besetzt. Sculptur ähnlich wie bei Castetsi m., ebenso die Färbung. Die Querbinde des Hinterleibes tritt jedoch nicht so deutlich hervor. Im männlichen Geschlechte ist die Fühlerbasis nebst einigen Stellen des Kopfes und des Thorax geschwärzt. 6 — 7 Mm. 3 cf und 2 9 mit der Bezeichnung »Carin Cheba goo^i loo M. Fea.«, Eigen- thum des Museo civico in Genua und des Herrn A. L. Montandon. Sharp's Be- schreibung ist ungefähr um eine Woche früher erschienen als meine; er hatte ein ein- zelnes von Bingham auf den Pegu Hills (Birmanien) gesammeltes Exemplar vor sich, welches mir später zur Untersuchung zugeschickt wurde. IX. Carcinochelis Fieber. Carcinociielis Fieber, Europ. Hemipt., 34. 1861. » Walker, Catalogue, VI, 170, 1873. » Handlirsch, Verh. k. k. zool.-bot, Ges., XLVII, 25, 1897. Kopf nicht sehr lang, mit stark entwickeltem Hinterhaupte, ohne Stirnfortsatz. Juga sehr kurz, der Kopf daher nicht weit über die vorgequollenen grossen .Augen hinaus fortgesetzt. Ocellen sehr gut entwickelt, auf einem Höcker liegend. Genae und ßucculae massig gross, deutlich vorspringend. Rüsselrinne nicht sehr deutlich. Weder 222- Ant. Handlirsch. ober, noch unter den Augen, noch neben der Rüsselrinne ist eine Spur von Fühler- rinnen zu sehen. Der Rüssel kräftig, freiliegend, seine zwei ersten Glieder fast gleich. Von den Fühlern sind bei dem einzigen bisher bekannten Exemplare nur die zwei ersten Glieder erhalten; dieselben sind auffallend kurz, das zweite erscheint fast kugelig. Der Thorax dick und gedrungen, stark gewölbt, das Pronotum kaum gerandet, deutlich gekielt, mit deutlich vorragenden Seitenecken. Ecken der Vorderbrust nicht vorgezogen. Scutellum fast halbelliptisch, kaum halb so lang als das Abdomen, ohne deutlichen Mittelkiel. Seiten des Thorax ohne Fühlerrinne. Flügel ähnlich wie bei Carcinocoris m., das Corium breit, die dritte Ader der Membran gegabelt. Von den zwei Zellen zwischen der fünften und siebenten Ader ist die vordere grösser. Auch die Beine sind ähn- lich wie bei Carcinocoris m.; die Vorderbeine nach dem- selben Principe gebaut, scheerenartig. Das Abdomen ziemlich dick, fast rhombisch, mit schwach gelappten Connexiven. Der Körper ist nicht so auffallend stachelig wie bei der vorhergehenden Gattung, mit welcher Carcinochelis Fieb. ungemein nahe verwandt ist. Beide Gattungen unter- scheiden sich in erster Linie durch das Scutellum. Fig. 35. Carcinochelis alutaceus. I. Carcinochelis aliitaceus m. Taf. VI, Fig. 3. ! Carcinochelis aliitaceus Fieber, i. 1, (Lelhiery et Severin, Catal., III, 29, 1896). cf. Kopf ähnlich wie bei den Carcinocoris- Arltn, aber etwas dicker. Die Fühler sehr kurz, ihr erstes Glied nicht viel länger als breit, das zweite fast kugelig. Thorax breit und gedrungen, stark gewölbt, die Seitenecken nicht sehr stark vorspringend, nicht merklich aufgebogen und am Ende breit abgestutzt, die Kiele deutlich. Ecken der Vorderbrust nicht vorgezogen. Scutellum kurz, fast halbelliptisch, nicht ganz bis zur Mitte des .\bdomen reichend, mit feinem Rande und undeutlichem Längskiel. Vorderflügel ähnlich wie bei Carcinocoris Castetsi m.; von den zwei Zellen zwischen der fünften und siebenten Ader ist die vordere grösser. Die Hinterflügel habe ich nicht untersucht, weil das einzige Exemplar sehr gebrechlich und nicht mein Eigenthum ist; ich vermuthe jedoch, dass dieselben ganz ähnlich sein dürften wie bei Carcinocoris m. Beine fast ganz wie bei der genannten Gattung, die zwei hinteren Paare jedoch etwas weniger schlank. Abdomen breiter als der Thorax, gedrungen und fast rhombisch; das dritte Segment nicht so stark bogenförmig vortretend und die Connexiva im Ganzen nicht so stark lappig, mehr ganzrandig; das Hinterende abgerundet. Der Kopf, die Brustseiten und der vordere Theil des Pronotum sind dicht gra- nulirt; auf der Stirne und auf dem Rande der Rüsselrinne stehen einige grössere dorn- artige Spitzen. Die Fühlerglieder sind nicht deutlich bedornt. Thorax am Rande und auf den Mittelkielen des Pronotum, sowie an den Ecken und Rändern der Vorder- und Mittelbrust mit einigen grösseren Dornen. -Beine ähnlich, aber nicht so stark bedornt und beborstet wie bei den Arten der vorhergehenden Gattung; 'die Ränder der Con- nexiva nur mit ganz kurzen borstentragenden Dornwärzchen. Scutellum am Saume und an der Basis nur granulirt, sonst lederartig punktirt. Der hintere Theil des Pro- Monographie der Phymatiden. 223 notum ist dicht grob punktirt, das Corium deutlich granulirt. Der Körper ist fast ganz gelbbraun; quer über den Hinterleib zieht eine dunkler braune, breite Binde. 5-5 Mm. Leider bin ich nicht in der Lage, diese Art ganz ausführlich zu beschreiben, denn das einzige bis jetzt bekannte Exemplar, nach welchem Fieber seine Gattungsdiagnose gemacht hat, ist schlecht erhalten und so gebrechlich, dass ich ein Aufweichen nicht riskiren will. Das Exemplar ist mit Fieber's Sammlung in den Besitz Lethierry's und später in jenen des Herrn M. Noualhier übergegangen. Ein Fundort ist nicht bekannt. Der Name alutaceiis wurde von Fieber nirgends veröffentlicht und findet sich zum ersten Male, aber ohne Beschreibung in Severin's Katalog. Correcturcn. Seite 128 oben soll es heissen : Godman und Salvin. » 129 bei Gmelin ist hinzuzufügen: und Macrocephahts cimicoidei Swed. » 164 oben statt Cornuvacca Cuernaxaca. » 165 in der Mitte statt Cuernavacca Cuernaxaca. » 178 in der Synonymie statt Phvmata nervoso-pinictata und elongata Aiitliylla nervoso-pitnctata und elongata. » 181 als zweites Citat ist einzuschalten: Macrocephalus Gmelin, Syst, Nat., I (4), 2201, 1789. » 186 als zweites Citat ist einzuschalten: Macrocephahis cimicoides Gmelin, Syst. Nat., I (4), 2201, 1789. 224 Ant. Handlirsch. Systematische Uebersicht. Phymatinae. Abbildung Tafel, Figur I. Phymata Latr. crassipes Fabr., paläarkt. Region IV. i, IX. 2; Text Fig. 1.4 5 — 15. 17 monstrosa Fabr., mediterran IV. 4, IX. i vicicina m., Nordamerika . . . . ' VIII. 27. IX. 6. 7 albopicta m., Nord- und Centralamerika IV. 2, VIII. 37, IX. 3. 4 . . . annulipes Stäl, Centralamerika VIII. i, IX. 8 reticulata m., nördliches Südamerika VIII. 3, IX. 5 laciniata m.. nördliches Südamerika VIII. 2, IX. 12 Noiialhieri m., Nord- und Centralamerika IV. 3, Vlll. 4, IX. 9. Handlirschi Champion, Centralamerika VIII. 5. 36 IV. 7, IX. 16 . . . . V. 4, VIII. 35, IX. 10. II VIII. 21. IX. i3 . . . IX. 14 . Ii9- 20. 21. |22. l23. . 24. 25- 26. 27- Swederi Stäl, Brasilien . inarginata Fabr., Portorico, Haiti emarginata Guer., Cuba angulata Uhl., Windw. Ins V. 6, VIII. 26, Distanti m., Jamaica IV. 9, IX. 15 ... . integra Westw., Brasilien V. 2, IX. 23 ... . maodipennis m., Bra.silien VIII. 25. 22, IX. 17. 18 . erosa L., ganz Amerika a) fasciata Gray, Nordamerika V. 8, VIII. 29, IX. 21. 22 b) pensylvanica m., östliches Nordamerika .... VIII. 10, IX. 19. 20 . . c) granulosa m., Centralamerika VIII. 11 d) Guerini. L. et S., Cuba Vlll. 12. 28 .... ej Severini m., Centralamerika VIII. l3. 3l .... /) parva m., Central- und nördliches Südamerika g) parviceps vn., nördliches Südamerika, Antillen. Vlll. 16 h) carneipes Mayr, Südamerika V. 9, VII!. 15. 3o. . . i) cinnamomea m., Südamerika VIII. 14 k) Bogotana m., nördliches Südamerika l) communis m , Brasilien VIII. 19. 20 .... m) Linnei m., Surinam VIII. 17 n) Chilensis m., Chile, Peru 0) praestans m., Südbrasilien etc ^ • 7> VIII. 18 . . . . p) debilis m., Südbrasilien fortißcata H.-S., Südamerika IV. 5 arinata m., Südamerika VIII. 24 Karschii m., Brasilien VIII. 23. 38 .... acutangula Guer., Central- und Südamerika . . . IV. 6, VIII. 6—9. 32—34 phyllomorpha m., Brasilien scabrosa m., nördliches Südamerika ._,.... IV. 8 spinosissima Mayr, Brasilien V. i, I.X, 24 . . . . nervoso-punctata Sign., Chile V. 3 'iFeredayi Scott, Neuseeland tconspiciia Scott, Neuseeland Text Seite 144 147 149 150 151 151 152 153 154 154 155 156 156 '57 158 158 159 161 163 i63 164 164 165 166 167 168 169 169 170 171 172 •72 173 174 174 175 176 177 178 178 179 180 Monographie der Phymatiden. 225 Macrocephalinae. AbbilduTiji Text Tafel, Figur Seite Macrocephalus Swed 181 1. cimicoides Swed., Nordamerika IX. 26; Fig. 20 186 2. manicatiis Fabr., Nordamerika IX. 25 ; Fig. 21 187 3. notatiis Westw., Central- und nördliches Südamerika IX. 27. 28; Fig. 19. 22— 24 . . 188 4. tuberosus Westw., Brasilien VII. i; Fig. 18 189 5. Reuteri m., Venezuela IX. 3o. 3i 190 6. crassus m., Brasilien 191 7. aspersus Champ., Centralamerika IX, 29 191 8. vesiculosus m., Venezuela VII. 3 192 9. parvultis m., Brasilien Vll. 2 192 10. gracilis m., Nordamerika (?) IX. 32 193 11. Bergrothi m., Venezuela VII. 4 194 12. prchensilis Fahr, Nord- und Centralamerika 194 i3. Stäli m., Centralamerika 195 14. lepidus Stäl, Centralamerika VII. ;. IX. 33. 34 196 15. Mopsiis m., Brasilien IX. 36 196 16. inaequalis Champ., Centralamerika IX. 35 197 17. pulchellus Westw., Cuba IX 37. 38 197 18. leucographiis Westw., Haiti, St. Domingo . , . . IX. 39; Fig. 2 198 19. WesUvoodi Guer., Cuba IX. 41 199 20. Panamensis Champ., Panama IX. 40, Fig. 25 200 21. spiculosus Champ., Centralamerika 200 22. asper Stäl, Venezuela VII. 7 201 23. rugosipes Gut5r., Cuba V. 5, IX. 42 202 24. crassimaiius Fabr., Südamerika VII. 6, IX. 48 2o3 {25. macilentus Westw., Columbien VII. 9, IX. 44 2o3 26. atteniiatus Champ., Panama IX. 46 204 27. angustatus Champ., Panama IX. 45 204 28. granulatiis Champ., Centralamerika IX. 47 205 29. Falleiii StÄl, Centralamerika VII. 8, IX. 43 206 30. afßnis Gue'r., Brasilien VI. g 206 III. Oxythyreus Westwood 207 I. cyliiidricornis Westw., Patria? VI. 6; Fig. 20 208 IV. Amblythyreus Westw 209 1. St&lii m., Ostindien IX. 49; Fig. 27c 209 2. intermediiis m., Ostindien VI. 7, IX. 50. 51; Fig. 276 . . 210 3. Gestroi m., Ostindien IX. 52; Fig. 27^ . . . . . . 211 4. rhombiventris Westw., Patria? Fig. 28 211 5. quadratns Westw., Ostindien 212 6. angustus Westw., Ostindien Fig. 29 212 V. Cnizocoris m 2l3 1. Davidi m., Thibet VI. 8, IX. 53. 63; Fig. 3o . . . 214 2. Stenocephaliis m., Ostindien IX. 54. 64 214 VI. Clossopelta m 215 1. acuta m., Ostindien VI. 4, IX. 55. 56. 65; Fig. iG. 3i 216 2. Montandoni m., Borneo I-X. 57 216 3. Harmandi m., Cochinchina VI. 5, l.K. 58 217 VII. Agreuocoris m 217 1. Noiialhieri m., Mexico (?) Fig. 32. 33 218 226 Ant. Handlirsch. Carcinocorinae. Abbildung Text Tafel, Figur Seite VIII. Carcinocoris m 219 1. Castetsi m., Ostindien VI. i, IX. 59. 60 220 2. Binghami Sharp,, Ostindien VI. 2, IX. 61. 62; Fig. 3. 34 . . 221 IX. Carcinochelis Fieber 22 1 r. alutaceus m., Patria? VI. 3; Fig. 35 222 Alphabetisches Verzeichniss der Gattungs- und Artnanien. Acanthia • — crassipes — erosa . 159, 161, i63, 169, — monstrosa Agreuocoris . — Noualhieri Amblythyreiis — angustiis . — Gestroi . — intermedius — qiiadratua . . 209 • — rhombiventri — Stälii . . Anthylla . . — elongata — nervoso-punctata Carcinochelis — alutaceus . — Binghami Carcinocoris . — Binghami — Castetsi . — erinaceus . Cimex . . . — abietis . . — chelifer — crassipes . — erosus 147, 159, 165,169 — oblongus fuscus etc. . — (scorpio) ovatus etc. 165, 169, — vicesimus quarlus an- tennis etc. Cni:{ocoris — Davidi — stenocephalu Discomerus . — erosus . . .160, 165, Seite 144 147 165, 170 149 217 218 209 212 21 I 210 212 211 209 144 178 178 221 222 221 219 221 220 221 147 147 147 170 147 159, 170 147 2l3 214 214 144 169 Glossopelta . — acuta . . — Harmandi — Montandoni : Macrocephalus — afßnis . . — (Amblythyreus) stus . — — quadratus — — rhomhiventr — angustatus — asper . . ■ — aspersus . ■ — attenuatus — Bergrothi — cimicoides — cliens . — crassimanus — crassus — Falleni — fortificatus — gracilis granulatus inaequalis incisus lepidus leucographus macilentus manicatus Mopsus notatus . obscurus . (Oxythyreus cornis . pallidus . panamensis ' parvulus . prehensilis pulchcllus 186—189 95, 1S6 lindri Seite 215 216 217 216 181 206 212 2T2 2H 204 201 191 204 194 223 188 206 191 206 173 193 205 197 188 196 198 203 187 196 189 189 208 194 200 192 194 197 60, 44 164 Macrocephalus Reute — rugosipes . . — spiculosus — Stäti . . . — • tuberculipes . — tuherosus . . — i'esiculosus . — Westwoodi . iMecodactylus . . Oxythyreus . . — cylindricornis Phymata . — acuta . — acutangula . — albopicta . . — angulata . . — annulipes . — armata . . — breviceps . — carinata . . — carneipes . . ■ — coarctata . . — conspicua — crassipes . . — Distanti . . — elongata . . — emarginata . — erosa . 159, 161, i63 — — subsp. Bogotana — — — carneipes — — — chilensis. — — — cinnamomea — — — communis — — — debil is . — — — fasciata . — — — granulosa — — — Guerini . — — — Linnei . — — — parva 160, 160, 160, Seite 190 202 200 l32 189 192 199 209 207 208 181 175 175 151 156 151 174 167 171 167 148 180 147 157 178 156 165 169 167 171 168 169 172 161 i63 164 170 165 Monographie der Phymatiden. 227 Seite Phymata erosa subsp. parviceps .... 166 — — — pensylvanica . i63 — — — praestans . . 172 — — — Severini . . . 164 — fasciata 160, 169, 171, 172 — Feredayi 1 79 — fortificata .... 173 — Guerini . . . 160, 164 — Handlirschii . . . 154 — iniegra 158 — Karschii 174 — laciniata 153 — longiceps 175 — macrocephalus . 186, 187 — maculipennis . . . 158 — marginata .... 155 Seite Seite Phymata monstrosa 149 Syrtis erosa 159, 161 , i63, 165, — nervoso-punctata 178 169, 171 — Noualhieri . . 153 — fasciata . . . "59, 161 — phyüomorpha . 176 — Feredayi . . . 179 — reticulata . . 152 — fortificata . . . 173 — scabroaa . 177 — (Macrocephalus) pul- — simulans . 175 chella . . . 197 — spinosissima 178 — — rugosipes 202 — Sweäeri . 154 — — Westwoodi . 199 — vicina . . 150 — manicata . . . 187 — Wolfß . 160, 16 I, i63 — marginata . . 155 Syrtis . . . 147, 181 — monstrosa . . 149 — assimilis . i3i — (Phymata) acutangula 175 — carinata . 15 9, 171 — — emarginata . 156 — conspicua 180 — — erosa . . . 160 164 — crassimana 203 — prehensilis . . 194 — crassipes . . 148 — Westerhauseri . 131 Erklärung der Tafeln. Tafel IV. Fig. I. Phymata crassipes Fab. (^. »2. » albopicta n. sp. $ . »3. » Noualhieri n. sp. 5. »4. » monstrosa Fab. ^T. » 5. . fortificata H.-S. $. » acutangula Guer. (^. » Swederi Stäl (f. s> scabrosa n. sp. f^. » Distanti n. sp. § . Tafel V. Fig. I. Phvmata spinosissima Mayr 9- »2. » integra Westw. $. »3. » nervoso-punctata Sign. Q. »4. » marginata Fab. (^. » 5. Macrocephalus rugosipes Guer. (f. >. 6. Pliymata angulata Uhl. (^ . »7. » erosa l^.snhsp. praestans H&nii- lirsch 5. »8. » erosa L. subsp. /a.s-c/aM Gray 9. »9. >• » .» » carneipesMuyr'^ . F'ig. I Tafel VI. Carcinocoris Castetsi Handl. (^. » Binghami Sharp. (^. Carcinochelis alutaceus Handl. (f. Glossopelta acuta Handl. $. » Harmandi Handl. (^. Oxythyreus cylindricornis Westw. $. Fig. 7. Amblythyreus intermedius Handl. cT. » 8. Cni:(ocoris Davidi Handl. 1^. » 9. Macrocephalus affinis Guer. 9. Tafel VII. Macrocephalus tuberosus Westw. 9- » parvulus Handl. (^. y, vesiculosus Handl. ^f . » Bergrothi Handl. 9- lepidus Stäl 9. » crassimanus Fab. (J'. asper Stäl cT- Falleni Stäl (f. « macilentus Westw. (f. Tafel VIII. Seitenecke des Hinterleibes (Ventralseite) von: Fig. I » 2 . 3 . 4 » 5 . 6, " 7 » 8 » 9 Fig. I » 3 » 4 » 5 Phymata annulipes Stäl c?. » laciniata Handl. (^. » reticulata Handl. ^f . » Noualhieri Handl. (^. » Handlirschi Champ. 9- Annalen des k. k. naturhistorischen Hofmuseums, Bd. Prothorax von Phymata: Fig. 6 — 9. acutangula Guer. 10. erosa L. suhsp. pensylvanica Handl. (j'. » granulosa Handl. var. 9- . Guerini L. et S. cT. » Severini Handl, (f. » cinnamomea Handl. (^. » carneipes Mayr cf. 18 » II. » » 12. » . i3. . » 14. V » '5- » XU, Heft 2, 1S97 Ant. Hnndliisch. Fig.iö. erosa L. subsp. parviceps Handl. 9- »17. » » » Linnei Handl. (^. »18. » » » pvaestans Handl. 9- »19. » » » communis Handl. §. » 20. » V v » » ^. » 21. onarginata Stäl (^. » 23. Karschü Handl. J. » 24. (jcHiafia Handl. 9- » 25. macuUpennis Handl. 9- Kopf von Phymata: » 22. macuUpennis Handl. 9- » 26. angulata Uhl. ,^. » 27. vicina Handl. (^. > 28. erosa L. subsp. Guerini L. S. 9- » 29. i> » » fasciata Gray (f. » 3o. » » » carneipes Mayr 9 • » 3i. » » » Severini Handl. ^f- » 32 — 34. actitangtila Guer. (^ (3 Var.). » 35. marginata Fab. 0'. » 36. Handlirschi Champ. 9- V 37. albopicta Handl. ^T. » 38. Karscliii Handl. 9. Tafel IX. Fühler von Phymata: Fig. I. monstrosa Fab. q^. » 2. crassipes Fab. (^. » 3. albopicta Handl. (^ . .4. > >- 9- » 5. reticulata » (j^. » 6. vicina » (;^. . 7- » » 9- » 8. annulipes Stäl (^. » 9. Noualhieri Handl. (j'. » 10. marginata Fab. (^. »II. » V 9- » 12. laciniata Handl. (^. » l3. emarginata Stäl (J. » 14. angulata Uhl. cf. «■ 15. Distanti Handl. 9. » 16. Swederi Stäl ,^. » 17. macuUpennis Handl. ,j'. »18. » > 2. » 19. erosa L. subsp. pensylvanica Handl. (-j^. » 20. » » ^^ 1- » 9 • »21. » » » fasciata Oray cf. » 22. » a> i> » it 9« Fig.23. integra Westw. 9 • » 24. spinosissima Mayr 9. Fühler von Macrocephalus: »2;. manicatus Fab. (^. » 26. cimicoides Swed. (^. » 27. notatus Westw. (^f . » 28. » »9' » 29. aspersus Champ. (^. » 3o. Reuteri Handl. (f. » 3i. » V 9. » 32. gracilis » (^f. . 33. /e;;;WMS Stäl cf. » 34. lepidus Stäl 9- » 35. inaequalis Champ. 9- » 36. mopsus Handl. 9- » 37. pulchellus Westw. (;('. »38. » » $• » 39. leucographus Westw. (j". » 40. panamensis Champ. (j^. » 41. Westwooäi Guer. 9- » 42. rugosipes Guer. cf. .» 43. Falleni Stäl cf. » 44. macilentus Westw. (^. » 45. angustatus Champ. ^f . » 46. attenuatus » |-^. » 47- granulatus » 9' » 48. crassimanus Fab. (^. Fühler von : » 49. Amblythyreus Stälii Handl. ,-('. » 50. » intermedius Handl. (^. »51. » » »9- »52. » Gestroi » (^f. » 53. Cni:(ocoris Davidi Handl. (f. ^ » 54. » stenocephalus Handl. (/. » 55. Glossopelta acuta Handl. (j". »56. » i> » 9- » 57. » Montandoni Handl. 9- » 58. » Harmandi Handl. q^. » 59. Cfirc/iiocon's Castetsi Handl. f^. » 60. » » ^ 9 ■ » 61. » Binghami Sharp. (^. »62. » > »9. » 63. Seitenecke des Prothorax von Cni:;ocoris Davidi Handl. q"- » 64. Seitenecke des Prothorax von Cni:(OCoris stenocephalus Handl. (J', » 65. Vorderbein von Glossopelta acuta Handl. cf. Monographie der Phymatiden. 22g Verzeichniss der Abbildungen im Texte. Fig. I, Seite i36. Vorderbein von Phymata crassipes Fab. » 2, » 136. » » Macrocephahis leucographus Westw. » 3, » i36. » » Carcinocoris Binghami Sharp. » 4, » i36. Vorderflügel von Phymata crassipes Fab. X 5, » i36 Hinterflügel derselben Art. » 6, » 137. Oberseite des männlichen Hinterleibes von Phymata crassipes. » 7, » 137. Unterseite desselben. » 8, » l36. Oberseite des weiblichen Hinterleibes derselben Art. » 9, » 137. Unterseite desselben. » 10, » l38. Verdauungstract und Excretionsorgane von Phymata crassipes Fab. nach Dufour. »II, » 139. Ei von Phymata crassipes. » 12, » 139. Endsegmente einer jüngeren Larve von Phymata crassipes Fab. von der Dorsal- seite gesehen. » l3, » 139. Dieselben von der Ventralseite. » 14, » 139. Endsegmente einer älteren männlichen Larve der Phymata crassipe.'! Fab. von der Ventralseite gesehen. «•15, » 139. Dieselben von einer alleren weiblichen Larve. » 16, » Ijg. Unterseite der Endsegmente einer älteren männlichen Larve von Glossopelta acuta m. » 17, » 144. Kopf von Phymata crassipes Fab. »18, » 181. » » Macrocephalus tuberosus Westw. » 19, » 182. Flügel von » notatus » » 20, » 186. Scutellum von Macrocephalus cimicoides Swed. »21, » 187. » » » ■ maii/ojfHS Fabr. » 22 — 24, Seite 188. Scutellum von Macrocephalus notatus Westw. Verschiedene Formen. » 25, Seite 200. Scutellum von Macrocephalus panamensis Champ. » 26, X 207. Kopf von Oxythyreus cylindricornis Westw. » 27, » 210. Form des Scutellum der drei Amblythyreus-ATten: a) Gestroi m., b) intermeäius m., c) Stäli m. » 28, » 211. Amblytliyreus rhombiventris nach Westwood. » 29, » 212. . angustns Westw., nach einer durch Herrn E.Green in London angefertigten Skizze des Originalexemplares. » 3o, i> 21 3. Flügel von Cni:^ocoris Davidi m. V 3i, » 215. Kopf von Glossopelta acuta m. » 32, s. 217. » » Agreuocoris Noualhieri m. » 33, » 218. Agreuocoris Noualhieri m. » 34, » 219. Flügel von Carcinocoris Binghami Sharp. » 35, » 221. Kopf von Carcinochelis alutaceus m. 18* 23o Ant. Handlirsch. Monographie der Phymatiden. Inhaltsübersicht. Seite Einleitung 127 Historische Uebersicht. Literatur 128 Beschreibung der Familie. Morphologie i35 Anatomie i38 Ei und postembryonale Entwicklung iSg Lebensweise 140 Geographische Verbreitung 141 Systematische Stellung und Verwandtschaft der Familie 142 Unterscheidung der Unterfamilien und Gattungen 142 Tabelle zur Bestimmung der Unterfamilien und Gattungen 143 Pliyntata Latr 144 Tabelle zur Bestimmung der Phymata-Anen 145 Macrocephalus Swed 181 Tabelle zur Bestimmung der Macrocephalus-Kne.n i8i Oxythyreus Westw 207 Amblythyreus Westw 209 Cni^ocoris n. g 2i3 Glossopelta n. g 215 Agreuocoris n. g 217 Carcinocoris Handl 219 Carcinochelis Fieb 221 Correcturen 223 Systematische Uebersicht • 224 Alphabetisches Verzeichniss der Gattungen und Artnamen 226 Erklärung der Tafeln IV — IX 227 Verzeichniss der Abbildungen im Texte 229 Inhaltsübersicht 23o A.Handlirscli iMonograpIlio dci- Phymalitlf" ■ Taf.IV: Kv^ W-Fi'eih V Schlereth delin . Liih Ti Druclo'Th^B.inmvarth.ViletL AniuiIiMi lies k.k. iiaturhist. Hoftimsomns Band XII. 1897. Ä.Handlirsch : Mono^i-apliii' dir l'livmaüdi'ti . V Taf.V. \ ! ,/ 'I l ^ j^'^W^t, l.ith TiBruckrTh. Ujimwai-lllWen. M Kml.vSchlcteaiartin. Annnloii des k.lc. iinliirliisl. lloriuuspums l];ui(l Xll. 1897. A.Handlirsch : Monograpliic der Pliynmluli'n ' 2. Tal'.V!. it \> r 'i / ,, . , ., ,, ., , ,. Lull iiliru.kvTh.Bonnwarth.We" M-Fieiliv ScblereOi dpiin. Auualen des k.k. naturhist. Ilot'iimscmns Band XU. 1897. A.Handlirsch : Moiiof-rapliio do- Pliymalulcn . Tar.\ll. / ^ l.illi II DrurkvTh-Baiims-artli.Wi«!. M FrmllvSihliTellMli'Uli. 10Ü7 Aniialoii (los k.k. iialurhisl. lloriinisoums Hand XII. 1»J/. A. Handlirsch. Monographie der Phymatiden. Taf. VIII. Autor delin. Annalen des k. k. naturbist, liofmuseums, Band XII, 1897 A. Handlirsch. Monographie der Phymatiden. Taf. IX. 36 ^ 3? ^L^-r^ -^^^^N '-^^^^ ^'^^^^'^V^ ^^"""^ ^"^^ '^^^ Autor dcliii. Annalen des k. k. naturhist. Hofmuseums, Band XII, \% Kohl, Fr. Ueber Ampulex Jur. (s. I.) und die damu w.iger verwandten Hymenopteren- Gattungen. (Mit 3 litiiogr. Tafeln) — Neue Hymenoplerenformen. (Mit 3 Tafeln) — Zur Hyraenopterenfauna Afrikas. iMit 5 Tafeln) Zur Monographie der natürlichen Gattung Sphex Linn6. (Mit 2 lithogr. Tafeln) — Die Gattungen der Sphegiden. (Mit 7 lithogr. Tafeln und go Abbildungen im Texte) . — Eremiasphecium Kohl, (r] iprj|j.(a — desertum; tö atf)/)z!ov — vespula). Eine neue Gattung der Hymenopteren aus der Familie der Sphegiden. (Mit i Abbildung im Texte) .... Kono w, Fr. \V. Systemat. und kritische Bearbeitung der Blatt wespen-Tribus Lydini. I. — II. Krasser, Dr. Fr. Bemerkungen zur Systematik der Buchen . Lorenz, Dr. L. v. Die Ornis von Oesterreich-Ungarn und den Occupationsländern im k. k. naturhistorischen Hofmuseum zu Wien — Ueber einen vermuthlich neuen Dendrocolaptiden. (Mit I Tafel in Farbendruck) — Weitere Bemerkungen zu den von Herrn Dr. E. Holub dem Hofmuseum im Vor- jahre gespendeten südafrikanischen Säugethieren. (Mit 2 Abbildungen im Texte) . . Marenzelle r. Dr. E.v. Ueber die adriatischen Arten der Schmidt'schen Gattungen SfeWetta und Ancorina. (Mit 2 Tafeln) — Annulaten des Beringsmeeres. (Mit I Tafel) Marktanner-Turneretscher. G. Beschreibung neuer Ophiuriden und Bemerkungen zu bekannten. (Mit 2 Tafeln) — Die Hydroiden des k. k. naturhistorischen Hofmuseums. (Mit 5 Tafeln) Mayr, Dr. G. Afrikanische Formiciden. (Mit 3 Abbildungen im Texte) Niessl, G. V. Ueber das Meteor vom 22. April 1888 Pelzein, A. v., und Lorenz. Dr. L. v. Typen der ornithologischen Sammlung des k. k. naturhistorischen Hofmuseums (I. — IV. Theil) — Geschichte der Säugethier- und Vogel-Sammlung des k. k. naturhistorischen Hofmuseums Raimann, E., und Berwerth, F. Petrographische Mittheilungen Rebel. Dr. H. Beitrag zur Microlepidopterenfauna des canarischen Archipels. (Mit 1 Tafel) — Dritter Beitrag zur Lepidopterenfauna der Canaren. (Mit i Tafel in Farbendruck) — und Rogenhofer, A.: Zur Lepidopterenfauna der Canaren. (Mit i Tafel) ..... Redtenbacher, J. Vergleichende Studien über das Flügelgeäder der Insecten. (Mit 1 2 Tafeln) Ricliard, Jules. Entomostraces, recueillis par M. le Directeur Steindachner dans les lacs de Janina et de Scutari. (Avec i Illustration) Rogenhofer, A. F. Afrikanische Schmetterlinge des k. k. naturhistorischen Hofmuseums. I. — II. (Mit 2 Tafeln in Farbendruck) . Rosa, Dr. D. Die exotischen Terricolen des k. k. naturhistorischen Hofmuseums. (Mit2Tafeln) Rzehak, A. Die Foraminiferenfauna der alttertiären Ablagerungen von Bruderndorf . — Ueber einige merkwürdige Foraminiferen aus dem österreichischen Tertiär. (Mit 2 Tafeln) Rzehak, E. C. F. Charakterlose Vogeleier. Eine oologische Studie — Zur Charakteristik der Eier des Steppenadlers {Aquila Orientalis Cab.) Scherfei, A. W. Der älteste botanische Schriftsteller Zipsens und sein Herbar .... Schletierer, A. Die Hymenopteren-Gruppe der Evaniiden. I. — 111. Abtheilung. (MitöTafeln) Siebenrock, F. Zur Kenntniss des Kopfskelettes der Scincoiden, Anguiden und Gerrho- sauriden. (Mit 2 Tafeln) — Ueber Wirbelassimilation bei den Sauriern. (Mit 2 Abbildungen im Texte) . . . — Das Skelet von Uroplates Gmbriatus Schneid. (Mit 1 lithogr. Tafel und 2 Abbildungen im Texte) — Zur Kenntniss des Rumpfskeletes der Scincoiden, Anguiden und Gerrhosauriden. (Mit 1 Tafel und 4 Abbildungen im Texte) Steindachner, Dr. Fr. Ueber die Reptilien und Batrachier der westlichen und östlichen Gruppe der canarischen Inseln , . — Ueber neue und seltene Lacertiden aus den herpetologischen Sammlungen des k. k naturhistorischen Hofmuseums. (Mit 2 Tafeln) — Ueber die typischen Exemplare von I^acerta jnosorensis. (Mit I Tafel) ... — Bericht über die während der Reise Sr. Maj. Schiff »Aurora« von Dr. C. Ritte _v. Mieroszewski in den Jahren 1895 und 1896 gesammelten Fische. (Mit i lithogr. i , -fei) — Ueber zwei neue C/iirostoma-Arten aus Chile Stitzenberger. Dr. E. Die Alectorienarten und ihre geographische Verbreitung Sturany, Dr. R. Zur Molluskenfauna der europäischen Türkei. Nebst einem Anb e- treffend die Nacktschnecken, von Dr. H. Simroth. (Mit 3 Tafeln) — Ueber die von Dr. H. Rebel in Bulgarien 1896 gesammelten Gehäuseschne ^ I Tafel) Suess, Dr. Fr. E. Beobachtungen über den Schlier in Oberösterreich und Ba- 3 Abbildungen im Texte) Toula, Fr. Die Miocänablagerungen von Kralitz in Mähren Weisbach, Dr. A. Einige Schädel aus Ostafrika. (Mit 2 Tafeln) We i t h o f e r. A. Ueber einen neuen Dicynodonten (Dicynodon simocef-Tn Karrooformation Südafrikas. (Mit i Tafel) • rt' w > — Ueber ein Vorkommen von Eselsresten in der Höhle »Pytina jama' b-» «"MOwitza Zahlbruckner. Dr. A. Beitrag zur Flora von Neu-Caledonien. (Mit 1 — Ueber einige Lobeliaceen des Wiener Herbariums. (Mit I Abbil iu — Novitiae Peruvianae — Pannaria austriaca n. sp. (Mit I Tafel in Farbendruck). . . . — Lichenes Mooreani — S^romafopog-on, eine neue Flechtengattung. (Mit I Tafel) . . — Plantae novae herbarii Vindobonensis fl. 2.50 « 2-— r 3-5C' „ 1.80 ,. 11.70 V —.20 „ 1.40 r, —40 r —-30 „ i.3o r —.80 „ I.So n 4.50 „ I.- „ —.So ,. 2.20 ^ I.— T —.20 , 1-50 „ 1.70 , 3.- .. 5-— „ —.20 "' '^"■— i » 1.60 ;. ,.-.40 ; r '-SO I ,. —.30 ' , —.20 r — -30 , . 9.- 2. — -.40 1.20 i.3o — .20 —.40 lit (.Mit 18 der -.00 ,3c. 4^ 1 T ./ein; ,_. im Texte) —.70 —.70 1.60 -.30 —.60 — .20 —.60 —.20 M^ K ^ M^ \ ^Sif l-««^«^ N. MANCHESTER I ' , ,;■ INDIANA ■o o ><«" ..MiillaUir;!!. ■Sic